nun Lesabéndio , » erzählst Du mir das ? Ich weiß es doch . Und Du weißt , daß ich es weiß . Du weißt , daß das jeder Pallasianer weiß . Wo willst Du hinaus ? « » Hm ! « sagte der Dex , » ich will nur sagen : das Gewebe ist nur ein einziges Geheimnis auf unsrem Stern . Aber es gibt deren noch mehr . Die großen Nüsse , die sich in den Bleiadern unsres Sterns finden , haben doch noch mehr Geheimnisse in sich . « » Ach so ! « rief da der Lesabéndio , » Du meinst - wir müßten noch mehr solche großen Nüsse finden - nicht wahr ? « » Ja « , sagte der Dex , » dann hätten wir so viele Arbeiter , wie wir brauchen . « Mit den Nüssen hatte es nun eine ganz besondere Bewandtnis : da staken nämlich die zukünftigen Pallasianer drin . Das Geschlecht der Pallasianer zu vergrößern oder zu verkleinern - das hing ganz allein von den bereits lebenden Pallasianern ab ; wollte man mehr Pallasianer haben , so brauchte man nur die in den Bleiadern gefundenen Nüsse aufzuknacken - dann sprang aus jeder Nuß ein neuer Pallasianer heraus . Der Labu beschäftigte sich viel mit der Aufsuchung der großen Nüsse ; zu ihm begaben sich nun die beiden Turmfreunde ; sie wollten von ihm gerne wissen , ob man nicht eine größere Anzahl von Nüssen irgendwo entdecken könnte . Für die Ernährung der frischgeknackten neuen Pallasianer mußte der Manesi sorgen ; der wußte mit allen Vegetationsangelegenheiten wohl Bescheid . In einer freien weißen Grotte oben am Rande des Nordtrichters fanden die Turmfreunde den Labu ; er stand grade mit sechs Freunden zusammen ; jeder von diesen sieben Pallasianern hatte einen schweren Bleihammer mit langem Stiel in der Hand . Mit diesen Hammern schlugen die Sieben mit voller Kraft auf die Nuß los - und da gabs plötzlich einen lauten Knall - und die Sieben sprangen zurück . Und dann platzte die Nuß plötzlich - die Stücke der Schale flogen zur Seite - und heraus schoß wie eine Rakete - ein junger Pallasianer , der sich gleich ganz heftig mit allen seinen Fingern das ganze Gesicht und besonders die Augen rieb . Sechstes Kapitel Es wird erst geschildert , was der frisch geknackte Pallasianer von dem Leben erzählt , das er vor seiner Knackung gelebt hat . Dann fahren Dex und Lesabéndio mit dem Labu in dessen kleinstes Atelier und lassen sich dort erklären , mit welchen Mitteln für die Folge die berühmten Knacknüsse aufgefunden werden können . Nachdem die beiden Turmfreunde in zwei Tagen dem Labu neue Arbeiter besorgt haben , fahren sie zum Manesi , der erklären soll , ob für die neu geknackten Pallasianer auch die genügende Anzahl von neuen Schwamm- und Pilzwiesen hergestellt werden kann . Manesi gibt befriedigende Aufklärung , ist anfänglich traurig , doch zum Schluß sehr vergnügt und zeigt seine neuen künstlichen Sonnen . Nachdem sich der kleine Pallasianer , der erst nach einigen Tagen die ganze Größe der alten Pallasianer bekam , längere Zeit die Augen gerieben hatte , versuchte er zu sprechen , und er sagte mühsam : » Bom-bim-ba-ri-zapa-zulli-as-as ! « Danach sprachen nun die alten Pallasianer zu dem Kleinen und setzten ihm auseinander , daß er auf dem Stern Pallas sei - und daß er doch Pallasianisch sprechen könnte und nicht in einer Sprache , die kein Pallasianer verstünde - er kenne doch die pallasianische Sprache - er solle sich doch nicht verstellen . Der Kleine hörte das eine Weile aufmerksam an , spannte die Kopfhaut wie einen Regenschirm auf und sagte langsam : » Ich verstehe schon , was Ihr sagt . Aber Ihr müßt mir Zeit lassen . Ich war in andern Welten . Wenn ich Euch die beschreiben könnte ! Eure Sprache versteh ich . « Danach rieb sich der Kleine wieder die Augen , machte sie lang zu Fernrohren und blickte ganz erstaunt umher . So ungefähr benahmen sich alle kleinen , frisch geknackten Pallasianer , und sie konnten wunderbarerweise alle gleich in den ersten Stunden die pallasianische Sprache verstehen und sprechen - es ging anfänglich nur ein bißchen langsam , und manche Ausdrücke fielen ihnen nicht sofort ein , sodaß man ihnen helfen mußte . Der Kleine , dem jetzt Lesabéndio , Dex und Labu und viele andre Pallasianer zuhörten , wurde nach seinen ersten Worten Bombimba genannt ; nach ihren ersten Worten wurden alle Pallasianer genannt . Bombimba sprach langsam das Folgende : » Es war mir so in letzter Zeit , als flögen viele Millionen flockenartige Gebilde , die so groß wie meine Kopfhaut sind , mit mir zusammen durch eine warme Luft . Diese flockenartigen Gebilde sprachen zu mir - so wie Ihr sprecht - so wie ich jetzt auch spreche . Sie sprachen sehr lange mit mir , aber ich konnte nicht sehen , wie sie aussahen - ich hörte sie nur und fühlte sie nur . Wir sahen aber sehr große Sterne , die unzählige Arme nach allen Seiten ausreckten - Arme mit vielen langen feinen Fingern . Wir haben auch solche Finger - ich auch . « Und der Kleine sah sich seine feinen Finger an - dann sah er sich auch seine groben starken Finger an und sagte lächelnd : » Solche groben Finger hatten die Sterne nicht . Aber jene Kopfhautwesen haben mir unsäglich viel von den großen und von den kleinen Sternen erzählt . Ich habe auch viel vom Pallas gehört , und die Sprache , die man auf dem Pallas spricht , die hat man mir beigebracht . Doch ich lernte auch Dinge kennen , für die man mir keine Worte gesagt hat - das waren große Gluten und Dinge darin , die so flatterten . Da flog vieles mit furchtbarem Krachen auseinander - und danach zog sich wieder alles so zusammen wie eine weiche bewegliche Haut - und da gabs auch Dinge , die Farbe