e Blick . Und meine söll man doch nie , daß wenn man zusammenkomme , man sei , wie man sein solle , sonst hats schon gefehlt ; Liebi u Vrstang mueß me all Tag als Schlyfsteine bruche , wes guet cho söll . Wenn meine Mutter selig noch lebte , die würd dr dr Text lese ! « » Mutter , versteht mich recht « , sagte Resli . » So fecke , bloß um nichts und wieder nichts , in einer Lumpesach , ume so für z ' luege , wer nachgebe müeß , das möchte ich auch nicht ; das ist ja grad , was unter Eheleuten nicht sein , nie anfangen soll , das Nünizieh ums Rechthaben , das ist e Elend , Ihr habt recht . Aber hier ists nicht so , hier handelt es sich um eine Hauptsach , um Recht und Unrecht ; es handelt sich darum , wer dem Andern sich unterziehen soll , eine alte Frau einer jungen oder die junge der alten , ob denn eigentlich dMuetter uf dSyte sött un dr Vater wie es Paar alti , usbruchti Schueh , oder ob es jungs Meitschi no i dSchuel söll und sich solle den Alten unterziehen , solang öppe Gott will , und zweitens auch , ob sich eine Frau dem Mann unterziehen will , wie es doch auch in der Bibel steht , Mutter , oder ob der Mann dr Löhl machen soll . Ich muß es sagen , wenn ich an Euerm Platz wär , so begehrte ich gar nicht so abzugeben , ehe ich wüßte , wie es käme , oder ich möchte keinen Krauch mehr oder es wär mir grusam erleidet . Und , Mutter , ich muß Euch sagen , ich hätte geglaubt , Ihr hättet mich lieber als so und möchtet Euch doch gmühen , um so mit Liebi und Vrstang dFrau nachez ' zieh . Aber ich merke , die ganze Sach ist Euch nicht recht , ds Meitschi gfallt Euch nicht , darum möchtet Ihr ganz drus und dänne und lieber nüt mit ihm z ' tue und Eure Sache aparti haben . Das merk ich , und so wärs besser , man gäbte die ganze Sach auf und redti graduse , währet es noch Zeit ist , als daß man dann so hintendrein sagt : Ih has doch denkt , ih has doch glaubt , ih has doch gmeint , u gseit han ihs o , aber ume für mih selber . « » Los , los , « , sagte der Vater , » wird nicht bös , du solltest doch wissen , daß dMutter es besser meint , als du es ihr andichten willst , und daß sie deinetwegen noch nie eine Mühe gschoche hat . Aber öppis recht hast du auch , da muß ich dir Beifall geben ; so da von vornenherein zu regieren und dEltern von ihrer Sach weg z ' sprenge , selb ist nicht recht , solange sie es nicht gerne von selber tun oder eins von ihnen gestorben ist . Ja , wenn eins oder das Andere sturb , ih oder dMuetter , das wär es Angers ; de schickt es sih bas , daß es jungs Ehpaar dSach übernimmt z ' grechtem , vo wege , für es rechts Hus z ' füehre , müesse Ma u Frau sy . Ist dMuetter gstorbe u buret dr Vater furt u ds Sühniswyb macht dHushaltig , su het äs meh z ' bidüte as dr Ma , es ist dMeisterfrau u är ume dr Bueb ; lebt dMuetter no u wott fürtbure , so ist dr Bueb wie dr Ma u dFrau sött ume dJumpfere sy , u selb tuet o nit guet . Lebe aber Vater und Mutter noch , so habens Sohn und Söhniswyb eins wie das Andere , sind Beider Ghülfen , u Keis het sih z ' chlage . Darum bist du nicht so über Ort , aber sagen will ich nichts dazu . Übersinn dSach noch recht und stell dir alles vor und auch , wie es dir wäre , wenn es aus der ganzen Sache nichts geben , und was die Leute dazu sagen würden . « » Ho « , sagte Resli , » darauf dürfte ich es ankommen lassen ; wenn dLüt öppe wüsse , wer me ist , so wissen sie wohl , auf welcher Seite der Fehler ist . « » Du guete Tropf « , sagte der Vater , » meinst ? Ich hätte geglaubt , du kenntest dLüt afe besser als so . Weißt du nicht , daß es Leute gibt , die immer froh sind , wenn sie jemand einen Schlemperlig anhängen können ? Und je mehr sie einen beneidet haben , desto lieber tun sie es und dest ungrymter . Und weißt nicht , daß man , sei man wer man well , immer Freund und Feind hat ; das zeigt sich nie besser , als wenn eine Hochzeit zWasser geht . Da geht es ärger ringsum als im Frühling im Seeland , wenn dFrösche ihre Singverein hey ; ich habe einmal dort Wein geholt , u ds sälbist bin ih fast e Narr worde . Wenn son e Hürat z ' nüte wird , am ene Ort mueß geng dr Fehler sy . Manchmal ist der Bräutigam ein afechtig Bürschchen und möcht dr Schwäher klemme , weiß nit recht wie , geyht zRat , u dummi Wyber dampe ihms us , u hingerdry tuet er de no wie es hässigs Kothäneli . Oder dr Schwäher ist e hochmüetige Gnürzi u möcht dr Tochterma für e Schuehwüsch ha un ihm dr Gottswille gä , was ihm vo Rechts wege ghört . Oder dSchwiegere ist e brutali Gränne und meint , dr Tochterma satt Tag u Nacht vor ihre oder vor em Meitschi uf de Kneue sy u lache , we si ds Mul uftuet , wien e Löhl . U