in sein Land kamen , schlachtete . Wie es sich eigentlich damit verhalte , ist hier nicht der Ort zu untersuchen . der Einfall des Dionysius entspricht dem von Napoleon , der von einer Apologie Nero ' s sprach , die , wenn ich nicht irre , auch geliefert worden ist . Einer Lobrede auf Busiris gedenken übrigens die Alten von dem Sophisten Polykrates , von demselben , der auch zur Probe eine Anklage-Rede gegen Sokrates verfertigte . 148 Ein wenig bekanntes Volk in Afrika ; - Massageten , an der Ostseite des Kaspischen Meeres , nährten sich hauptsächlich von Fischen . 52. Brief . 149 S. die Anm . zu Agathadämon , 2. Buch , 8. Abschn . Bd . 18. 53. Brief . 150 Daß Kleombrot durch Lesung des Platonischen Dialogs Phädon veranlaßt worden sey , seinem Leben freiwillig ein Ende zu machen , war aus einem Epigramm des Kallimachus bekannt , welches die einzige Quelle dieser Anekdote zu seyn scheint . Denn Cicero , welcher derselben im 34. Kapitel des 1sten Buchs seiner Tusculanischen Gespräche Erwähnung thut , beruft sich auf dieses Epigramm , und alle andern , die dieser Begebenheit erwähnen , oder über sie räsonniren , sind um mehrere Jahrhunderte später , und scheinen das , was sie davon wissen , entweder aus dem Griechischen Dichter selbst , oder aus dem Römer geschöpft zu haben . Das Epigramm des Kallimachus lautet : Eipas Hlie xaire Kleombrotos ombrakioths hlatA apA yphloy teixeos eis aidhn , Axion oyti paton tanatoy kakon , alla Platonos en to peri pyxhs grammA analexamenos . Rufend Sonne fahr ' wohl ! sprang von Ambraciens hohen Mauern Kleombrotus einst rasch in den Hades hinab ; Nicht als hätt ' er etwas des Todes Werthes erlitten , Bloß weil er Platons Schrift über die Seele durchlas . Der Phädon ( welcher vermuthlich gemeint ist ) hätte also bei diesem Jünger des Sokrates völlig das Gegentheil von dem gewirkt , was er auf den Philosophen Olympiodorus wirkte , der in seinem Commentar über diesen Platonischen Dialog versichert : er würde sich schon lange ums Leben gebracht haben , wenn ihn Plato nicht von der Unsterblichkeit der Seele überzeugt hätte . Es wird wohl immer eine unauflösliche Frage bleiben , ob die Worte des Epigramms , » axion oyti paton « u.s.f. nur eine Vermuthung des Dichters sind , oder sich auf irgend ein besonderes historisches Zeugniß gründen . Daß Kleombrot sich zu Ambracien ( gleichviel ob von der Stadtmauer oder von einer Felsenspitze ) ins Meer gestürzt habe , weil er Platons Phädon gelesen , scheint Thatsache zu seyn : daß er es aber aus ungeduldigem Verlangen , sich von der Wahrheit der im Phädon vorgetragenen Lehre zu überzeugen , gethan habe , ist wenigstens ungewiß , und bei weitem nicht so wahrscheinlich als die Ursache und Veranlassung , die in dem vorliegenden Briefe angegeben wird . So dünkt es wenigstens mir ; jedem sein Recht , die Sache anders zu sehen , vorbehalten . W. Die hinter Kunst versteckte Bitterkeit in dem Vorwurfe Platons hat vor Wieland schon Demetrius der Phalereer auseinander gesetzt ( de elocut . § . 306 ) . Wieland läßt , entschuldigend , den Kleombrotos allein von dem Vorwurfe getroffen werden , und reinigt den Aristipp gänzlich von der Beschuldigung . » Dir - schreibt Kleombrot - that das verleumderische Gerücht Unrecht ! Dich hatte die Pflicht nach Cyrene abgerufen ! « Mit dieser Behauptung steht keine in einem grellern Contrast als die von Meiners , welcher ( Geschichte d. Wiss . in Griech . und Rom II. 649 . Anm . ) sagt : » Aristipp unterbrach sein Wohlleben auf der Insel Aegina keinen Augenblick , um seinem Lehrer in den Gefahren und zur Stunde des Todes beizustehen , ungeachtet er nur um 200 Stadien von ihm entfernt war . « Wären die von Leo Allatius herausgegebenen Briefe der Sokratiker ächt , so würde der 16te in dieser Sammlung doch nur beweisen , daß Aristipp wirklich in Aegina gewesen , aber gar nicht auf die Art , wie Meiners angibt . Woher hat er nun dieß erfahren ? Er beruft sich auf Diogenes den Laerter ; der aber sagt 3 , 36. : » Platon war gegen Aristipp feindselig gesinnt ; in seiner Schrift von der Seele macht er ihm daher bösen Leumund , indem er sagt , daß er bei des Sokrates Tode nicht zugegen , sondern in Aegina , nahe genug , gewesen sey . « In der Stelle aber , welche Meiners selbst anführt 2 , 65 ( der vorigen gedenkt er nicht ) , heißt es bloß : » Xenophon war dem Aristipp abgeneigt ; auch Theodoros in seiner Schrift über die Secten verlästerte ihn ( ekakisen ) , und Platon in seiner Schrift über die Seele , wie ich anderwärts gesagt habe , « - nämlich in der vorigen Stelle . Vergebens beruft sich Meiners dabei auf Menage ( et ibi Menag . ) , denn ich finde nicht , daß dieser ein Wort weiter hinzufügt , sondern nur daß er von der ersten Stelle auf die zweite , und von der zweiten auf die erste verweist . So leicht hat sich also Meiners die Verlästerung Aristipps gemacht , die am Ende ganz allein auf Platons Zeugniß sich gründet , den die übrigen Zeugen selbst für verdächtig erklären . Indeß auch Platon sagt nicht ein Wort weiter , als daß Aristipp damals in Aegina gewesen sey , und diese Thatsache wird ihm , wenigstens so viel ich weiß , von niemand bestritten . Hat also Meiners , um Aristipp schwärzer zu machen , mehr gesagt als er durfte , so hat hingegen Wieland , um ihn weißer zu machen , nicht nur weniger gesagt als er sollte , sondern auch ganz etwas anderes , und zwar , wenn die Nachricht gegründet wäre , daß Aristipp erst nach seines Vaters Tode zu Sokrates gereist sey , etwas durchaus Falsches . Wäre es bloß um