wohl nie im Areopagus gewesen sind . Auch kommt in keiner der Apologien eine Spur vom Areopag vor , oder von den diesem ehrwürdigen Gericht eigenen Gebräuchen , welches doch sicher zu erwarten wäre . Ferner schickt sich das , was Plato den S. sagen läßt , daß seine Richter Demüthigungen und Erflehungen ihres Mitleids und Gnade von ihm erwarteten , gar nicht zum Areopagus , wo alle diese Mittel , die Gerechtigkeit zu beugen , strenge verboten waren . Plato endlich läßt den S. am Tage seiner Verurtheilung vor der Halle des Königs wandeln , was sich zum Areopagus , der unter freiem Himmel Gericht hielt , gar nicht schickt . Aus diesen Gründen wird wahrscheinlich , daß die Sache des S. , wenn sie gleich , der alten Einrichtung Solons gemäß , eigentlich vor den Areopagus gehörte , doch vor einem der Volksgerichte geführt sey , wozu die Ursachen in der damaligen Verfassung Athens lagen . Der Areopagus hatte durch die Verwaltung des Perikles von seinem Ansehen und seinen Geschäften so viel verloren , daß ihm in diesen Zeiten fast bloß die Blutsachen übrig geblieben , und die Religionssachen zu den Volksgerichten gezogen zu seyn scheinen . Schon lange vor Sokrates wurden Aspasia und Alcibiades , die beide ähnlicher Vergehungen gegen die Religion beschuldigt waren , nicht vor dem Areopag , sondern vor einem Volksgericht angeklagt . Man könnte sogar muthmaßen , daß in diesem Jahre gar kein Areopag existirt habe , weil in den vorhergehenden Jahren die ganze Verfassung Athens erschüttert und unter den 30 Tyrannen wenigstens keine Archonten gewesen waren , aus welchen allein der Areopag bestand . Dann wäre ein Grund gefunden , warum die Feinde des S. gerade dieses Jahr zu ihrer Anklage gewählt hätten , weil sie eher hoffen konnten , die Richter in einem der Volksgerichte zu blenden und einzunehmen , als die ehrwürdigen Mitglieder des Areopags . Das Gericht , vor welchem S. angeklagt wurde , war höchst wahrscheinlich das Heltastische ; ein Gerichtshof , der nach dem Areopagus der angesehenste und größte in Athen war . 126 Dieser berühmte Redner bot dem S. eine Schutzrede an , die dieser aber nicht annahm , weil eine künstliche Vertheidigung sich für seinen Charakter nicht schicken würde . Cic . de Orat . 1 , 54. 127 Weil dieser berühmte Centaur eine Art von Ritterakademie in Thessalien hatte , wo auch Achilles seine Bildung erhielt , so steht er hier statt Erzieher überhaupt . 45. Brief . 128 Der Lederhändler , der nach Perikles sich zum Haupt der Athenischen Staatsverwaltung emporschwang , wird von Aristophanes in den Rittern als ein grober und ungeschlachter Schreier geschildert . 129 Das personificirte Volk , welches Aristophanes ebenfalls auf die Bühne brachte ; auf diese Schilderung wird hier hingedeutet . 130 Ein auf einem Hügel gelegenes , halbkreisförmiges Gebäude , zu Volksversammlungen ( Ekklesia ) bestimmt , in der Nähe des Marktes von Athen . 131 Abkömmling von dem letzten Athenischen Könige , Kodrus . 132 Wie die berühmte Zaubrerin Medea in ihrem Zauberkessel ein Mittel bereitete , wodurch Aeson , ihres geliebten Jasons Vater , seine Jugend wieder erhielt , erzählt ausführlich Ovid im 7ten Buch der Verwandlungen . 46. Brief . 133 S. unter den Anm . S. 296 Prytanen . 134 Plato im Phädon erzählt , daß , als Theseus nach Kreta segelte , die bedungenen Jünglinge dem Minos als Tribut zu bringen , die Athener dem Apollon eine jährliche heilige Sendung nach Delos gelobten , wofern sie gerettet würden . Sie wurden gerettet , und das Gelübde erfüllt . Von der Zeit des Abgangs bis zur Rückkunft des heiligen Schiffes durfte in Athen kein Todesurtheil vollzogen werden . 48. Brief . 135 Auch zur Verständniß dieses Briefes verweisen wir auf die schon erwähnte Abhandlung über Athens Verfassung . 136 Anspielung an die pratoras trioboloy des Aristophanes in den Rittern . S. Attisches Museum . 2. Bd . W. 49. Brief . 137 S. die Anm . zu Peregrinus Proteus , Bd . 16. 138 Name einer der Furien . 50. Brief . 139 Weibliches Gespenst , dem man nachsagte , daß es Menschen fresse . Vergl . die Anm . zu Agathodämon , 3. Buch , 14. Abschn . Bd . 18. 140 Hier mit Anspielung auf den Kunstausdruck der Maler , welche nasses Gewand jene Bekleidung nennen , durch welche die natürlichen Formen des Körpers durchscheinen . 51. Brief . 141 Man vergleiche , was in besonderer Beziehung auf Aristophanes über Sokrates von Schnelle gesagt ist in seinem Werke : welche classische Autoren , wie und in welcher Folge - - soll man auf Schulen lesen ? Bd . 2. S. 901. fgg . Gewiß mußte Sokrates vielen seiner Landsleute aus diesem Gesichtspunkt erscheinen . Bei der angeführten Stelle ist übrigens noch zu bemerken , daß auch Schelle bei seinem Urtheil über Wielands Beurtheilung des Aristophanes keine Rücksicht auf Aristipp muß genommen haben . 142 Sind verschiedene Arten von Schmiedekünstlern der alten Welt , von denen die Alten eben so viel Wunderbares und Geheimnißvolles berichten , als die Neuern von den Freimaurern . Beide sind sich in der That ähnlich genug , und eine zwischen ihnen gezogene Parallele könnte gar nicht uninteressant seyn , und vielleicht mehr aufklären als die meisten bisherigen Untersuchungen darüber . 143 S. Wielands Abhandlung : die Pythagorischen Frauen . 144 S. Diod . Sic . 14 , 44. fgg . 145 Diese Anekdoten erzählt Cicero de nat . Deor . 3 , 34. und Aelian V.H. 1. 20. , bei welchen Stellen die Erklärer nachsehen können , wer das Genauere darüber kennen will . 146 Diese Anekdoten erzählt Cicero de nat . Deor . 3 , 34. und Aelian V.H. 1. 20. , bei welchen Stellen die Erklärer nachsehen können , wer das Genauere darüber kennen will . 147 Busiris wird als ein Aegyptischer König genannt , der seiner Grausamkeit wegen verrufen war , und man erzählt besonders von ihm , daß er die Fremden , die