eins , aber us selbem gibt es nichts , und da es wegem Geld nicht darauf ankömmt , so denke ich , werden sie nicht ds Wüstest alles machen , um es durez ' zwänge , und wette si , su tät ihs nit . Ich will doch de nadisch auch wissen , ob ich dem Meitschi lieb bin oder nicht und ob es meinetwegen auch nachgeben und sich etwas gefallen lassen kann . « » Was wär denn das ? « fragte Annelisi , » habe ich ihm etwa nicht gefallen und soll ich aus dem Hause ? Wenns das ist , ume zuegfahre , mit dreißigtausend Pfund will ich schon nächsten Sonntag verkünden lassen , mit Zweien statt mit einem , oder ih gange is Weltschlang ga lere bradle u Kürbsbrei esse ; es heißt , für füfzg Dublone es Jahrs überchömm me ebe halb gnue dere im Weltschlang . « » Schweig doch mit deinen Flausen « , sagte Änneli , » es wird öppe von dir nicht fast die Rede gewesen sein , dulden wird man dich wohl müssen , solange wir auch da sind . « » Ja , Mutter , das meine ich auch « , sagte Resli , » aber habt Ihr nicht gehört , daß dr Alt von Abtreten geredet hat , er meint , Ihr sollet abgeben , ich solle den Hof gleich übernehmen , Nutzen und Schaden mir gleich angehen , und dann wär Anne Mareili Meisterfrau . « » He nun so dann « , sagte Änneli , » geschehe nichts Böseres , die Ruhe ist mir auch zu gönnen , daran einmal stoße dich nicht . « » Wohl , Mutter « , sagte Resli , » das ists eben , woran ich mich stoße und was ich durchaus nicht tue . Solange Ihr lebt , sollt Ihr da zu befehlen , zu schalten und zu walten haben , wie Ihr es von je im Brauch gehabt habt ; anders tue ich es nicht , es freute mich nicht mehr , hier zu sein . « » Du bist doch e Göhl ! « sagte Änneli , » warum doch nicht ; eine junge Frau mag der Sache besser nach als eine alte , sie kann gleich anfangen , wie sie es gerne hat . Es drückt junge Weiber oft gar sehr , wenn sie sich in einem andern Hause neu gewöhnen sollen . « » Drück es sie nun oder drück es sie nicht , so will ich , Mutter , ich mag nun die oder eine andere Frau bringen , daß Ihr , solange Ihr mögt , die Meisterschaft im Hauswesen behaltet . Mit dem Ätti und mir wirds öppe , so Gott will , im Alte blybe , solang mr lebe , und wie Ihr es mit Annelisi habt , so sollt Ihr es mit meiner Frau haben ; das will ich , und mengere twege . « » Mach dich deretwege nit köpfig « , sagte Änneli , » ich wüßte nicht , warum du gerade das erzwangen wolltest , der Eigensinn trägt nichts ab . « » Mutter , es ist nicht Eigensinn , aber ich habe die Sache wohl überlegt . Wir haben öppe ein Hauswesen , wie wir uns dessen nicht zu schämen brauchen ; wir haben genug , und für andere Leute ist auch etwas da , so ists bei Mannsdenken gewesen und soll so bleiben , solang wir hier sind . Es würd öppe am enen iedere von uns wehe tun , wenns ändern sollte . Dort unten haben sie ganz andere Bräuche , und die begehre ich nicht hierherauf , sie wären mir und euch nicht anständig . Und dann würd es auch viel Lachens geben deretwegen ; die Leute würden öppe z ' reden haben , und selb begehre ich auch nicht . Meine Frau kömmt in mein Haus , und da soll sie öppe fortfahren , wie ich mich gewohnt bin , wie es mir anständig ist ; das , mein ich , sei nicht über Ort . Das muß sie aber alles lernen , sie weiß von unsern Bräuchen nichts , sie muß sich selbst zuerst daran gewöhnen . Und unsere Mutter ist öppe eini , wo ein Söhniswyb öppe mit der Liebi nachziehn wird , wie öppe nit en iederi . Sie wird nicht alles an einem Tage wollen , sie wird Geduld haben , sie hat ja von je mit uns allen Geduld gehabt , wir haben sie öppe erfahren , seitdem wir leben ; auch ein Söhniswyb wird nicht bös Sach bei ihr haben und im Trab sein , ehe es daran denkt , wes e kly Vrstand het und dr Friede bigehrt . Soll aber meine Frau gleich das Heft in die Hand nehmen , so nimmt sie es , wie es daheim üblich war , frägt vielleicht die Mutter einige Male , und andere Male vergißt sie es . Sagt ihr die Mutter ungfragt , was nicht recht ist , wer weiß , wie sie es aufnimmt und ob sie nicht meint , die Mutter wolle sie kujonieren und es gehe sie nichts mehr an . Und muß ich es ihr sagen : Die Mutter hat es so gemacht , so sind wir es gewohnt , frag doch die Mutter , wer weiß , wie sie das dünkt , ob sie nicht im Herzen denkt , sie könne nichts recht machen , ob sie nicht schalus wird und meint , ich habe die Mutter lieber als sie , und dann sich und Andern das Leben schwer macht mit Plären und Dublen oder sonst Wüsttun . Und wenn wir nichts sagten , es verdrückten , so wären wir auch nicht wohl dabei , und Zufriedenheit wär keine . « » Oh , so wird sie doch nicht sein , du wirst doch wohl wissen , an wen du so gesetzt hast « , sagte der Vater . » Vater , was