, und hatte der Schormayer vorne etwas auszusetzen , dann tätschelte der Tretter die Kuh hinten voller Bewunderung . Aber so oft er auch in die Hand spuckte und sie zu einem treuherzigen und richtigen Abschluß des Handels hinstreckte , der Schormayer schlug nicht ein , sondern beutelte den Kopf wie einer , der Fliegen abwehrt . Wie sie hernach mit den Limmerischen in der Stube saßen und ein Weibsbild mit eingebundenem Gesichte recht zufällig bei der halbgeöffneten Türe hereinschaute und gleich wieder zurückfuhr , schrie ihm der Tretter nach , es solle nur hereinkommen und sich zu ihnen setzen . Und da ließ es sich überreden und setzte sich an die Kante der Bank und war also die Rosina Buchberger . » So , du bischt da Schormoar vo Kollbach ? « sagte die Limmerin . » G ' hört hin i schon an öfte ' n vo dir , aba bekannt bischt du mi nix g ' wen . « » Wia ' s halt geht ; mi siecht sich zwar und kennt si net . « » Daß dei Bäurin an Hirgscht g ' schtorm is , han i wohl vanumma . Si is vo Arnbach g ' wen , gel ? « » Ja , von Gruaba z ' Arnbach is sie g ' wen . « » Aha , gel ja ? Was hot ihr nacha g ' feit , daß sie schter ' m hat müass ' n ? « » A da Lungl . « » Siehgst as do , a da Lungl ! Da laßt si nimma viel richt ' n , bal oans da it den recht ' n G ' sund hot . Wia alt is sie g ' wen ? « » Fufzgi waar s ' auf Liachtmeß ' wor ' n. « » Dös waar freili no koan Alter ! Da brauchat sie ' s no gor it ! « Die Limmerin schüttelte bedauernd den Kopf , und dann deutete sie mit dem Daumen auf das verhüllte Weibsmensch , das mit untergeschlagenen Armen nebendraußen hockte . » Ihrer Mo hat aa so fruah weg müass ' n ; is no koane vierz ' gi g ' wen . « » So ? « sagte der Schormayer und drehte den Kopf nach der Kaltnerin zu . » Is sie Wittiberin ? « » Scho bald seit a ' r an Johr . « » Was hot nacha eahm g ' feit ? « » Z ' tot g ' suffa hot er si , « gab jetzt die Kaltnerin zur Antwort , und ihre Stimme klang trotz der Geschwulst und dem Zahnbunde noch scharf genug . » Dös is eahm jetzt aa vazie ' cha , « meinte die Limmerin gutmütig . » Ja - vazie ' cha ! « machte die Witwe und schnupfte unwillig auf . » Über an Tot ' n soll ma guat red ' n « , mischte sich der Tretter ein ; » aba was wahr is , derf ma sag ' n. Bal sie it g ' wen waar , hätt ' da Kaltner an Hof it lang g ' habt ; der hot naß g ' fuattert , so lang i ' n kennt hab , und de letzt Zeit is er aus ' n Rausch nimma ' r außi kemma , aba sie hat ' s Sach z ' sammg ' halt ' n , und g ' rad lobenswert . Dös muaß wahr sei . « » Hat ' s scho braucht ! « sagte die Witwe bitter und feindselig und zog das Gesicht hinter den Bund zurück , daß man nur mehr die Nasenspitze sah . Sie nahm auch keinen Anteil mehr am Gespräch , das über Viehstand und Haushaltung einen bedächtigen Gang nahm . Bis daß der Schormayer einmal auf die Seite gehen wollte und die Stube verließ . Wie er zurückkam , merkte er wohl , daß sie einen geschwinden und eifrigen Diskurs über ihn gehabt hatten . Der Tretter steckte noch ein angefangener Satz im Maul , den er mit einem Husten in der Mitte abbrach und mit einem Schluck Zwetschgenschnaps hinunterspülte ; die Witwe aber war zum Tisch herangerückt und streifte den Eintretenden mit flinken Augen . Der patschte in die Hände und sagte : » So , Tretter , jetzt müass ' n mir ins wieda auf ' n Weg macha ! « » Ja , was waar denn it dös ! « wehrte die Bäuerin eifrig ab , und der Limmer meinte , das ginge doch gar nicht , daß der Schormayer nicht auch ein Stück Geselchtes probiere , und der Tretter weigerte sich , und die Witwe sagte so liebenswürdig , als es ihre Natur erlaubte : » Du werst nix vasamma , wann ' s d ' no bleibst . « » Aha ! « dachte der Schormayer . » Aha ! « » No vo mir aus , « sagte er ; » bleib i halt no a wengl , denn des söll is wahr , daß dahoam neamd auf mi wart ' . « » Hoscht koane Kinda ? « fragte die Limmerin . » Zwee ; aba de san scho lang aus da Schul ' ; ' s Madl möcht heiretn , und da Bua möcht regier ' n. « » So , de san scho so groß ? « » Ja ; schier über ' n Kopf ausg ' wachs ' n. « » Hoscht Vadruß damit ? « » Na , sell it . Aba g ' freu ' n ko ' s mi aa it , daß i übageb ' n muaß . « » Dös brauchst d ' ja it , bal ' s d ' it mogst , « sagte die Witwe . » Freili ko mi neamd zwinga dazua , aba woaßt as scho , wia ' s is . A lediga Mensch bedeut it viel auf an Hof . Da