. Quaedam c. 3. ( in Vol . XI. Thes . Gronov . p. 14. ) oder Hudsons Geograph . Graec . T. II. W. 108 Außer unserm Aristipp ( dessen Autorität ich hier keineswegs in Anschlag gebracht haben will ) ist Plinius der einzige alte Schriftsteller , der des hier beschriebenen Gemäldes Meldung thut ; aber die Art , wie er sich darüber ausdrückt , scheint mir anzuzeigen , daß er es bloß von Hörensagen gekannt habe . Hier sind seine eigenen Worte : Pinxit et demon Atheniensium , argumento quoque ingenioso : volebat namque varium , iracundum , injustum , inconstantem , eundem exorabilem , clementem , misericordem , excelsum , gloriosum , humilem , ferocem fugacemque et omnia pariter , ostendere . - De la Naure in einem Memoire sur la manière dont Pline a traité de la Peinture , ist mit dem berühmten de Piles ( Cours de Peinture p. 75. s. ) geneigt zu glauben , daß Parrhasius diese schwere und beinahe unmögliche Aufgabe durch eine allegorische Composition , auf eine ähnliche Weise wie Rafael in seiner sogenannten Schule von Athen ein ähnliches Problem , nämlich eine Charakteristik der verschiednen philosophischen Schulen und Secten unter den Griechen , aufzulösen versucht habe . Car enfin ( sagt er ) , un tableau allégorique du génie d ' un peuple par le moyen de plusieurs groupes , qui en retraçant des événemens historiques de divers tems , marqueroient la vicissitude des sentimens populaires , ne paroît pas plus difficile à concevoir qu ' un tableau allégorique du génie de la philosophie par d ' autres groupes , qui en représentant des personnages historiques de différens pays et de différens siècles , indiquent la vicissitude des opinions philosophiques . Le parallèle ( setzt er hinzu ) semble complet , avec cette différence , que le sujet caustique de Parrhasius étoit délicat à traiter : aussi Pline a-t-il insinué par le terme il vouloit , que l ' exécution , ou du moins le succès , furent moins heureux que l ' invention . - Mir scheint das volebat des Plinius nichts weiter anzudeuten , als daß er sich , da er dieses sonderbare Gemälde nicht selbst gesehen hatte , aus bescheidener Zurückhaltung nicht positiver ausdrücken wollte . Uebrigens berge ich nicht , daß ich die Idee , die uns Aristipp von diesem Gemälde gibt , und die Art , wie das räthselhafte Problem dadurch aufgelöset wird , der zwar sinnreichen , aber dem Leser keinen klaren Begriff gebenden Hypothese des de Piles , vorziehe . Die erheblichste Einwendung , die man gegen sie machen kann und wird , gründet sich auf die ziemlich allgemein angenommene Meinung , weder Parrhasius noch irgend ein anderer Griechischer Maler hätte , aus Unbekanntschaft mit den Regeln der Perspectiv , auch nur den Gedanken fassen können , ein Stück auf diese Art zusammenzusetzen und zu disponiren , wie der Demos Athenäon nach Aristipps Beschreibung hätte geordnet seyn müssen . Die Alten , sagt man , hatten keinen Begriff von Vor- , Mittel- und Hinter-Grund ; sie stellten auch in ihren reichsten Compositionen alle Figuren und Gruppen auf Einen Plan , und die optischen Gesetze , nach welchen verschiedene Körper , in verschiedenen Entfernungen aus Einem Gesichtspunkt gesehen , verhältnißmäßig größer oder kleiner , stärker oder matter gefärbt erscheinen , waren ihnen unbekannt . Ohne mich hier in Erörterung der Gründe einzulassen , warum ich über diesen Punkt der Meinung des Grafen Caylus zugethan bin ( S. dessen Abhandlung über die Perspectiv der Alten im neununddreißigsten Band der Mémoires de Littérature ) , begnüge ich mich zu sagen , daß ich für den Demos des Parrhasius , so wie Aristipp dieses Gemälde beschreibt , weiter nichts verlange , als was man den beiden großen Compositionen eines ältern Malers , des Polygnotus , die an den beiden Hauptwänden der sogenannten Lesche zu Delphi zu sehen waren , und wovon die eine das eroberte Troja und die Abfahrt der Griechen , die andere den Homerischen Ulyß im Hades darstellte , zugestehen muß , wenn man anders so billig seyn will , einem Maler , wie Polygnotus war , zuzutrauen , daß er die ungeheure Menge von Figuren und Gruppen , womit diese großen Schildereien , nach dem ausführlichen Bericht des Pausanias , angefüllt waren , etwas ordentlicher und verständlicher zusammengesetzt haben werde , als dieser geschmacklose inquisitive traveller sie beschreibt . Zwar geht er , mit der mühseligsten Genauigkeit in die kleinsten Details ein , zählt uns alle auf dem ganzen Gemälde vorkommende , beinahe unzähligen Personen , mit dem jedem beigeschriebenen Namen , wie aus einer Musterrolle zu , bemerkt ob sie einen Bart haben oder noch bartlos sind , ob ihre Namen aus dem Homer , oder aus der sogenannten kleinen Ilias eines gewissen Lesches genommen , oder vom Polygnot eigenmächtig erfunden worden , und was dergleichen mehr ist . Ihm ist die kleinste Kleinigkeit dieser Art merkwürdig ; z.B. daß zu den Füßen eines gewissen unbedeutenden Amphiales ein Knabe sitzt , dem kein Name beigeschrieben ist ; daß Meges und Lykomedes , jener eine Wunde am Arm , dieser eine an der Vorhand hat ; daß nach dem Bericht des besagten Dichters Lesches , Meges seine Wunde von einem gewissen Admet , Lykomedes die seinige von Agenorn bekommen ; daß der Maler dem armen Lykomed , ohne von dem Dichter dazu autorisirt zu seyn , noch eine andere Wunde am Schenkel und eine dritte am Kopfe geschlagen u.s.w. Und in tausend solchen einzelnen Beschreibungen und Umständlichkeiten , immer mit beigemischten mikrologisch-philologischen Anmerkungen von diesem Schlage , verwirrt und verliert der gute Mann sich selbst , seine Leser und das Gemälde , wovon die Rede ist , dermaßen , daß er selbst und wir vor lauter Bäumen den Wald nicht sehen können . Alle diese einzelnen Personen und Sachen , die er uns so graphisch als ihm möglich ist verzeichnet , in unserm Kopfe zusammen zu ordnen , und ein Ganzes daraus zu machen