muckeln , dort muckeln , und wenn er dazukam , so schwieg man , ging auseinander . Allerlei Blicken begegnete er , spöttischen , mitleidigen usw. Es dünkte ihn , die Mutter und Vreneli seien nie so freundlich gegen ihn gewesen ; hingegen tat Elisi , als sehe es ihn nicht , und wich ihm absichtlich aus . Er wußte nicht , was das zu bedeuten hatte ; erst am Abend , als er zu Bette ging , fragte er den Buben , der in seinem Stübchen schlief und der sehr an ihm hing , weil er ihn menschlich behandelte , was es gegeben habe hier , es mache alles so wunderliche Gesichter . Er dürfe es ihm fast nicht sagen , sagte der Bube , er wisse übrigens auch nicht , ob es wahr sei . Uli wollte es wissen , und da sagte der Bube , es heiße , ds Elisi hätte einen , und der werde die nächsten Tage kommen , ein gar grusam Reicher und Schöner , und von Uli wolle es nichts mehr wissen . Uli fragte , woher das gekommen sei ? Der Knabe sagte , er wisse es nicht bestimmt , aber es heiße , ds Elisi selbst habe es den Jungfrauen gerühmt und die es weitergesagt . Etwas müsse sein , der Meister mache ein gar bös Gesicht und habe den ganzen Tag der Meisterfrau kein Wort gesagt , auch hätten sie gestern im Bette lange stark miteinander geredet . Das traf Uli hart , er konnte es fast nicht glauben , so schlecht könnte ds Elisi nicht sein , dachte er ; habe es ihm nicht das gesagt , jenes verheißen , und sei es es nicht gewesen , das ihn gesucht , ihn gewollt ? Dann aber fielen ihm dessen Zögerungen auf , dessen Hinhalten , dessen gegenwärtig Betragen . Und doch , dachte er , könnte es ihn nicht so zum Narren halten , das wäre ja schlecht , und schlecht sei doch Elisi nicht , wenn es auch nicht das Listigste sei . Ob das wohl der Lohn seiner Redlichkeit , seiner Aufmerksamkeit sein solle , dachte er . Mehrere tausend Pfund habe er dem Meister genützt und zum Dank jetzt endlich Spott und Hohn . Alle Leute hätten von der Sache geredet ; wenn es jetzt anders komme , so lächerete es alle und er dürfe sich nirgends mehr zeigen . Was sollte dann aus ihm werden ? Alle seine Träume fielen stückweise auseinander während der langen Nacht . So , dachte er , darf man mir mitspielen , weil ich nur ein Knecht bin , immer und ewig nur Knecht . Es ist , als ob ein Fluch auf dem Worte läge , und ein Lümmel ist , wer etwas anderes will und versucht , sich aufzuschwingen . Ja , mein Meister konnte schön predigen , aber das war eine Speispredigt in seinen Sack . Er wollte einen guten Knecht . Was habe nun ich davon , daß ich einer geworden ? Spott , Hohn , ein weites Nachsehn und eine lange Nase . Und doch dünkte es ihn dann wieder , so könne es eigentlich nicht sein , die ganze Geschichte werde wohl ein leer Gerede sein , ein Spuk , wie ihn Jungfrauen oft anstellen . Das nahm er sich vor : morgen wolle er wissen , woran er sei ; könne er es nicht von Elisi vernehmen , so gehe er geradewegs zur Meisterfrau und frage die ; so darinhangen wolle er nicht länger , und sei die Sache so , wie die Leute sagen , so packe er auf und bleibe keine Stunde länger . Am Morgen konnte er lange des Elisi nicht habhaft werden , obgleich er , während alle Andern aufs Feld gingen , zu Hause blieb , grasete , dängelete usw. Endlich sah er es im Garten , auffallend geputzt , sich dort schöne Blumen aussuchend . Er zauderte nicht lange und stund vor Elisi , ehe dasselbe sich dessen versah . » Warum fliehst du mich immer ? « fragte er , » was soll das bedeuten ? « » Ho , nüt « , sagte Elisi . » Aber warum bist du so gegen mich und gibst mir kein freundlich Wort ? « » Hab ich denn nicht mehr das Recht , zu sein , wie ich will ; Und wenn ich so sein will , so geht es dich nichts an . « » So , ist das so gemeint ? « fragte Uli . » Dann wird es wohl wahr sein , daß du einen Andern hast ? « » Und wenn ich einen hätte , was ginge es dich an ? Ich bekümmere mich ja auch nicht darum , was du seither mit Vreni gemacht hast . « » Das dürfen alle Leute wissen , « sagte Uli . » Aber ich möchte wissen , ob du ein so schlechtes Mönsch seiest , einen Andern zu nehmen , während du mir versprochen hast . « » Herr Yses , Herr Yses , jetzt sagt mir noch der Uflat Mönsch , « heulte ds Elisi . » Du Knecht du , willst du mich jetzt rüeyig lassen , oder ich rufe Vater und Mutter . « » Ruf wem du willst , « sagte Uli , » aber die schlechteste Person bist du , welche die Erde trägt , nicht wert , daß dich die Sonne anscheint , wenn es wahr ist , was die Leute sagen . Aber gell , Elisi , es ist nicht ? « » Warum sollte es nicht sein ? « sagte Elisi . » Wenn ich einen Reichern und Vornehmern haben kann , warum sollte ich dann dich nehmen ? Das wäre ja dumm . Aber tue nicht so wüst , ich will dir dann z ' best reden und Meiner muß dich in seine Handlig nehmen , da kannst du ungwerchet reich werden . « Wie Elisi dies