, als wenn er auf einem Schlitten säße am stotzigen Berge , an dessen Fuß das Höllentor ist ; oben gibt ihm der Teufel einen Mupf , und stötzlige , hü , trärerä ! gehts dem schwarzen Loche zu . Wie Viele aber sie treiben , diese Aufweiserei , die sind des Teufels Diener , und wie die Metzgerbuben und Metzgerhunde den Metzgern Kälber , treiben sie dem Teufel Seelen zu . Bedenken dies dann die nie , welche niemand von sich lassen , es sei denn , sie hätten sie aufgewiesen gegen die , durch deren Hand sie Gott regieren will ? Wenn jemand unversehens der Kopf aufschwillt zu einem unförmlichen Klotze , groß wie ein Mäß wird , so heißt es , man sei in einen bösen Luft gekommen oder sei uf enes Unghür trappet . O Mensch , bedenk , wenn du ein klein Ärgernis hast und jemand bläst es dir auf , daß es dir Kopf und Herz zersprengen will , daß es dir vorkömmt , es habe die Seele nicht mehr Weite in der Haut , bedenk , o Mensch , das ist der wahre böse Luft , und dem Teufel selbst bist du auf den Stiel getrappet , und seine giftigen Klauen hat er in dein Herz geschlagen ! Mach , daß du los wirst , salbe dich mit Demut und waffne dich mit Sanftmut , strecke den Schild des Glaubens vor dich und rufe : » Gang furt , Tüfel , ih wott nüt vo dr ! « Schwer ist dieses freilich , denn wenn der Mensch mißstimmt ist , gereizt ist , so macht ers nicht wie ein Doktor , der den Mißklang zu lösen , den Reiz aufzuheben sich müht , sondern eine eigene Verkehrtheit macht es ihm zur Lust , den Reiz zu steigern , die Mißstimmung immer mächtiger zu machen , und dieser Verkehrtheit läßt er freien Lauf und sinnet nicht , was sie ist , wohin sie treibt . Wir haben ein gutes Wort dafür : abbrechen müssen wir ; wer ihm selber nit abbrechen kann , ist e arme Tropf , sagt man . Abbrechen ohne Gnade muß man solche Stimmungen , abgebrochene Pflanzen haben keinen Wachstum mehr , sie verdorren . Nun brach Anne Mareili niemand ab , es selbst vermochte es auch nicht , und was der Vater begonnen , setzte die Mutter fort . Sie hatte sich gefreut , die Sache werde richtig gemacht werden , hatte auf einen guten Tochtermann gehofft , der zuweilen ihr krame ein Pfundlein Kaffee , zu dem sie ziehen könne , wenns mit Ihrem fertiggemacht hätte . Nun war die Sache noch in hängenden Rechten und in Zweifel gestellt , das ärgerte sie sehr . Ihr Alter sei der uvrschantist Hung , was gebe , sagte sie , und gheusche heig er wien e Narr , aber das düech si an ihm nichts anders , von wegen , er sei so , sei immer so gewesen und werde immer so bleiben . Aber von diesen düeche es sie wüst , und sie könne es ihnen nicht verzeihen , daß sie werweisen wollten und abraten . Es müsse doch nicht alles mit ihnen sein , und wenn dr Jung es auch nur ein Augvoll lieb hätte , so würde er anders angesetzt und seinem Alten wüst gesagt haben , bis es gegangen wäre , wie ihrer Buben auch gemacht hätten . Sie hulf es ihnen zeigen , daß man sich nicht zum Besten halten ließe , und wenn er jetzt auch mit gutem Bescheid käme , so müßte er lange nicht wissen , ob man wolle oder nicht . » O Jere , sie müssen nicht meinen , daß hier nicht auch Leute seien , die selber zu essen haben und wissen , was der Brauch ist , o Jere ! Ein Reicher wärs u guet Sach könntist ha , aber die müesse de notti wisse , we me da ungeruche in ihre Wildnuß chunt , me nit chunt für sih la z ' regiere u z ' kujiniere , das cha me hie unger o ha , sondere für guet Händel z ' ha und se z ' brichte , was o unger rechte Lüte dr Bruch ist , u drnah z ' fahre u se dra z ' gwenne . « Solche Reden umsurreten Anne Mareili , und wenn schon zuweilen ein Gedanke ihm kam , daß was man zu Liebiwyl gesagt , nicht so ungegründet sei , so faßte der nicht Fuß . Es düechte ihns , alle Leute sehen ihm an , daß es auf der Gschaui gewesen , und möchten es ihm gönnen , daß es unverrichtet heimgekommen . Es nahm sich vor , am Freitag , wenn Resli komme , recht kohl und kalt zu sein , sich lange nicht zu zeigen , und wenn er komme mit dem besten Bescheid , so wolle es ihn anhalten lassen bis gnueg , damit er für alle Zeit wisse , wie man mit ihm umgehen müßte ; von wegen , wie man sie gewöhne , so hätte man sie . Zu dem kam noch das , daß Kellerjoggi sich wieder zeigte , und dringlicher und nachgiebiger als nie . Wahrscheinlich hatte er Wind von dem , was unterhänds war , möglich auch noch andere Gründe zur Ehe , kurz eines Abends kam er dahergetrappet . Er tat , als ob nichts vorgefallen wäre , setzte sich aufs Bänklein vor der Küche , frug nach dem Ätti und brichtete unterdessen der Mutter von seinem Reichtum und seinen Vorhaben . Und als der Vater endlich kam , lauernd und es dick tragend hinter den Ohren , sagte Kellerjoggi unbefangen : Es hätte da neuis gä , aber jetzt syg er drübercho und heyg gseh , wies syg , und darum komme er wieder und wolle sehen , wie es stehe zwischen ihnen . Man habe so allerlei brichtet übers Meitschi vo dr Brunst nache . Er hätte