Waffengewande . Der Herzog ritt zu allen Plätzen , und sah , wie die Männer von ihren Führern geübt und belehrt wurden , und wie die Krieger und die Hilfsarbeiter die Geräte und die Wehren richteten . Er belobte sie , ordnete noch manches an , und beriet sich mit den Kriegsherren . Die Männer auf den Zinnen hatten zuversichtliche Angesichter , und taten willig die Arbeit . Als die Schau beendigt war , ritten der Herzog und die Herzogin wieder in ihren Hof . In dieser Zeit kamen fortan auch Wägen mit Lebensbedürfnissen in die Stadt , es kamen Boten und Kundschafter , und wurden wieder fort gesendet . Es kamen noch manche Krieger , welche sich von dem Berge Wysoka aus zerstreut hatten , und nun wieder die Ihrigen suchten . Es kamen auch neue Krieger , welche bei der Verteidigung der Stadt helfen wollten . Noch immer verließen Menschen die Burgflecken , und zogen in weite Entfernungen , andere aber kamen von den Feldern herein , und suchten Schutz in den Häusern . Witiko brachte seine meiste Zeit bei den Waldleuten zu . Er unterrichtete und übte die , welche ihm untergeben waren , in allem Notwendigen , und sie suchten es zu erlernen . Eine andere Zeit wendete er dazu an , daß er die genaue Einsicht gewinne , was seine Führerschaft verlange , und wie die Verteidigung werde geführt werden . Er ging zu den älteren Führern um Rat , und sie erteilten ihn gerne , besonders Lubomir , der es öfter so einrichtete , daß Witiko zusehen konnte , wenn die Daudlebkrieger ihre Übungen machten . Der alte Bolemil gab manche gute Weisung . Auch zu den jüngeren Rittern ging Witiko öfter , und sie gingen zu ihm . Mehrere Male war er in dem Geleite des Herzoges , wenn dieser seine Umritte machte . Er besuchte die Kranken und Verwundeten , und war gerne bei Welislaw , der in einem Gemache der Hofburg war , und dort auf einem weichen Gesiedel saß oder lag , oder auch an ein Fenster ging , um , so weit er konnte , zu sehen , welche Einrichtungen man treffe , von denen er auch stets Erzählungen verlangte . Seine Verwundung ging schneller Genesung entgegen . In seiner Wohnung hatte es Witiko so , daß Raimund die Pflege derselben und die Wartung der Pferde besorgte , Jakob aber alles Auswärtige tat , weil er dazu geschickter war . Wenn seine Leute ihre Arbeiten verrichtet hatten , waren sie müßig , und so standen nun die Männer des Waldes oft in ihren groben Röcken und schweren Stiefeln auf den Mauern der Stadt , und blickten auf das , was sie sehen konnten , besonders der Schmied in seiner grauen Filzhaube , dem grauen Rocke und den grauen Beinbekleidungen und den nägelbeschlagenen Stiefeln . Um seine Schulter hing die Keule , mit welcher er den Sohn Nacerats erworfen hatte . Seinem Neffen Urban war ein grobleinenes Tuch über die Wunde gebunden , und so auch Christ Severin dem Wollenweber . Tom Johannes den Fiedler , David den Zimmerer und Veit Gregor hatten sie bei den guten Frauen des heiligen Georg zur Pflege untergebracht . Die Männer sahen nun da auf die lange Brücke der Moldau hinunter , auf die vielen Häuser der beiden Burgflecken , auf die Berge an dem Wasser , oder auf die Felder außer den Häusern . Dann blickten sie ganz nahe hinab auf die Kleider , welche die Leute hier trugen , auf die Pferde , wenn Reiter vorüber zogen , oder gar ein Wagen ging , und zeigten sich die Fügungen der Steine oder des Holzes , woraus die Häuser gebaut waren . Sie saßen auch sehr gerne auf vielerlei Gegenständen in dem Kreise herum , und erzählten sich von den Dingen , die sie durch zahlreiche Leute auf vieles Fragen hier erfahren hatten . Da stand auf einem Felsen an der Moldau , ehe ihre Wasser nach Prag kommen , die Burg Wysehrad . Als noch der anfängliche Wald alle diese Berge an der Moldau bedeckte , ist sie gebaut worden , lange , bevor der Held Zaboy lebte und der Sänger Lumir . Und dann ist Krok gekommen , und hat auf der heiligen Burg seinen goldenen Sitz gehabt . Dann ist Libusa gewesen , die unter allen Schwestern sein liebstes Kind gewesen ist , und sie hat den Ackersmann Premysl geheiratet , und sie hat den ersten Holzblock zu der Burg Prag aushauen lassen . Und von ihr ist ein zahlreiches Geschlecht gekommen , und sie haben über die Völker gewaltet . Einer hat sich taufen lassen , da Christus geboren worden ist , und den heiligen Glauben in die Welt gebracht hat . Er hat der Herzog Boriwoy geheißen . Sein Enkel ist der heilige Wenzel gewesen , und seine Hausfrau die heilige Ludmila . Er hat die erste Kirche in Böhmen gebaut , in seiner Burg Hradec . Dann hat er sogleich die Kirche der heiligen Jungfrau Maria in der Burg Prag gebaut . In dieser Kirche hat der Herzog Wratislaw das Abschneiden der Haare seines Sohnes , des heiligen Wenzel , gefeiert , und sie bringt bis heute Heil allen Gläubigen . Dann steht die hohe Kirche des heiligen Veit da . Sie ist mit Mühseligkeiten gebaut worden . Der heilige Wenzel hat sie gebaut , und der Bischof von Regensburg , Tuto , hat es ihm erlaubt . Und dann ist der Bischof Tuto gestorben , und , der nach ihm gekommen ist , der Bischof Michael , hat sie geweiht . Sie hat von Gold und Silber gestrahlt , und war voll von Pracht . Und da sie zu klein war , hat sie der Herzog Spitihnew wieder niedergerissen , und weit größer gebaut , und dann ist sie verbrannt , und ist abermals wieder aufgebaut worden , und dann hat ein Blitzschlag den Turm zerstört , und der Turm ist wieder errichtet worden . Die