den Weg zurück , mit parallel gestellten Füßen und gewölbten Schenkeln , so daß die Hosen prall anlagen . Es war etwas Neuartiges in seinem Gang , etwas Schleichendes , das an Slim erinnerte . Und nun sah ich ihm gleichsam von hinten her sein Gesicht an , es war bärtig , aber hinter dem Bart hatten sich lange strähnige Falten gebildet . Es war das Gesicht , wie es rasch lebende , gespannte , hysterische Rassen besitzen . In der Tat , er hatte jetzt einige Ähnlichkeit mit Slim . XXX Als ich über mehrere Kanäle gesprungen war , von einem Fußhalt mich zum anderen schwingend , stand ich seitlich links vom herabrauschenden Wasservorhange vor der großen Spaltklippe , die ich suchte . Ich mußte hinter sie treten , weil vornean das Wasser in einer Art Rückstoß an ihrem Fuße emporschäumte ; dahinter aber war es still und seicht und drehte langsam einige weiße Flocken im Kreise . Hier turnte ich mich noch ein Stück in die Höhe und griff mit der Rechten in den Spalt - nichts war zu spüren . Ich schob den Kopf in Spalthöhe - sie war weg . Die Büchse war weg . Slims Büchse war weg . Oh , ohoh ! Das Wasser ging rund in elipsenförmiger Strömung . In der Mitte ragten zwei niedrige Klippen auf , zwischen denen ein gekenterter Balken stak . Ich konnte mich nicht entsinnen , die Klippen bereits bei meinem ersten Besuche entdeckt zu haben ; aber während ich das Lokale instinktiv nach den Indizien des Büchsendiebes besichtigte , erregte gerade diese Veränderung meine Aufmerksamkeit . Die Klippen waren unregelmäßige Pyramiden , mit zehn bis zwanzig Zentimeter die Wasserfläche überragend . An der höheren der beiden waren deutlich zwei Feuchtigkeitsschichten abgesetzt . Das Wasser mochte also seit den letzten drei Tagen im Abschwellen begriffen sein , irgendwo am Oberlauf war eine natürliche Schleuse entstanden und der Wasserstand nahm darum an diesem Platze ab . Als ich die Umgebung auf diese Beobachtung hin noch einmal musterte , schien sie sich überhaupt verändert zu haben . Der breite schleimige Wasservorhang zeigte Trennungen , er war schmächtiger geworden und hatte sich stellenweise zu Tropfen und langen Zacken zersetzt . Kein Zweifel , das Wasser war weniger geworden . Und jetzt wurde es auch erklärlich , warum dort zwischen den Klippen ein Stück ausgehöhlten Balkens , ein Getrümmer unseres einstmaligen Bootes , feststak . Der Wirbel , der nicht mehr genug Nahrung erhielt , war in seiner Kraft eingegangen und hatte die mitgeführten fremden Bestandteile an ihren Auftrieb zurückgeben müssen . Die Holzstücke kamen an die Oberfläche und trieben seitab . Die Holzstücke ! Der Eingang in die Höhle hinter dem Wasserfall war leichter denn je . Nach einigen taktischen Flankenbewegungen hatte ich die stärkste Zone der Sprühregen hinterm Rücken . Durch den feinen Nebel hindurch flossen die zarten Säulen eines Spektrums und überzogen die Objekte , die sie streiften , mit einer Schicht in der Art bunten Schimmels . Ich bückte mich , um das eine , das gleich vorne beim Eintritt mein Interesse festhielt , anzusehen . Es war ein gut erhaltenes Ruder , wie es Indianer schnitzen . Um allen Zweifel zu beseitigen , sah ich an der Stange hinauf ; dicht vor dem kreuzartigen Endknauf bestand die Struktur aus drei charakteristisch parallelen Schlangenlinien . Diese Laune der Faserung heimelte mich an . Ich hielt ein bekanntes Stück in Händen . Kaum war ich zu diesem Schlusse gelangt , war ich reif für die Entdeckung einiger anderer nicht mehr ganz geheurer Dinge . Hier war sozusagen ein Bündel Ruder abgeworfen worden , sie lagen , ihrer Stücke drei , wie ich jetzt erst nach der Aufnahme des obersten sah , mit ihren Mittelpunkten sternförmig übereinander . Es war ein merkwürdiges Spiel des Wassers , das sie in dieser Lage ans Feste geschwemmt hatte und ich ziehe daraus den Schluß von einer Art Anziehungskraft des Holzes , vielleicht des feuchten Holzes . Es war die komplette Garnitur eines kleinen Bootes , zwei Ruder und ein Steuerruder ; sie waren schwer und mit Wasser vollgesogen . Im übrigen schien die Stelle , wo sie wahrscheinlich eine Zeitlang im Wirbel rotierten , sehr tief und klippenlos gewesen zu sein , denn die Ruder waren intakt , bis auf das etwas längere Steuerruder , dessen eine Kante eine zahnige Scharte aufwies . Wenn man nun bedachte , daß diese Gegenstände bei ihrem Fall nicht zerschmettert wurden , weil sie im Wasser auf keinen harten Widerstand trafen , konnte man Hoffnung hegen , daß auch der Körper eines Menschen keinen Schaden genommen haben mußte . Unbegreiflich war es , warum sonst auch nicht ein Span von dem infolge seiner Größe zerspellten Boote hier gestrandet war . Die Ruder lagen ganz allein in ihrer friedlichen Formation am Grunde einer Senkung des rissigen Felsenbodens . Aber dort lag ja , wie ich in dem grünlichen Scheine , der trotz der Lücken des Wasservorhanges die Höhle umflorte , erkennen konnte , ein Etwas , dessen Form mir im ersten Augenblicke undefinierbar schien . Es war ein grauer Sack und lag auf einem Terrain , das wir schon beim ersten Besuche der Höhle betreten haben mußten . Während die Ruder dort lagen , wo früher Wasser gestanden hatte , schien hier das Wasser niemals hergedrungen zu sein . Der Sack lag nahe am Grunde der schiefwandigen Höhle . Aber ein Umstand sprach doch dafür , daß in der Zeit zwischen dem ersten Besuch und meinem heutigen hier Wasser eingedrungen und wieder zurückgetreten war . Denn ein pestilenzartiger Brodem stieg von dem mit allerlei Stagnationsresten überzogenen Felsenboden auf . Ja , der Geruch war diesmal stärker , als ich ihn das erstemal hatte beobachten können . Es lagen also alle Anzeichen dafür vor , daß der Wasserfall und die Wassermenge stieg und fiel , sei es nach innewohnenden Gravitationsgesetzen , sei es aus rein äußerlichen Gründen , Niederschlägen , Dammbrüchen größerer Becken oder dergleichen . Gewiß war dadurch