stritten ; in engerer Bedeutung des Wortes wurden vorzüglich die Pankratiasten , d.i. die Ringer und die Fechter mit dem Kampfhandschuh ( cestus ) , Athleten genannt . W. 29 S. oben Athleten . 30 Die Pythischen , wurden alle 5 Jahre dem Apollon , - die zu Nemea , die Nemeischen , alle 2 Jahre dem Jupiter , - die zu Korinth , die Isthmischen , alle 2 Jahre dem Poseidon zu Ehren gefeiert . 31 S. die folgende Anmerkung . 32 Die Hellenen oder eigentlich sogenannten Griechen erkannten den Deukalion ( einen Thessalischen Fürsten , der ungefähr 1500 Jahre vor der christlichen Zeitrechnung gelebt haben soll ) oder , genauer zu reden , seinen Sohn Hellen ( von welchem sie ihren allgemeinen Namen führten ) für ihren gemeinsamen Stammvater . Hellens Söhne , Dorus und Aeolus , und Ion , sein Enkel , gaben ihren Namen den drei Hauptästen in welche die ältesten Hellenen sich theilten , und deren jeder in der Folge sich wieder in mancherlei Zweige verbreitete . Dorus bemächtigte sich ( alten Sagen nach ) der am Fuße des Parnassus liegenden kleinen Landschaft Doris ; Aeolus und seine Nachkommen ließen sich in Elis , Arkadien und andern Gegenden der Halbinsel , die in der Folge den Namen Peloponnesus bekam , nieder ; und nach Ion führten die Bewohner von Attika den Namen Ionier , der sich nach Verlauf mehrerer Jahrhunderte in den berühmtern der Athenäer ( oder Athener ) verlor . Diese drei Hellenischen Stämme gaben , als sie sich in der Folge auch an der westlichen Küste von Asien anbaueten , den Provinzen Aeolis , Ionia und Doris , so wie den drei Hauptdialekten der Griechischen Sprache , ihren Namen . Das Gewisseste von allem diesem ist , daß in den Zeiten , wo die Geschichte der Griechen aufhört ein verworrenes und undurchdringliches Gestrüppe von Mährchen und widersprechenden Volks- und Stammsagen zu seyn , die ganze Hellas theils aus Dorischen theils aus Ionischen Völkern und Städten bestand ; daß unter jenen Lacedämon , unter diesen Athen als die ersten an Macht und Ansehen , gewöhnlich diejenigen waren , an welche sich die übrigen , freiwillig oder gezwungen , anschlossen ; und daß zwischen diesen beiden Hauptstämmen von jeher in Naturanlagen , Cultur , Mundart , Sitten und politischer Verfassung eine so auffallende Ungleichheit und eine so entschiedene Antipathie geherrscht hatte , daß sie höchst wahrscheinlicher Weise , ohne die wohlthätige Gegenwirkung der ihnen eigenen National-Institute , einander selbst lange vorher aufgerieben haben würden , ehe sie die hohe Stufe von Cultur erreicht hätten , wodurch sie , sogar nachdem sie selbst eine Nation zu seyn aufgehört haben , die Gesetzgeber , Lehrer und Bildner aller übrigen geworden sind . W. 33 Ehärephon war ein vertrauter Freund des Sokrates . Daß er das Orakel Apollons zu Delphi wegen des Sokrates Weisheit befragte , berichten Platon und Xenophon in ihren Vertheidigungsschriften des Sokrates . In dem gegebenen Orakel hätte wohl durch die Pythia - die das Orakel aussprechende Priesterin - Ehärephon selbst sprechen können ; hat sie aber nur so negativ und vergleichungsweise gesprochen wie bei Platon und Xenophon , so war sie vollkommen sicher , niemals der Bestechlichkeit beschuldigt werden zu können . Und mir ist glaublicher , daß sie ihr Orakel eben so , wie jene sagen , und nicht wie es anderwärts angeführt wird , ausgesprochen habe . 34 Diesen Sohn von des Sokrates altem Freunde Kriton lernt man am besten aus Xenophons Gastmahl kennen . 35 Der in jüngeren Jahren des Sokrates Umgang gesucht hatte , wurde nachher ausschweifend , und hatte mit Alcibiades nur das gleiche Streben und die schlimmen Eigenschaften , nicht aber die guten gemein . Mit hoher Einbildung auf Abkunft , Reichthum und Macht verband er Habsucht und Grausamkeit , die er als einer der von dem Spartanischen Feldherrn Lysander aufgedrungenen Dreißig-Männer so sehr bewies , daß es zwischen ihm und Sokrates zum offenen Bruche kam . 36 Die Einwohner dieser , zu der Gruppe der Eykladen im Aegeischen Meere gehörigen , Insel hatten mit den Athenern gerechten Krieg . Als sie sich endlich ergeben mußten , hieben die Athener fast alle junge Mannschaft nieder und verkauften Weiber und Kinder . Thuc . 5 , 116 . 37 Burg , Citadelle . 5. Brief . 38 Die Rennbahn , wo öffentliches Pferd- und Wagenrennen gehalten wurde . W. 39 Oeffentliche Plätze zu Leibesübungen , im Ringen , Werfen u.s.w. 40 Beschreibung - des Jupiter von Phidias - Mit dem , was Wieland hierüber sagt , hat der , welcher die genaueste Belehrung wünscht , zu vergleichen die beiden Schriften über den Tempel und die Bildsäule des Jupiters zu Olympia , von Völkel ( Leipz . 1794 ) u. Siebenkees ( Nürnb . 1795 ) , dann aber vorzüglich Böttiger in den Andeutungen S. 93. fgg . , und noch weit mehr in der Kunst-Mythologie S. 52. fgg . Wir werden noch einmal darauf zurückkommen bei Wielands Abhandlung über die Ideale der Alten . 41 Der Wolkensammelnde - Beiwort des Zeus bei Hommer . 42 Anspielung auf eine allgemein bekannte Stelle im ersten Buche der Ilias , und auf die Sage , daß diese Stelle durch eine plötzliche Begeisterung das Ideal erzeugt habe , nach welchem Phidias seinen Olympischen Jupiter gearbeitet habe . 6. Brief . 43 ( Gähnaffen , Maulaufsperrer ) . - Voß übersetzt : Gaffener - Ein Spottname , welchen Aristophanes den Athenern gibt , um die sinn : und zwecklose Neugier , Leichtgläubigkeit und Unbesonnenheit , die zu den Hauptzügen ihres Volkscharakters gehörten , mit einem angemess ' nen Worte ( das von dem dummen Schnabelaufsperren der Gänse und der jungen Vögel , wenn sie von den Alten geätzt werden , hergenommen ist ) zu bezeichnen . W. 44 Alles , was Aristipp in dieser und andern Stellen seiner Briefe von dem Aeußerlichen des Sokrates sagt , stimmt sowohl mit der Idee , die man sich aus verschiedenen Stellen im Xenophon und Plato von ihm