, man kann beid Weg sagen . Endlich hatten sie den Gurnigel im Rücken und die Mutter meinte : Sie wollte , ihr Herz wäre so leicht wie ihr Geldseckel ! » Joggeli wird luegen , wenn er sieht , wie er die Auszehrig hat . Doch das macht mir wenig , wenn ihm nur das Andere recht ist . Und was wird Uli sagen ? Es macht mir ein rechter Kummer , heimzugehen . « » Mir nicht « , sagte ds Elisi . » Was wird der Vater sagen ? Er wird brummen und räsonieren und wird mich machen lassen . Und was frage ich Uli nach ? Er ist nume dr Knecht ( die Mutter wußte aber nicht , was Elisi und Uli alles verhandelt hatten und wie sie eigentlich zusammen stunden , sondern bloß , daß sie einander süße Augen machten ) . Er ist e Göhl gsi , daß er gmeint het , er überchömi e Buretochter , we si öppis Bessers wüßti . « Aber Elisis Herz wurde doch schwer . Es kam die Eifersucht und spiegelte ihm nun vor Augen , was sein Baumwollenhändler alles treiben werde , wenn es fort sei . Alle Mägde , alle weiblichen Gäste gingen vor seinen Augen vorüber , und der Gwunder und der Kyb töteten es fast , was er wohl mit allen diesen anfangen und was er ihnen sagen werde . Wenn die Mutter nicht Meister gewesen wäre , es wäre umgekehrt und hätte in irgend einer Verkleidung den Verlobten beargauget . Sie wisse nicht , sagte die Mutter , wie sie es machen wolle , ob sie es dem Vater gleich sagen oder warten wolle , bis er komme . Sie wollte , es wäre vorbei . Am Kummer der Mutter nahm ds Elisi keinen Teil ; es dünkte ihns , es gäbe alles Geld , welches es hätte , wenn es nur wieder im Gurnigel wäre , ja es plärete endlich und sagte : Es stehe es nicht aus , so lang von ihm fort zu sein ! Elisi plärete bis zum Bären , wo die Wirtin gar teilnehmend sich bewies mit Hoffmannstropfen und vielen Fragen . Es besserte Elisi nicht , bis die Mutter sagte , sie müsse doch noch etwas in der Stadt herum . Sie sei lange fort gewesen , und wenn sie nicht auch etwas heimkramete , so ginge es übel . Es gruse ihr freilich , sagte sie , sie hätte Geld gebraucht , es sei eine Schande , sie hätte nicht von weitem an so viel gesinnet . Wenn sie etwa mangle , sagte die Wirtin , so solle sie es nur sagen , es stehe ihr zu Diensten , so viel sie wolle ; sie wisse wohl , wie das gehen könne . Nein , sagte die Bäurin , sövli bös zweg sei sie doch noch nicht . Sie hätte da noch öppis in einem Säckeli für die Not . Sie hätte freilich gemeint , sie wolle es nicht angreifen . Nun wollte ds Elisi auch mit , es wußte wohl warum . Die Mutter wollte erst nur für die Hauptpersonen etwas kramen . Aber wenn sie für dieses gekramet hatte , so dauerte sie jenes , wenn es nichts bekäme , und hatte sie für dieses etwas , so kam ihr ein Drittes in Sinn , und als sie einmal über die Hälfte aus war , so dünkte es sie , es wäre wüst von ihr , wenn sie nicht für alle etwas hätte . Sie möge die mißvergnügten Gesichter nicht sehen , sagte sie , die seien ihr verflümeret zuwider . Sie mußte das Reservesäckeli zur Hand nehmen , mußte Geld daraus nehmen und zwar viel , denn ds Elisi wollte zuletzt auch noch etwas . Es konnte niemand kramen sehen , wenn es nicht den bessern Teil davon bekam . Aber je mehr die Mutter daraus nahm , desto ringer ging es ihr . Äbe so mähr , dachte sie , e kly meh oder e kly minger , es gang jetz alles i eim zue ; es wüß niemer , wie lang es gang , gäb sie wieder vo Hus chömm ! Sie hatten fast nicht Platz in ihrem Chaischen , als sie heimfuhren , und mußten so übel sitzen , daß ds Elisi ein über das andere Mal balgete , die Mutter hätte nicht so viel zu kaufen braucht , man könne . Ja gar nicht sein . Es war ein schöner Abend , als sie heimfuhren . Bei jedem Schritt , den das Roß tat , wohlete es der Mutter . Wenn nur das schießig Züg nicht wäre , sie könnte nicht sagen , wie froh sie wäre , heimzukommen . Solche Betten , wie sie daheim hätten , hätte man doch im Gurnigel nicht , wenn es schon Herrenbetten sein sollten . Wenn sie nicht immer noch den Kittel und das Gloschli auf das Bett getan hätte , sie glaube , sie wäre erfroren und käme nicht lebendig heim . Sie hatte fast nicht Augen genug , nach allem zu sehen , nach jedem Kabisplätz , jedem Flachsplätz , nach den Kirsch , und Apfelbäumen . Alle Augenblicke sagte sie zu Elisi : » Lueg , die fangen schon an , Flachs zu ziehen ; dort sind doch schlechte Bohnen ! « Aber Elisi nahm sich nicht die Mühe , aufzusehen , sondern sagte : » Lueg , wie mein himmelblau Tschöpli abgeschossen ist , ich darf es nicht mehr tragen als bloß so daheim herum . « » Es nimmt mich doch wunder , « sagte die Mutter , » ob sie wohl den Kabis beschüttet haben ? « Dann mußte der Knecht Antwort geben , und auf das Genaueste wurde er über alles examiniert . Je näher sie nach Hause kam , desto mehr tat sie die Augen auf , zu sehen , wie alles stehe , und alle Augenblicke nahm es sie wunder : ob sie