Caroline Marie Elisabeth Daum ) . Sofort nach der Vollendung dieses Grabgewölbes nahm Frau von Labes in dasselbe die sterblichen Überreste ihrer Ehegatten Fredersdorff und von Labes auf , welche sich bisher in einer Gruft unter der Kirche zu Zernikow befunden hatten . Der mit Leder überzogene und mit vergoldeten Füßen und Handhaben versehene Sarg Fredersdorffs , auf dem sich noch die Patrontasche befindet , die derselbe während seines Militärdienstes im Schwerinschen Regiment getragen hat , steht an der rechten Seitenwand , der Sarg des Freiherrn von Labes unmittelbar dahinter . Vier Jahre später gesellte sich zu diesen beiden Särgen ein dritter . Noch nicht zwanzig Jahre alt , war die mehrgenannte Freifrau Amalie Karoline von Arnim , einzige Tochter der verwitweten Frau von Labes , im Januar oder Februar 1781 zu Berlin gestorben und wurde von dort nach Zernikow übergeführt . Ihr Sarg , in dessen Deckel ein kleines Fenster befindlich ist , steht an der Hinterwand des Gewölbes , und noch jetzt liegen auf demselben Kränze und Gedichte , welche letzteren von der Hand der Mutter geschrieben sind . Am 10. März 1810 entschlief Frau von Labes selber und nahm , ihrem letzten Willen gemäß , nach Freud und Leid dieser Welt , ihren letzten Ruheplatz an der Seite derer , die ihr das Teuerste gewesen waren . Auch auf dem Deckel ihres überaus prachtvollen Sarges ist ein kleines Fenster angebracht , durch das man die entseelte Hülle der alten Freifrau erblickt . Auf allen vier Särgen befinden sich die Familienwappen , auf drei derselben auch Name , Geburts- und Todestag . Über fünfzig Jahre vergingen , ehe ein neuer Ankömmling vor der Kirche hielt und Raum in der Familiengruft beanspruchte . Alles , was den Namen Graf Schlitz angenommen hatte , hatte sich auch im Tode noch von Zernikow , dem ursprünglichen Familiengut , geschieden und dem Graf Schlitzschen Mausoleum auf Hohen-Demzin den Vorzug gegeben . Nicht so der älteste Sohn der Tochter der Frau von Labes . Am 16. Februar 1861 öffneten sich die schweren Gittertüren des Fredersdorffschen Erbbegräbnisses noch einmal und der Sarg des Oberstschenk Karl Otto Ludwigs von Arnim wurde neben Mutter und Großmutter beigesetzt . Seine Inschrift lautet : Dubius non impius vixi , Incertus morior , non perturbatus ; Humanum est nescire et errare . Ens entium miserere mei . In Zweifeln hab ' ich gelebt , nicht unfromm , In Ungewißheit sterb ' ich , nicht in Bangen ; Nichtwissen und irren ist Menschenlos . Wesen der Wesen erbarme dich mein . Sein jüngerer Bruder , Achim von Arnim , ist auf dem Familiengut Wiepersdorf bei Dahme begraben . Auch Bettina ( gest . 1859 zu Berlin ) ruht daselbst . Die Ruppiner Schweiz Die Ruppiner Schweiz Die Ruppiner Schweiz Ist ' s norderwärts in Rheinsbergs Näh ' ? Ist ' s süderwärts am Molchowsee ? Ist ' s Rottstiel tief im Grunde kühl ? Ist ' s Kunsterspring , ist ' s Boltenmühl ? Die Schweize werden immer kleiner , und so gibt es nicht bloß mehr eine Märkische , sondern bereits auch eine Ruppiner Schweiz , der es übrigens , wenn man ein freundlich-aufmerksames Auge mitbringt , weder an Schönheit noch an unterscheidenden Zügen fehlt . Sie besitzt beides in ihrem Wasserreichtum . Während Freienwalde dieses Schmuckes beinah völlig entbehrt und Buckow , den großen See zu seinen Füßen abgerechnet , nur zwei kleine Edelsteine von allerdings reinstem Wasser aufweist , sind Fluß und See das eigentliche Lebenselement der Ruppiner Schweiz . Der Fluß ist der Rhin . Er kommt von Rheinsberg ( Rhinsberg ) her , bildet zunächst eine ganze Reihe von Wasserbecken , und gibt erst an der Südspitze des Molchowsees seine Hügelheimat auf , um in das » Schwäbische Meer « dieser Gegenden , in den Ruppiner See einzutreten . Hier streift er , wie sein berühmter hochdeutscher Namensvetter , der Rhein , den Rest seiner schäumenden Jugend ab , und ruhig geworden bis zum Stillstand , windet er sich , von nun an , nur noch durch Lücher und Brücher hin , die den Namen Linum als Mittelpunkt haben . In Poesie geboren , fällt ihm zuguterletzt das Los zu , den Torfkahn auf seinem Rücken zu tragen . Aber wenn dieser , wie nicht bestritten werden soll , zum prosaischen Genossen seiner reiferen Jahre wird , so sind Förstereien und Wassermühlen die Gefährten seiner Jugend , und überall da , wo sein Wasser noch über ein Wehr fällt oder hochaufgeschichtete Bretterbohlen an seinen Ufern liegen , da sind auch die Stätten seiner Schönheit . Jede dieser Stätten , zwischen zwei Seen gelegen , dürfte die Hand nach dem stolzen Namen » Interlaken « ausstrecken , aber im Bewußtsein eigenen Wertes verschmähen sie es mit vornehmen Anklängen zu prunken , und geben sich lieber ohne jegliche Prätension und nur auf sich selber gestellt , als Rottstiel und Pfefferteich , als Boltenmühle und Kunsterspring . Und wie sie selber auf alles klug verzichten , was zur Quelle lästiger Vergleiche nach außen hin werden könnte , so verzichten wir darauf , ihren Preis und Wert untereinander festzustellen . Denn wie unter schönen Schwestern die Streitfrage nie gelöst wird , » wer eigentlich die schönere oder die schönste sei « , weil es heute diese und morgen jene , je nach der Kleidfarbe , die sie tragen , oder nach dem Bande , das zufällig an ihrem Hute flattert , so ist auch hier die Frage nach der größeren Schönheit eine bloße Frage der Beleuchtung , der Stimmung , des zufälligen Schmuckes . Wenn heute Boltenmühle in Malven siegt , so siegt morgen Kunsterspring in roten Ebereschen , und ein helleres oder dunkleres Abendrot , ein schmaleres oder breiteres Band , das der Regenbogen über die Landschaft spannt , entscheidet darüber , ob Rottstiel über Pfefferteich oder Pfefferteich über Rottstiel triumphiert . Auch die » Historie « ist leisen Fußes durch diese Gegenden hingeschritten und erzählt von Kronprinz Fritz und seiner Liebe zum schönen Försterkinde von Binenwalde .