Kopfe ward und es ihr manchmal schien , die Tannen höben die Füße und tanzten Länguus um sie herum . Wenn es nicht so wäre , dachte sie , so würde er es nicht sagen , und alles Mißtrauen schwand . Sie konnte sich nicht sattsam an den Betrachtungen erlaben , wie das doch eine glückliche Badefahrt sei und wie das sich auch hätte treffen müssen , daß ds Elisi so einen hier gefunden , der so reich sei und gerade so gnatürt , daß er ds Elisi absolut haben wolle . In hundert Jahren , meinte sie , hätte das vielleicht sich nie so breicht . Das Zeichen im Kalender wolle sie sich aber merken , in dem sie die Badefahrt angetreten ; das müsse ihr ein vornehmes sein es nehme sie doch wunder , was für eines . Während die Alte ihre Betrachtungen machte , schätzelete der Herr mit der Jungen , wie es dieser auch recht war . Die Zeit verrann auf dem langen Weg , sie wußten nicht wie . Als sie bald heim waren , sagte ds Elisi : Es hülfe aber droben von dem allem , was heute vorgegangen , nichts sagen ; es begehrte nicht , daß die Herren es wüßten , es müßte sonst gar viel ausstehen von ihnen . Möglicherweise dachte ds Elisi , wenns dem einen oder andern auch noch einfiele , mit ihm nach Blumenstein zu fahren , so könnte es immer noch machen , was es wolle . Dem Baumwollenhändler war der Vorschlag auch ganz recht , aber aus andern Gründen . Im Gurnigel könnte manches bekannt sein , was ihm nicht lieb war , und der Neid es leicht vor die unrechten Ohren bringen . Die Mutter meinte , das verstehe sich . Das würde ein schöner Lärm daheim absetzen , wenn Joggeli vernähmte , seine Tochter sei Hochzeiterin im Gurnigel , und er wüßte nichts davon . Und so etwas trag der Luft in einem Tag , man wisse es nicht wie weit , bsunderbar wenn es Leute seien , auf die man öppe luege und die nicht zum Pöbel gehörten . Die Mutter hatte nichts darwider , daß der Baumwollenhändler seine Elise zur guten Nacht noch herzlich küßte und tat , als könne er fast nicht von ihr lassen . Endlich sagte die Mutter , es dünke sie , es sei genug , es sei morgen auch noch ein Tag ; es sei hohe Zeit , wenn man etwas schlafen wolle . Aber trotzdem , daß die gute Mutter endlich im Bette war , konnte sie doch nicht schlafen . Vor allem zog sie den Atem tief herauf , wie wenn es ihr geleichtet hätte auf der Brust , ds Elisi darab gefallen wäre . Dann dachte sie , was Joggeli wohl sagen werde , Diesmal werde es ihm doch wohl recht sein , was sie gemacht , da jetzt ds Elisi dem Knecht entronnen sei . Sie konnte aber auch nicht umhin , an Uli zu denken , was der sagen und machen werde ? Es ist ihm nicht übel gegangen , dachte sie zuletzt , er wird wohl noch etwas finden , das sich besser für ihn schickt als ds Elisi . Dann dachte sie an den Trossel , ließ alle Bettstücke , alle Ziechen , alle Leintücher , die zu diesem Zwecke gemacht bereit lagen , die Musterung passieren , zählte alle Stücke Tuch , die sie noch ganz hatte , auf und sann und sann , ob sie alle hinreichten , den Trossel so zu vervollständigen , daß er für eine reiche Herrenfrau passe . Und endlich gingen ihr noch alle Strangen Garn , gebauchetes und ungebauchetes , die vorrätig waren , an den Augen vorüber , sonderten sich zu dieser und jener Bestimmung , wanderten zu diesem , jenem Weber , je nachdem es Tischzeug oder Bettzeug oder Hemlituch oder Naselümpen geben sollte . Endlich ob dem Rechnen mit den Webern kam der gute Schlaf und ließ die gute Mutter nicht aus den Armen , bis die Sonne hoch am Himmel stund . In wenig Tagen lief der Aufenthalt im Gurnigel zu Ende . Der Baumwollenhändler leuchtete wie ein Siegesheld , bei der Mutter wechselten Sorgen mit mütterlicher Freude . Elisi aber war während der ganzen übrigen Zeit in beständigem Werweisen begriffen , ob es es mit diesem oder jenem Schnauz nicht noch besser gemacht und ob es nicht hätte warten sollen , bis sie fort wären , bis Keiner etwas gesagt , um das Jawort zu geben . Indessen tröstete es sich damit daß im gegebenen Fall noch nichts Schriftliches vorhanden sei , so daß es noch immer machen könne , was es wolle . Diese Bedenken ließen es nicht zum reinen Genusse seines Glückes kommen . Am Tage vor ihrer Abreise ward Elisi nicht müde , allen Leuten zu sagen , morgen früh um sechse reisten sie ab , und dann ging es spazieren nach jedem einsamen Winkel hin . Dann schwebte der Baumwollenhändler hinter ihm drein wie eine Bremse hinter einem Pferde und wollte zärtlich tun im Verborgenen . Aber Elisi fand , der Bysluft gehe kalt , und steuerte wieder der Laube zu . Kaum dort , strich es sich zu einer andern Türe aus wiederum spazieren . Horch , was säuselt hinter ihm drein : ists ein Schnauz , in dem der Wind weht ? Ach nein , es ist der Baumwollenhändler , der Staub ab dem Ermel bläst und dem Elisi nachschießt wie eine hungrige Fliege einem Suppenteller . Da klagt Elisi über den Wetterluft , der ihm gehe durch Mark und Bein , und segelt wiederum der Laube zu . Endlich am Abend , als niemand mit ihm spazieren gehen wollte , als man nur so in allgemeinen Redensarten , die es kaum verstund , sein Weggehen bedauerte , dachte es , Einer sei besser als Keiner , und es kam zu einem zärtlichen Abschied und näherer Abrede in ihrer Kammer oder Stube