recht , wie er sich dazu stelle . Er hörte aufmerksam , was man ihm erzählte , und er seufzte , wenn es recht dick daherkam und die Worte des Schuller ein schlechtes Gepräge trugen . Wer das für Sanftmut hielt , war grob im Irrtum ; der hochwürdige Herr hatte ein zorniges Gemüt und verzieh keine Beleidigung . Jedoch er wußte , daß man dem Feind am meisten schadet , wenn man die günstige Stunde abwartet . Unter den Vertrauten des Pfarrers führte der Hierangl das lauteste Wort . Seit vielen Jahren lebte er in Feindschaft mit dem Schuller ; er hatte einen Prozeß gegen ihn verloren , und in der Wut darüber hatte er gesagt , daß der Schuller seine Zeugen zum Meineid verleitet habe . Deswegen wurde er wegen Beleidigung acht Tage lang eingesperrt und mußte obendrein sehen , daß ihm die achtbaren Männer in der Gemeinde nicht recht gaben . Sie wählten seinen Feind zum Beigeordneten . Seit der Zeit trat er ihm in den Weg , wo er konnte ; und wie der Schuller gegen den Pfarrer anstritt , war der Hierangl von selber auf der geistlichen Seite . Sein Zorn wuchs , weil er nichts ausrichten konnte , und er ließ sich ein paarmal hinreißen , daß er dem Beigeordneten schlechte Dinge nachsagte . Hinterdrein mußte er sie vor dem Bürgermeister abbitten und froh sein , wenn ihn der Schuller nicht wieder verklagte . Jetzt , meinte der Hierangl , wäre die Zeit gekommen , daß man die alte Schuld heimzahlen könnte , und der Pfarrer sollte mit Gericht und Advokaten über den Schuller einrücken . Aber der hochwürdige Herr verwies ihm seine Heftigkeit und sagte , daß er mitnichten so verfahren wolle ; jedoch , wenn der Schuller in seinem schlechten Sinne beharre , werde er auf andere Weise gegen ihn einschreiten und als Seelsorger bedacht sein , daß nicht die Gemeinde zu Schaden käme . Da merkte der Hierangl gut , daß seinem Feinde nichts geschenkt bleibe . Auch andere glaubten das , und der Haberlschneider warnte den Schuller mehr als einmal . » Du sollst di nit a so auslassen , « sagte er , » du kennst insern Pfarrer z ' weni . Hör ' n tuat er alles , und vagessen gar nix , und bal ' st as amal gar it moanst , werst ' as mit Schaden inne wer ' n. « » Der ko mi gar nix macha ; auf den paß ' i scho lang nimma auf . « » Ja , mei Liaba , dös sagst du a so ; aba du derfst it vagessen . Helfer hat er grad ' g ' nua , und schlauch is er aa . « » Dös derf er scho sei . Woaßt , Haberlschneider , daß er mi it mog , dös woaß i guat g ' nua , aba i fürcht eahm it , und seine Helfer scho gar it . « Das sagte der Schuller , weil er tat , was recht war . Aber er mußte bald sehen , daß man nicht Herr ist über alles , was geschieht . Eines Abends , wie er daheim saß , rückte seine Bäuerin mit der Neuigkeit heraus . Die Ursula sei in der Hoffnung vom Hierangl Xaver . Das erste war zuwider genug . Eine Bauerntochter soll mehr auf sich halten wie eine Dienstmagd , aber das zweite machte die Sache schlecht . Wäre es ein anderer gewesen , der hätte geheiratet oder gezahlt , und weil die Ursula sonst ein arbeitsames Weibsbild war , hätte sie wegen dem Kind noch einen jeden heiraten können . Aber der Hierangl hängte ihr Schande an , das war einmal gewiß . Den Jungen hetzte der Alte auf , wenn es das noch brauchte . » Hätt ' st besser aufpaßt ! « schrie der Schuller , » jetzt werst ' sehg ' n wia ' s geht . Der Tropf , der ziagt ins aa no eini ins G ' red . Dem is nix z ' schlecht . Daß du gor it aufpaßt ? Für was bischt denn du d ' Muatta ? « » Do ko ' st leicht aufpassen , wann mi nix denkt . I woaß it , wia sie so dumm g ' wen is ; da , frag s ' selm ! « sagte die Schullerin , weil die Ursula hereinkam . Sie blieb an der Türe stehen und schaute verlegen drein . » Was hat mi denn d ' Muatta g ' sagt ? « fragte der Schuller ; » daß du di mit ' n Hierangl ei ' lassen host ? Is dir der Schlechtest g ' rad recht g ' wen ? Hab i net allmal g ' sagt , ' s luschti sei verbiat i dir net , aba du muaßt wissen , bei wem d ' bist ? « » So schrei do it gar a so ! « wehrte die Schullerin ab ; » du muaßt do auf de Deanstbot ' n an Obacht hamm ! « » Hätt ' s ös z ' erscht an Obacht g ' habt ! Jetzt is scho z ' spat ; de Leut wern si bald g ' nua hör ' n ; hast du no net g ' redt mit eahm ? Hast as eahm du no net g ' sagt ? « » Jo . I ho ' s eahm scho zwissen g ' macht . « » Und was sagt er nacha ? « » Wegschwör ' n will er si ; aber dös ko er durchaus gar it . « » Ja , do werd er di frag ' n , du Lall ' n , du dappige . Geh in Stall außi , sinst schlag i dir ' s Kreuz o , du Herrgottsakrament ! « » Er hat mi ' s Heirat ' n g ' hoaßen . « » De Dumma