doch sein Lebtag nicht weiter von ihm wäre , sagt er . Ds Elisis sieht ihn an , was noch nachkomme ? Er wollte , er hätte es nie gesehen , sagt er . » Ihr seid ein Wüster , « sagt ds Elisi und gibt ihm einen Mupf mit dem Ellbogen . » Ach Gott , was fange ich an , wenn ich fort muß ? Ich schieße mir eine Pistole vor den Kopf ! « » Herr Yses , « sagt ds Elisi , » das wollte ich nicht tun , etwas Dumms so ! « » Wohl , das tue ich , « sagte er , » auf parole d ' honneur . « » So laßt mich gehen , « sagt ds Elisi , » ich will nicht dabei und dann noch etwa schuld sein . « » Ach , « flötete der Baumwollenhändler , » wenn ich hoffen dürfte , « und drückte wieder ; ds Elisi sah ihn wieder an und drückte auch . » Ach , wenn ich hoffen dürfte , « sagte er und drückte . Da drückte ds Elisi nicht , sondern sagte : » Ach , das isch es Gstürm , ih cha mih nüt druf vrstah ! « » Ach , « sagte er , » wenn Ihr Herz redete , Sie würden mich verstehen ! « » Öppis Dumms eso han ih üser Lebelang nie ghört . Mi redt mit dem Mul u nit mit dem Herz . We die o no rede wette , wer wett zletscht lose ? « » Ach , « seufzt er , » Elise , Sie zerreißen grausam mein Herz ! « » Öppis Dumms eso , « sagt ds Elisi . » Nun mag es kosten , was es will , und sollte es das Leben sein , « rief der Baumwollenhändler pathetisch aus , daß die Tanzenden alle auf ihn sahen , » es muß heraus , Sie müssen mich verstehen : Elise , ich liebe Sie , ohne Sie gehe ich dem Teufel zu ; wollen Sie mein sein , mich glücklich machen mit Ihrer Hand , « » Hürate ? « fragte ds Elisi , wieder zärtlich blickend , » ach ganget mr , Dir weyt mih nume für e Narr ha ! « » Ach Gott , nein , es ist mein blutiger Ernst ! « rief der Baumwollenhändler . » Ohne Sie lebe ich nicht mehr bis zur Zurzacher Meß ! « » Dr syt e Wüeste , grad eso z ' cho , « sagte Elisi zärtlich , » und eim so angst z ' mache ; chönnet dr Eui Sach nit o manierlich säge u daß mes o bigryft ? « Das tat nun auch der Baumwollenhändler , und Elisi sagte ihm zu , mit etwas innerlichem Zögern freilich , wenn es an die mit den Schnäuzen dachte , die kein Gleich machen würden , wenn man sie bei einem Bein geradeaus hielte . Indessen dachte es : Hätten sie die Gosche aufgetan und zur rechten Zeit geredet , es geschehe ihnen jetzt gar recht . Es wolle nicht ein Narr sein und jetzt noch länger warten und zuletzt zwischen Stühle und Bänke kommen . Uli blieb weit aus seinem Sinn . Nun war auch der Baumwollenhändler im Himmel , tanzte , wie wenn er über das Stockhorn aus wollte , ließ Champagner kommen und ließ es flott gehen , daß es der Mutter , die sich auch herbeigefunden , angst und bange wurde . Sie begehrte fort und fragte diesen , jenen , was sie schuldig seien , sie wollten fort ; und dabei überschlug sie immer , ob sie wohl Geld genug bei sich hätte , das gebe einen Gunten , von dem wollte sie Joggeli nichts sagen . Aber die gute Frau fragte eine lange Stunde umsonst . Immer hieß es : » Plötzlich , plötzlich ! « Aber niemand stund ihr weiter Rede . Der helle Schweiß stund ihr endlich aus lauter Angst vor der Stirne . Ds Elisi und der Händler taten auch so dumm miteinander , daß sie sich schämte und sich vornahm : diesmal wolle sie dem Meitschi doch die Sache sagen , es möge dann plären oder nicht , das sei ihr gleich . Was werden doch die Leute sagen , dachte sie , und meinen , was ich für eine Mutter sei , daß mein Meitschi angesichts meiner Augen sich so aufführt ! Endlich nach einer grausamen Stunde hieß es , es sei angespannt , abgeschafft , sie können fort . Jetzt dachte sie : sobald sie einmal im Fuhrwerk sitze , wolle sie ihnen das Kapitel lesen , daß es eine Gattig hätte . Aber kaum hatte sie dem Kellner , der das Türchen zumachte , » Dankeigit , lebit wohl « gesagt , als es davonging in sausendem Galopp und immerzu , immerzu , was sie auch rufen mochte , er solle doch hübschli machen , daß sie endlich sagte , das sei ihr ein Donners Sturm , mit dem fahre sie ihr Lebtag nicht mehr . Wie im Hui waren sie in Riggisberg . Dort ward gehalten trotz allem Protestieren der Mutter , sie hätte nichts nötig , es sei ihr nur , wenn sie da , heim wäre . Auf das Verlangen des Herrn wurden sie in eine aparti Stuben geführt , trotz dem Protestieren der Mutter , die meinte , nicht länger , als man bleiben könne , wäre es ihr wöhler in der Gaststube . Vom besten Wein mußte gebracht werden , wenn schon die Mutter sagte : » Herr Yses , noch immer mehr Kosten ! « und : » Wer soll den Wein trinken ? Ich mag nicht , und es scheint mir , die Andern hätten auch genug . « Als er gebracht ward , das Stubenmädchen ihn entsiegelt , mit den Händen aufeinander gefragt hatte : » Ihr werdet heute in Blumenstein gewesen sein ?