in der Fülle des reichsten Mannes dieser Länder und in der Fülle des Lebens hier vor uns gesprochen hat , und jetzt sich mit einem Häufchen Erde begnügt . Nemoy , du bist ein Nachbar Bolemils , und strebst seinen Tugenden nach , und du Ctibor hältst es wie Lubomir , an den du grenzest , du hast deine Leute genommen , und sie zum Schutze des Fürstenstuhles geführt . Casta , du hast immer gesagt , daß du für deine Freunde in den Tod gehen könntest , rufe dein Schicksal nicht , es hätte dir heute bald für mich willfahrt . Pflege deine Wunde , daß ich dir bald einen Gegendienst tun kann . Welislaw , wie kannst du wagen , hieher zu kommen ? Dich haben sie halb tot vom Felde getragen , und nun sitzest du hier , und trotzest deiner Wunde ? Du bist der Genosse meiner Jugend gewesen , willst du mich in meinen Mannesjahren verlassen ? « » Solche Dinge heilen in der Tätigkeit am ehesten « , versetzte Welislaw . » Ich werde dir den Arzt zugeben , der dir nicht mehr von der Seite darf « , sagte der Herzog , » und denke , daß ich nicht Männer brauche , die sich so sinnlos dem Feinde entgegen werfen . « » Dich muß ich auch schmähen , Odolen « , fuhr der Herzog fort , » ich sehe , daß es wahr ist , was deine Feinde sagen , daß du Berge umwerfen möchtest , um zu stürmen . Hast du keine Wunde empfangen ? « » Welislaw , der mir in allem zuwider handelt , hat sie mir weggenommen « , sagte Odolen . » Sezima Wecel Zwest « , sagte der Herzog , » habt meinen Dank , ich weiß , was ihr getan habt . Jurik , du bist immer in der Nähe deines Vaters , du bist in einer guten Schule , aber sie ist nicht ohne Gefahr . Beneda , du hast dir dein Lob verdient . « » Witiko , Rowno , Diet , und ihr andern Männer des Waldes « , fuhr er dann fort , » wie danke ich euch . Ihr habt einen harten Teil bestanden . Bei euch hat man den Versuch gemacht , alles zu gewinnen . Man hat euch abtrennen wollen , wie man einen Tropfen Wasser von der Hand schüttelt ; ihr aber seid gewesen wie das Pech eures Waldes , und seid kleben geblieben . Ich werde doch noch diesen Wald einmal sehen , und euch in ihm wieder danken können . Wer sind die Knaben ? « Osel trat vor , und sprach : » Wenn du die Männer des Waldes Pech heißest , hoher Herr , so sind diese junges Pech . Ich heiße Osel , wohne in Dub im Walde , und bin ihr Vater . Sie haben sich von einer falben Stute drei falbe Pferdlein auferzogen , und in der Sonnenwende habe ich ihnen die Haare beschnitten , daß sie Jünglinge werden , und habe sie jetzt in den Krieg mitgenommen , daß sie gegen den Übermut der Lechen streiten , und lieber einem einzigen dienen lernen , der uns wohl will . Ich habe sie auf diesen Platz geführt , daß sie dich sehen , und es zu Hause erzählen . « » Nenne mir die Namen der Knaben « , sagte der Herzog . Osel antwortete : » Dieser ist Olen der älteste , dann kömmt Dis , der um ein Jahr jünger ist , und dann Os , der wieder um ein Jahr später kam . « » Die zwei jüngsten bluten ja « , sagte der Herzog . » Ein wenig « , entgegnete Osel , » ich habe es schon angesehen , es ist nichts . Sie sind nicht träge gewesen , aber kindisch . Der älteste tut auch das Seine , wenn gleich das Zeichen ausblieb . « » Sorge , daß du auf deine schönen Knaben siehest , Osel « , sagte der Herzog , » damit sie Männer werden . « » Im Walde lernt man früh ein hartes Leben « , antwortete Osel . » Meine Kinder « , entgegnete der Herzog , » ich werde euch schon wieder sehen , und dann müßt ihr mir eure falben Pferdlein zeigen , und in eurem Walde müßt ihr mir eure schönen Bäume zeigen . « » Ja « , antwortete Olen . » Männer , Priester , Prinzen , Lechen , Wladyken , Freunde « , fuhr der Herzog fort , » ermüdet noch nicht . Wir haben der ersten Pflicht genügt , der des Dankes , laßt uns nun auch zu der zweiten gehen , der des Rates , was nun ferner zu tun sei . Die Feinde sind in das Lager gegangen , wir auch , die Feinde sind erschöpft , wir auch , die Feinde haben schwere Verluste gehabt , wir auch , und die unsrigen sind durch den schimpflichen Verrat , der auf lange Zeit dieses Land verdüstern wird , noch größer geworden , als sie sonst gewesen wären , die Zahl der Feinde ist die größere , die der Unsern die kleinere , und sie ist durch den Verrat noch kleiner , die der Feinde größer geworden , die Feinde haben ein böses Gewissen , weil sie zum Verrate gegriffen haben , unser Bewußtsein ist gut , sie kämpfen für Raub und Vorteil , und wählen jedes Mittel des Blutvergießens und der Zerstörung , wir streiten zum Schutze des Landes , und müssen alles sparen , was dem Lande kostbar ist , sie haben die ungünstigere Stellung im Tale , wir die günstigere auf der Höhe : wir können heldenmütig den Kampf wieder aufnehmen , und mit Gott den Sieg erringen , oder ruhmreich erliegen : oder wir können in eine sichrere Stellung gehen , uns verstärken , und dann mit genügender Macht die Entscheidung suchen . Wie weit wir