geworden . Er sah schön aus . Die abgrundtiefe Ruhe lag in seinen bleichgrauen Zügen . Weil ja die Augen fest geschlossen waren . Und doch lag in seinen Augen auch das ganze , freie , sieghafte Lächeln , womit er über den Häuptern in die fernsten Fernen sah , dahin er fortzog . So ist er allen erschienen , ehe man den Sarg über ihm schloß . Man begrub ihn . Viel neugieriges Volk und viele Freunde seiner Kunst standen dabei . Einige redeten trauernde Worte in die Luft über seinem Grabe und rühmten einen Einsamen . Einhart wollte nicht verbrannt , er wollte begraben sein . Er hatte oft gelacht : » Nachdem meine Feuer Flammen geworden , die sich auf die Lippen des unbekannten Gottes setzten , mag meine Erde wieder zu Erde werden . « Und er hatte auch oft in den letzten Jahren das Volkslied schalkisch lächelnd im Munde gehabt : » Wohl unter den Röslein , wohl unter dem Klee , darunter verderb ich nimmermeh ' ! « Man warf ihm Kränze und Erde nach , die auf seinem Sarge polterten . Und aller Augen starrten wie klare Steine vor sich hin . Alle wußten , daß seine Grabschrift also lauten sollte : » Denn jede Träne , die dem Auge entquillt , macht , daß mein Sarg mit Blute sich füllt . Doch jedesmal , wenn du fröhlich bist , mein Sarg voll duftender Rosen ist . «