Schlachten ! Also Colla : seine Worte fachten Höher noch in mir des Kampfes Mut . Wehmutsvoll verging die Nacht ; am Morgen Schimmerte im Stahl der Schlachten ich . - Caibar saß zum Mahl in Lonas Wüste , Als Selamas Waffenklang ihn grüßte ; Seine Führer rief er da zum Krieg . Warum soll ich , Nathos ! dir erzählen Von des Kampfes schwankendem Geschick ? Ach ! Umsonst bedeckt von meinem Schilde , Sank der Vater mir im Schlachtgefilde , Und in heißen Tränen schwamm mein Blick . Treulos zeigte da des Mädchens Busen Caibar mein zerrissenes Gewand ; Freundlich naht er , sprach der Liebe Worte , Führte mich zu meiner Väter Pforte , Aber Trauer meine Stirn umwand . Da erschienst du , Nathos ! meinen Augen , Freundlich wie ein abendlich Gestirn . Caibar schwand vor deines Stahles Sprühen Wie der Nachtgeist vor des Morgens Glühen , Doch es wölbte Trauer deine Stirn ? Meine Seele glänzte in Gefahren , Eh ich dich , du schönes Licht ! gesehn . Aber unsre Segel sind betrogen , Wolken kommen gegen dich gezogen . Und du wirst in ihrer Nacht vergehn . Oskar weilet noch an Selmas Küste ! Oskar schiffe durch das dunkle Meer ! O daß Winde deine Segel schwellten ! Zittern würden dann Temoras Helden , Friede wäre um Darthula her . Wo wird Nathos deinen Frieden finden ? Wo Darthula ! wo ist für dich Ruh ? Geister der Gefallnen ! sprach Darthula : Truthil ! Colla ! Führer von Selama ! Winkt ihr mir aus euren Wolken zu ! Nathos ! Reiche mir das Schwert der Tapfern , Vater ! Ich will deiner würdig sein , In des Stahles Treffen werd ich gehen , Nimmer Caibars düstre Hallen sehen , Nein ! Ihr Geister meiner Liebe ! Nein ! Freude glänzt in Nathos bei den Worten , Die das schöngelockte Mädchen sprach : Caibar , meine Stärke kehret wieder ! Komm mit Tausenden , Erins Gebieter ! Komm zum Kampfe ! Meine Kraft ist wach ! Ja , er kömmt mit Tausenden ! rief Ardan ; Schreckbar tönet ihrer Schwerter Schall . - Laß zehntausend Schwerter sich empören : Usnoth soll von Nathos ' Flucht nicht hören , Ardan : sag ihm , rühmlich war mein Fall . Winde ! Warum brausen eure Flügel ? Wogen ! Warum rauscht ihr so dahin ? Wellen ! Stürme ! Denkt ihr mich zu halten ? Nein , ihr könnt ' s nicht , stürmische Gewalten , Meine Seele läßt mich nicht entfliehn . Wenn des Herbstes Schatten wieder kehren , Mädchen ! Und du bist in Sicherheit , Dann versammle um dich Ethas Schönen , Laß für Nathos deine Harfe tönen , Meinem Ruhme sei dein Lied geweiht . - Nathos blieb gestützt auf seinem Speere ; Schaurig pfiff der Nachtwind um ihn her , Aber bei des Morgens erstem Strahle , Drang er vorwärts mit gezücktem Stahle , Mit dem Führer eilt Darthula her . Komm zum Zweikampf ! ruft er , Fürst Temoras ! Für Selamas Mädchen ! - Caibar spricht : Stolzer , du entflohst mir mit der Schönen , Wähnst du , Caibar kämpft mit Usnoths Söhnen ? Nein , er kämpft mit Unberühmten nicht . In des königlichen Nathos Augen Glänzen Tränen ; und er wendet sich Zu den Brüdern , ihre Speere fliegen Rachedürstend und gewiß zu siegen , Erins Reihn verwirren schwankend sich . Da ergrimmet Caibars finstre Seele , Und er winket , tausend Speere fliehn , Usnoths Söhne sinken wie drei Eichen , Die zur Erde ihre Wipfel neigen , Wenn des Nordens Stürme sie umziehn . Gestern sah sie noch der Wandrer blühen , Ihre stolze Schönheit freute ihn , Heute beugte sie der Sturm der Wüste , Sie , die gestern noch die Sonne grüßte . Sprachlos starret Collas Tochter hin . Höhnend naht ihr Caibar : » Mädchen sahst du Nathos ' Land , in fernes Blau gehüllt ? Oder Fingals dunkelbraune Hügel ? Ha ! Entrannst du auch des Sturmes Flügel , Über Selma hätte meine Schlacht gebrüllt . « Caibar sprach ' s. Da rauscht ein Pfeil , getroffen Sinkt sie , und ihr Schild stürzt vor sie hin . Wie des Schnees Säule sank sie nieder , Über Ethas schlummernden Gebieter Spreiten sich die dunklen Locken hin . Da versammelten die hundert Barden Caibars um Darthulas Grabmal sich , Ihre Harfen rauschten um den Hügel , Und es schwang sich des Gesanges Flügel , Für der Mädchen Erins Schönste ! dich ! Trauer schreitet an Selamas Strömen , Schweigen wohnet in den Hallen nun . Collas Tochter sank zum Schlafe nieder , O wann grüßest du den Morgen wieder ? Schöngelockte ! Wirst du lange ruhn ? Weit entfernet ist dein Morgen , nimmer Stehst du mehr in deiner Schönheit auf ; Ach , die Sonne tritt nicht an dein Bette , Spricht : » Erwach aus deiner Ruhestätte ! Collas schöne Tochter ! Steig herauf ! « Junges Grün entkeimet schon dem Hügel , Frühlingslüfte fliegen drüber her . Sonne , birg in Wolken deinen Schimmer ! Denn sie schläft , der Frauen erste ! Nimmer Kehret sie in ihrer Schönheit mehr . II Don Juan Es ist der Festtag nun erschienen , Geschmücket ist die ganze Stadt . Und die Balkone alle grünen , In Blumen blüht der Fürstin Pfad . Da kommt sie , schön in Gold und Seide Im königlichen Prunkgeschmeide An ihres Neuvermählten Seite . Erstaunet siehet sie die Menge Und preiset ihre Schönheit hoch ! Doch einer , einer im Gedränge Fühlt tiefer ihre Schönheit noch . Er möcht in ihrem Blick vergehen , Da er sie einmal erst gesehen , Und fühlt im Herzen tiefe Wehen . Sein Blick folgt ihr zum Hochzeitstanze Durch all der Tänzer bunte Reih ' n , Erstirbet bald in ihrem Glanze , Lebt auf im milden Augenschein . So wird er seines Schauens Beute , Und