unser Kind und unsere Liebe , “ sagte die junge Frau leise . „ Sieh , da kommt unser Reinhold . Willst Du auch dem Kinde diese schwer umdüsterte Stirn zeigen ? “ Der kleine Reinhold steckte den Kopf zur Thür herein , und als er die Eltern im Zimmer sah , kam er vollends hereingesprungen , so rosig und frisch , so voll Leben und Uebermuth , daß die Düsterheit des Vaters und der Ernst der Mutter nicht Stand halten wollten vor seinem Schmeicheln und Tollen . Ella küßte zärtlich die Stirn ihres Knaben , während Reinhold sie und das Kind an sich zog . Sie hatten ihn doch unlösbar festgehalten , diese Fesseln , die er einst in jugendlicher Verblendung gesprengt und zerrissen hatte , bis er draußen in dem so heißersehnten Leben , unter all den erträumten Schätzen fühlen lernte , daß er doch das Beste daheim gelassen , bis die Sehnsucht nach der Vergangenheit erwachte , und sich mächtig und unwiderstehlich Bahn brach , bis er sich durch Schuld und Todesgrauen das zurückerkämpfen mußte , was er einst selbst von sich gestoßen hatte , sein Weib und sein Kind – und in dem Blicke , mit dem er jetzt auf die Beiden niedersah , stand deutlich und klar das Geständniß , welches die Lippen nicht aussprachen , daß er das so lang ’ und ruhelos gesuchte und immer versagte Glück endlich hier gefunden .