, aber in mir hat dies alles Widerhall , und ich fühle in noch tieferen Tiefen des Geistes Antwort darauf hallen als bloß im Begriff . Ist ' s doch in meiner Seele wie im Donnergebirg , ein Widerhall weckt den andern , und so wird dies Gesagte vom Wahnsinnigen ewig mir in der Seele widerhallen . Günderode , weil Du schreibst , daß Dir mein Denken und Schreiben und Treiben die Seele ausfülle , so will ich nicht aufhören , wie es auch kommen mag , und einst wird sich Dir alles offenbaren , und ich selber werde dann , wie Hölderlin sagt , mich in den Leib des Dichtergottes verwandeln ; denn wenn ich nur Fassungskraft habe ! - Denn gewiß , Feuer hab ich , - aber in meiner Seele ist es so , daß ich ein Schicksal in mir fühle , das ganz nur Rhythmus des Gottes ist , was er vom Bogen schnellt , und ich auch will mich bei der Zäsur , wo er mir ins eigne widerstrebende Urteil mein göttlich Werden gibt , schnell losreißen und in seinem Rhythmus in die Himmel mich schwingen . Denn wie vermöcht ich sonst es ? - Nimmer ! Ich fiel zur Erde wie alles Schicksallose . - Und Du , Günderode , so adelig wie Du bist in Deinen poetischen Schwingungen ! Klirrt da nicht die Sehne des Bogens des Dichtergottes ? Und lässet die Schauer uns fühlen auch in diesen leisen träumentappenden Liedern : Drum laß mich , wie mich der Moment geboren , In ew ' gen Kreisen drehen sich die Horen , Die Sterne wandlen ohne festen Stand . Sagst Du nicht dasselbe hier ? - Klingt nicht so der Widerhall aus der Öde in Hölderlins Seele ? - Ach , ich weiß nicht zu fassen , wie man dies Höchste nicht heilig scheuen sollte , dies Gewaltige , und wenn auch kein Echo in unseren Begriff es übertrage , doch wissen wir , daß der entfesselte Geist über Leiden , die so mit Götterhand ihm auferlegt waren , im Triumph in die Hallen des Lichts sich schwinge , aber wir ! - Wissen wir Ungeprüften , ob je uns Hellung werde ? - Jetzt weiß ich ' s , ich werd ihm noch viel müssen nachgehen , doch genug zwischen uns davon ; eine Erscheinung ist er in meinen Sinnen , und in mein Denken strömt es Licht . - Anhang Gedichte der Günderode I Darthula nach Ossian Nathos schiffet durch den Sturm der Wogen , Ardan , Althos , seine Brüder mit , Caibars , Erins König , Zorn zu meiden , In geheimnisvolle Schatten kleiden Dunkle Wolken ihren fliehnden Schritt . Wer ? o Nathos ! ist an deiner Seite ! Traurig seufzt im Wind ihr braunes Haar , Lieblich ist sie , wie der Geist der Lüfte , Eingehüllt in leichte Nebeldüfte ; Schön vor allen Collas Tochter war . Ach Darthula ! Deine irren Segel Eilen nicht dem wald ' gen Etha zu . Seine Berge heben nicht die Rücken , Und die seeumwogten Küsten bücken Turas Felsen schon dem Meere zu . Wo verweiltet ihr , des Südes Winde ? Schwelltet Nathos ' weiße Segel nicht ? Trugt ihn nicht zum heimatlichen Strande ? Lange blieb er in dem fremden Lande Und der Tag der Rückkehr glänzt ihm nicht . Schön , o König Ethas ! warst du in der Fremde Wie des Morgens Strahl dem Angesicht . Deine Locken , gleich dem Raben , düster , Deine Stimme wie des Schilfs Geflüster , Wenn der Mittagswind sich leise wiegt . Deine Seele glich der Sonne Scheiden , Doch im Kampfe warst du fürchterlich . Brausend wie die ungestümen Wogen , Wenn vom Nord die stürm ' schen Winde zogen , Stürztest du auf Caibars Krieger dich . Auf Selamas grau bemoosten Mauern Sah dich Collas Tochter , und sie sprach : » Warum eilst du so zum Kampf der Speere ! Zahlreich sind des düstern Caibars Heere , Ach ! und meiner Liebe Furcht ist wach . Freuen wollt ich dein mich , deiner Siege , Aber Caibars Liebe läßt mich nicht . « So sprachst du . Jetzt haben dich die Wogen Mädchen ! und die Stürme dich betrogen , Nacht umringt dein schönes Angesicht . Aber schweiget noch ein wenig , Winde ! Überbraust Darthulas Stimme nicht ! Fürst von Etha , sind dies Usnoths Hallen ? Jene Ströme , die von Felsen fallen , Sind es Ethas blaue Ströme nicht ? Hier empöret Erin seine Berge , Ethas Felsenströme brüllen nicht . Dennoch ruh hier an des Ufers Hügel , Denn mein Schwert umgibt wie Blitzes Flügel Dich , du Liebliche , du schönes Licht . Nathos : sagt das braungelockte Mädchen , Niemand hat Darthula außer dich , Denn die Freunde sind mir früh gefallen , Laß um sie noch meine Klage schallen , Hör der Trauer Stimme , höre mich . Abend ward einst , in der Wehmut Schatten Bargen meines Landes Ebnen sich , Über hoher Wälder Wipfel schritten Einzle Lüfte , die aus Wolken glitten , Da umgaben Trauerschatten mich . Die Gestalten meiner Freunde gingen Traurig , Geistern gleich , an mir dahin . Da kam Colla mit gesenktem Schwerte , Seinen Blick geheftet an die Erde , Brennend glühte noch die Schlacht darin . » Collas letzte einz ' ge Hoffnung , « sprach er ; » Braungelocktes Mädchen ! Truthil fiel . Siegreich kehrt dir nicht der Bruder wieder , Zu Selama naht Erins Gebieter , Mit ihm Tausende im Schlachtgewühl . « » Ist des Kampfes Sohn gefallen ? « seufzt ich ! » Hat der lange Schlaf sein Aug verhüllt ? O ! so schütze mich der Jagden Bogen , Glücklich oftmals meine Pfeile flogen , Tödlich für das dunkelbraune Wild . « Freud umstrahlt den Greisen . Ja Darthula ! Deine Seele brennt in Truthils Glut , Geh , ergreif das Schwert vergangner