waren die geblieben ? - Ist das Fexierspiel im Himmel ein schönes Spiel , ei dann nehm ich mir ' s heraus , und meint der liebe Himmel , er hat mich , eh er sich ' s versieht , bin ich ihm entwischt . - Und eine Philosophie schaffe ich mir gegen ihn an , die es ihm wett mache ! Ich bin krank gewesen bloß von der Gottphilosophie , die mir Günderödchen wollte eintrichtern , das regte mir die Galle auf und machte mir so fürchterlich Schwindel , dagegen ist nun nichts gut als ein Kräutchen am Weg gebrochen ! - Oder am nächsten Bach oder auf der Wiese , wo alle Tag die Herde weidet , pflück ich ' s nicht , so frißt ' s der nächste Hammel ab ! - Und damit dreh ich dem Gott den Rücken und fress ' mein Futterkraut , ich kann so nicht in die närrische Art mich finden vom Gastmahl im Evangelium , wo der eine , der kein hochzeitlich Kleid an hatte , zur Tür hinauspromoviert wurde ! Und doch , weil einmal ein paar gute Schelmen etwas Besseres zu tun hatten als bei Tische zu sitzen und zu schlemmen , wird der Herr des Gastmahls aufsässig und ladet die Krüppel und Bettler ein , die kommen zu Scharen herangehinkt und gehockt und getrampelt . Sie hatten die besten Seiten ihrer Lumpen nach außen gehängt , der Herr des Gastmahls war damit zufrieden . Sie räuspern sich , sie husten , sie nießen in die Suppe wie solcher Leute Brauch ; der Herr des Gastmahls läßt es sich gefallen ! - Sie genießen sie , knöpfen sich den Bauch auf , sie schwemmen mit köstlichen Weinen die Bissen hinab ! - Der Herr hat seinen Wohlgefallen daran . Der Weinstrom begräbt unter seiner Woge den gastlichen Anstand . Der Herr des Gastmahls streicht sich den Bart und geht so ganz fidel mit diesen Fleetzen um , aus Trotz gegen die , welche sein Gastmahl nicht wollten annehmen ; der eine hatte einen Acker , der andere einen neuen Backtrog , der dritte eine Frau im Handel . In meinen Lernbüchern aus dem Kloster , wo wir alle Sonntag mußten eine Betrachtung über das Evangelium aufschreiben , was vorgelesen worden war , steht folgende Bemerkung : » Ich bin recht froh , daß die armen Schlucker sind bei dem Herrn zu Tisch gewesen , aber warum konnte er doch so böse sein gegen die , welche lieber ein anderes Geschäft taten , als bei ihm zu Gaste essen , vielleicht weil sie sahen , daß er den zur Tür hinauswarf , der ihm nicht gefiel , wollten sie nichts mehr mit ihm zu schaffen haben ! Ich hätte mich auch gefürchtet , bei einem so strengen Gastgeber zu essen . « - Unsre Reisenacht hat mich ganz glücklich gemacht , obschon sie die Gegend mit ihrem Mantel zudeckte . Außer ein paar Strohhütten , die vor Weinlaub nicht aus den Augen sehen konnten , war nichts am Wege , ein plaudernder Bach , dessen Mundart ich noch nicht verstehe , war unser Begleiter im engen Tal bis ins Schlangenbad hinein , von wo aus ich Dich grüße , in der Hoffnung auf vier bis sechs himmlische Wochen ! - In denen die Muse des Vielschreibens mich umtanzt . - Du hattest mir Gedichte wollen abschreiben , Deine Liebesliedchen ! - Schicke sie mir , damit ich sie entziffern kann . Bettine Liebe Bettine ! Du bist ein närrisches Mädchen , nun bist Du in Deinem letzten Brief wieder lustig , und wir waren grade sehr traurig wegen Dir . Sophie weint oft tagelang , sie glaubt , sie werde mich durch Dich verlieren . Nun waren wir schon entschlossen , in ein paar Tagen nach Trages zu reisen , damit Du sie dort sehen könnest , und nun gehst Du auf einmal ins Schlangenbad . Sophie ist sehr traurig darüber , sie weiß nun gar nicht , wie sie zu Dir gelangen soll , ich bitte Dich , schreibe bald , ob es vielleicht gar nicht möglich ist , dann gehe ich grade nach Marburg , doch ohne Sophie , die auch dahin zieht ; wann , wissen wir noch nicht . Ich bitte Dich herzlich , werde nicht wieder ängstlich , beim Lichte besehen war die Langeweile in Frankfurt viel dran schuld . Arnim ist jetzt in England , wohin ich ihm nicht schreiben kann . Meine Büste erhältst Du in einigen Wochen ; du wirst sie finden , wenn Du von Schlangenbad zurückkehrst , vielleicht besuche ich Dich dort von Marburg aus . Um alles in der Welt willen verliebe Dich in niemand , den ich nicht kenne . Die Männer sind außer mir , Arnim und Wrangel nichts wert und Savigny , der aber einen starken Naturfehler hat , daß er Dich nicht versteht , kann auch noch hinzugezählt werden , der ist aber mehr vortrefflich , als daß er mir ' s wert wäre , folgert sich daraus . Schreibe der lieben Sophie , antworte auf ihren lieben Brief ! - Dein Clemens . - Du fragst nach meinen Liebesliedern , närrisch Kind , nicht alle Seufzer lassen sich in Worten aussprechen , und daß Du sie mit seufzen solltest , - ach nein , das macht mich zu wehmütig , viel lieber lasse Dich mit ihnen anhauchen , an die der Schmelz der Poesie in reinen Kristallen sich anlegt . Von den Mauern Widerklang - Ach ! - Im Herzen frägt es bang : Ist es ihre Stimme ? Und vergebens sucht mein Blick , Kehret mir ein Ton zurück ? Ist ' s nur meine Stimme ? - Auf der Mauer höherm Rand Sind die Blicke hingebannt , Doch ich seh nur Sterne ; Und in hoher Himmelssee Ich die Sterne küssen seh , Wären ' s unsre Sterne ! Nacht ist voller Lug und Trug , Nimmer sehen wir genug In den