und fragte mich aus ... Da sagtest du, ich hätte dir verraten, dass ich deine Eltern, deinen Vater, der Gefängnisswärter in Bielau war, kenne ... Wo würd' ich denn Das sagen? Pfui Papa! Nun! Was sagtest du? Ich sagte: du hättest mir deine Freundschaft angeboten, wie eben ein Alter einem jungen Mädchen seine Freundschaft anbieten kann; du wolltest mir Geschenke machen, aber manchmal müsst' ich wieder mit schlechten Zeiten vorlieb nehmen ... Hoho! Das war schlimm ausgedrückt, wenn auch gut gemeint, Kind! Das heißt doch bei Denen nur, dass ich ein Spitzbube bin, der zuweilen Glück, zuweilen Malheur hat. Was ist es denn auch anders, Papa? lachte die Unverbesserliche. Du wirst mir doch nicht weismachen, dass hinter der ganzen Komödie, die du mir vorschlugst, was anders stecken kann als ... Pascherglück? sagte Murray und schüttelte den Kopf über die Halsstarrigkeit eines Menschen, der einmal nicht glauben will. Nein, mein Kind, sagte er zitternd. Du bleibst hartnäckig in deinem Irrtum und wie oft sagt' ich dir ... Halte nur die Hand da fort! Wie oft sagt' ich dir, als ich deinen Namen auf dem Passbureau hörte, ergriff mich Freude. Ich komme vom Meere und du bist das erste Wesen, das mich an meine vielverworrene Vergangenheit erinnert! Wie weh tat es mir, als ich an den Mienen der Schreiber sah, wie es mit deinem Rufe steht! Ich erkannte die Züge deines Vaters in dir wieder, dieses edlen Menschen, den ein rauer und jammervoller Lebensberuf nicht zum herzlosen Sklaven und tierischen gehorsamen Knechte fremder Willkür gemacht hatte. Er sollte mein Mörder sein und ward mein Lebensretter ... Zu seinem Unglück wohl; denn ich entsinne mich als Kind, dass es ihm schlecht genug ging. Ich glaube Das! Er hatte eine Weisung nicht befolgt, die dahin lautete, mich ohne einen Strick oder ein Messer, ohne einen Tropfen Blut zu ermorden ... Die Maler-Guste stutzte zu dieser Eröffnung. Diese Beziehung Murray's zu sich und ihren Eltern hatte sie nicht erwartet ... Ja, sagte Murray mit gedämpfter Stimme. Ich war ein Verbrecher, Auguste! Jugendlicher Leichtsinn ließ mich fehlen. Worin? Ich kann es dir nicht sagen. Ich beging etwas, was nach leichterer Auffassung vielleicht kein Verbrechen, vielleicht Keckheit, nur Leichtsinn und der Beweis einer großen Kunstfertigkeit und Geschicklichkeit ist. Aber der Staat will sich schützen und nennt meine Tat ein Verbrechen. Ich verfiel einem Urteil, das mich auf zwanzig Jahre in Schmach und Schande warf. Das ist: auf ewig! Ewig! Und doch war ich