, aber nicht in mir. Als der Klemens mich aus der Prison entließ, hatte ich das Märchen gereimt von der alten Frau Hoch, vom Hofnarren, der seinem König lehrt Fische fangen, und ihn selber im Hamen fängt und ins Wasser taucht und sagt, so fangen die Narren Fische, aber der König im Hamen wird keinen fangen. Im Puppenspiel war Klemens von beseligtem Humor, die Witze echappierten ihm, wie wenn ein Feuerwerk ihm in der Tasche sich entzündet hätt, jeden Augenblick flog eine Rakete auf, bis endlich das Puppenspiel ihn übermannte, wo er vor Lachen nicht mehr witzig sein konnt. Gestern wanderten wir durch die Judengasse, es liefen so viel sonderbare Gestalten herum und verschwanden wieder, dass man an Geister glauben muss, es ward schon dämmerig, und ich bat, dass wir nach Haus gehen wollten, der Klemens rief immer: seh den, seh da, seh dort, wie der aussieht, und es war, als liefen sie mir alle nach, ich war sehr froh, als wir zu Haus waren. Leb wohl, es ist mir nicht geheuer, dass Du nicht da bist, wo ich mich erholen kann, wo ich zu mir selbst komme; es ist mir so fremd. - Bettine An die Bettine Liebe Bettine, so wie Dein Brief anfängt mit den tausend Grüssen von Klemens, so beantworte sie ihm doch auch in meinem Namen, es tut mir auch recht leid, dass ich nicht mit Euch bin, allein die Luft und die Trauben tun meinen Augen so gut und ist mir wohltätig im ganzen. - Obschon mich Euer Treiben höchlich ergötzen würde und namentlich das Puppenspiel; - ich übergehe alles, - was Du vom Rhythmus sagst, leg ich Dir so aus: Du ahnest ein höheres rhytmisches Gesetz, einen Rhythmus, der Geist ist im Geist, der den Geist aufregt und zu neuen Offenbarungen leitet, Du glaubst, dass der Reim die geringste, ja oft erniedrigende Stufe dieses metrischen Sprachgeistes ist und oft die Ahnung oder die Gewalt des Gedankens brechen könnte, dass der sich nicht zu jener Höhe entwickelt, zu der er ursprünglich berufen war - das will ich nicht widersprechen, denn Du kannst recht haben; nämlich, Du kannst recht haben, dass es ein höheres musikalisches Gesetz gebe, dass die Anlage zu diesem in jedem freien Gedanken liege und durch den Versbau mehr oder weniger unterdrückt werde. Du wirst aber auch zugeben, dass im Dichter auch eine Begeisterung waltet, die von höherer Macht zeugt, da diese kindlichen Gesetze, zu denen er sich bequemt, ihn grade zur Kunst anleiten, die an sich schon ein höherer Instinkt ist. Du sagst zwar in bezug auf Kunst, das Machwerk der Menschen behindre überall den