Neptunus ein Gott des Wassers ist; so stellt dieses Bild vor die für den Uberfluss, Reinigkeit und Gesundheit des Wassers sorgende Natur. Keine einzige Kreatur kann das Wasser entbehren, denn hierinnen ist verborgen ein balsamisches Lebens-Saltz, ein männlicher und weiblicher Saame, daraus alle Dinge ihre Speise des Lebens nehmen. Und wo dieses Saltz nicht darinnen ist, so wird auch die beste Speise tumm, tot, und unfruchtbar. Wie CHristus selbst sagt, Matt. 5, v. 13. Wo das Saltz tumm wird, nämlich, das balsamische Lebens-Saltz, Nitrum und Sal, womit soll man saltzen? Es ist hinfort zu nichts nütze, denn dass man es hinaus schütte, und lasse es die Leute zertreten. Insgemein ist in einer großen Quantität Wassers, die wir trincken, gar ein klein weniges Lebens-Saltz befindlich. Welches man sehen kann, wenn man das putreficirte Wasser abrauchen, und im Keller zu Crystallen anschiessen läst, so wird man finden, dass das männliche Saltz das Nitrum sich in Crystallen in die Höhe begeben; auf dem Boden aber lieget ein braunes Saltz, welches, wenn es wohl ausgeglüet, solviret, filtriret und coaguliret, seine schöne Weiße wie ein gemeines Saltz zeigt. Und das ist der weibliche Teil unserer gesaltzenen Lebens Speise. Weil nun also der meiste Teil Wasser ist, so die Natur nicht annimmt, sondern wieder von sich läst; So sehen wir ja durch dieses Scheiden des Wassers von dem balsamischen Geiste, wie immer die sorgfältige Natur bekümmert ist, dass ein gnugsamer Vorrat Wassers da sei für alle Kreaturen. Also der balsamische himmlische Lebens-Geist aus der Sonne ist sehr feurig, und hat das wenigste Wasser, doch seine beständige Agitation, macht doch endlich diesen feurigen Samens-Geist etwas dicker und schwerer, dass er sich herab sencket in die Region der Luft, und dieses, was sich aus dem Himmel mit der Luft vereiniget, ist ein Excrement, und heist ein subtiles Wasser. Diese Luft nun scheidet sich wieder von ihrem überflüssigen Wasser, und schicket es dem dicken Wasser zu, da es denn im Regen, Schnee, check u.s.f. bald in die See fället, als den großen Schatz-Kasten des Wassers, bald von denen Animalien in denen Speisen genossen wird, die Animalien scheiden wieder ihr überflüssiges Wasser ab, und schicken es der Erden zu, davon sich denn alle Kräuter, Bäume und Gewächse ernähren. Das übrige Wasser geht ad centrum terræ und ernähret und bringt zur Vollkommenheit alle Minerali en und Metallen. Wie wenig nun der balsamische Lebens-Geist aus diesem Wasser in die Metalle zu ihrer Erhaltung eingeht, können wir leicht sehen aus der großen Menge des Wassers, die