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die Sache nicht ihn, sondern eine dritte Person betroffen, so würde er den Prinzen nicht der Indiskretion verdächtigt, sondern sich des alten Satzes erinnert haben, dass ein Weib in Ton und Blick Geheimnisse erkennt, welche der Mund verschweigt. - Mich auf eine halbe Stunde zu dem Arbeiter Ralph ins Gefängnis zu lassen. - Das wird nicht angehen. - - Haben Sie es doch dem alten Steiger versprochen. - - Auch das wissen Sie? - Das war etwas Anderes, es sind Kameraden. - Mit einem Worte, Sie wollen nicht? - Ich kann nicht. Sie wissen ganz wohl, dass die Polizeispione auf nichts mehr ihr Augenmerk richten, als auf den Chef der Polizei. Der Gefangenwärter würde mich verraten. - Aber nicht der Kastellan, nicht wahr? - Wieder blickte Alice den Präsidenten fragend an. Herr von M. versuchte zu lächeln. - Eine Zeile von Ihnen an den Kastellan der Hausvoigtei genügt. - Wohlan, es sei! sagte der Präsident nach einigem Bedenken. - Ich danke Ihnen, und werde Ihre Freundlichkeit zu vergelten wissen. - Ich nehme Sie beim Worte. Wollen Sie mir eine Frage mit Aufrichtigkeit beantworten? - Jedem Andern würde ich unbedenklich mit »Ja« antworten. Ihnen gegenüber kann ich nicht anders sagen, als: »Je nach dem.« - Wie stehen Sie mit dem Chevalier St. Just? - Mit Gilbert, wollen Sie sagen. - Auch das wissen Sie? - Durch mich weiß es der Prinz, durch diesen Sie. - Wie ich mit ihm stehe? Er glaubt, ich kenne ihn so wenig wie die Andern, aber er täuscht sich. Ihn kennen und verachten aber ist Eins. Dennoch sind wir einander nicht gleichgültig. - Also doch! - Wir haben Interesse an einander, obwohl ein verschiedenes. Er fürchtet mich und ich hasse ihn; das ist Alles. - Es ist ein gefährlicher Mensch. - Auch für Sie. - Warum? - Weil er im Solde einer Partei steht, die Sie einst stürzen wird, wenn sie nicht selbst vorher gestürzt wird. - Und welcher von beiden Fällen ist der wahrscheinlichere? Alice zuckte die Achseln und blickte zum Fenster hinaus. - Darf ich Ihnen einen gutgemeinten Rat geben, Herr Polizeipräsident? - Wenn Sie nicht die Bedingung daran knüpfen, dass ich ihn befolgen soll, ja. - Sie werden ihn befolgen, denn er gibt Ihnen den einzig denkbaren Weg an, zwischen der Scylla und Charybdis hindurch zu schiffen, ohne - - Drücken Sie sich ohne Allegorien aus. - Ich meine, dass Sie damit die beiden Extreme der entschiedenen Demokratie und der entschiedenen Reaktion am sichersten vermeiden, und sich folglich » möglich« erhalten können. - Ich