Es ist unphilosophisch, aus einigen wenigen von den Agentien, durch welche die Phänomene bestimmt werden, eine Wissenschaft aufzubauen, und das Übrige der Routine, der Praxis und dem Scharfsinn der Konjektur zu überlassen. Entweder sollten wir die wissenschaftliche Form nicht beanspruchen, oder wir sollten alle bestimmenden Einwirkungen in gleicher Weise studieren und sie, so weit als tunlich, alle in den Bereich der Wissenschaft zu bringen suchen. Wir werden sonst unfehlbar eine unverhältnismäßig große Aufmerksamkeit denjenigen Einflüssen zuwenden, welche unsere Theorie in Rechnung zieht, während wir uns in den übrigen verrechnen und ihre Wichtigkeit wahrscheinlich unterschätzen. Es wäre auch dann noch wünschenswert, dass die Deduktionen aus dem Ganzen und nicht aus nur einem Theile der in Betracht kommenden Naturgesetze gezogen werden, wenn die vernachlässigten Gesetze im Vergleich zu den anderen so unbedeutend sind, dass sie für die meisten Zwecke und bei den meisten Gelegenheiten aus der Rechnung hinweggelassen werden könnten. In den sozialen Wissenschaften ist dies aber weit entfernt, der Fall zu sein. Die gesellschaftlichen Erscheinungen hängen der Hauptsache nach nicht von irgend einem Agens oder einem Gesetz der menschlichen Natur bei nur unbedeutenden Modifikationen durch andere Gesetze ab. Diese Erscheinungen werden von dem Ganzen der Eigenschaften der menschlichen Natur beeinflusst, und es gibt keine Eigenschaft, wodurch sie nur im geringen Grade beeinflusst würden. Es gibt keine, wovon die Beseitigung oder eine bedeutende Veränderung das ganze Ansehen der Gesellschaft nicht wesentlich modifizieren und die Sequenzen der sozialen Erscheinungen im allgemeinen nicht mehr oder weniger ändern würde. Die Theorie, welche der Gegenstand dieser Bemerkungen war, ist in England wenigstens zur Zeit das Hauptbeispiel von dem, was ich die geometrische Methode, über die soziale Wissenschaft zu philosophieren, genannt habe, und die Prüfung derselben war aus diesem Grunde umständlicher, als es sonst für ein Werk dieser Art angemessen gewesen wäre. Nachdem wir nun aber die zwei irrigen Methoden genügend erläutert haben, werden wir ohne weiteres zu der wahren Methode übergehen, zur Methode, welche (in Übereinstimmung mit dem Brauch in den verwickelteren physikalischen Wissenschaften) deduktiv verfährt, aber durch Deduktion aus vielen, nicht aus einer oder wenigen ursprünglichen Prämissen fortschreitet, indem sie eine jede Wirkung als ein Durchschnittsresultat (was sie wirklich ist) von vielen Ursachen betrachtet, die manchmal durch dieselben, manchmal durch verschiedene geistige Tätigkeiten oder Gesetze der menschlichen Natur wirken. . 1. Nach dem, was zur Erläuterung der Natur der Erforschung sozialer Erscheinungen gesagt wurde, ist der allgemeine und dieser Methode eigene Charakter hinlänglich klar und bedarf keiner weiteren Begründung, sondern nur noch einer Rekapitulation. Wie verwickelt die Erscheinungen auch sein mögen, ihre Sequenzen und Koexistenzen gehen aus den Gesetzen der einzelnen Elemente hervor. Die bei gesellschaftlichen Erscheinungen durch eine komplexe Reihe von Umständen erzeugte Wirkung ist der Summe von den Wirkungen der