den Wirkungen erwartet werden; dies ist aber auch wirklich der Fall, sie besitzen eine feste Ordnung und kehren in Cyclen wieder. Aber Sätze, welche mit absoluter Genauigkeit die aufeinander folgenden Stellungen eines Planeten bis zur Vollendung des Cyclus ausdrücken, würden von einer fast unbesiegbaren Verwickelung sein und könnten nur durch die Theorie gewonnen werden. Die Generalisationen, welche in Betreff dieses Gegenstandes aus der direkten Beobachtung gefolgert werden können, wären sie auch der Art wie die Keplerschen Gesetze, sind bloße Annäherungen, da sich die Planeten ihrer gegenseitigen Störungen wegen nicht genau in Ellipsen bewegen. Man darf daher sogar in der Astronomie nicht nach vollkommener Genauigkeit der empirischen Gesetze suchen; noch weniger aber in den verwickelteren Gegenständen der Forschung. Dasselbe Beispiel zeigt, wie wenig aus der Unmöglichkeit, andere als annähernde empirische Gesetze von den Wirkungen aufzustellen, gegen die Allgemeinheit oder sogar gegen die Einfachheit der letzten Gesetze gefolgert werden kann. Die Kausalgesetze, nach denen eine Klasse von Phänomenen erzeugt wird, können an Zahl sehr gering und einfach und die Wirkungen können dennoch so mannigfaltig und verwickelt sein, dass es unmöglich wird, irgend eine durchgehende Regelmäßigkeit bei ihnen aufzufinden. Die fraglichen Erscheinungen können nämlich von einem sehr veränderlichen Charakter sein, so dass unzählige Umstände die Wirkung beeinflussen, obgleich sie dies alle nach einer sehr geringen Anzahl von Gesetzen tun mögen. Nehmen wir an, es werde alles, was in dem Geiste eines Menschen vorgeht, durch einige einfache Gesetze bestimmt; wenn diese Gesetze indessen der Art sind, dass nicht eine einzige der ein menschliches Wesen umgebenden Tatsachen oder der sich ihm zutragenden Begebenheiten ohne Einfluss auf seine spätere geistige Geschichte bleibt, und wenn die Umstände verschiedener menschlicher Wesen höchst verschieden sind: so wird man sich nicht zu verwundern haben, wenn in Beziehung auf die Einzelheiten ihrer Handlungsweise oder ihrer Gefühle einige wenige Sätze aufgestellt werden können, die von der ganzen Menschheit wahr sind. Ohne entscheiden zu wollen, ob der letzten Gesetze unserer geistigen Natur wenige oder viele sind, ist es nun aber gewiss, dass sie wenigstens von obiger Art sind. Es ist gewiss, dass unsere geistigen Zustände, unsere geistigen Fähigkeiten und Empfänglichkeiten entweder zeitweise oder beständig durch alles modifiziert werden, was uns im Leben begegnet. Wenn wir daher betrachten, wie sehr diese modifizierenden Ursachen bei zwei Individuen differieren, so wäre es unvernünftig zu erwarten, dass die empirischen Gesetze des menschlichen Geistes, die Generalisationen, welche in Betreff der Gefühle oder der Handlungen der Menschen ohne Bezug auf die sie bestimmenden Ursachen gemacht werden können, etwas anderes seien als annähernde Generalisationen. In ihnen liegt die gewöhnliche Weisheit des gewöhnlichen Lebens, und soweit sind sie unschätzbar; besonders da sie meistenteils auf Fälle anzuwenden sind, die denen nicht sehr unähnlich sehen, aus denen sie gefolgert