den andern erzeugt; welches die Gesetze sind, kraft deren ein Ding entweder mit Recht oder aus Irrtum von dem Geiste als ein Beweis eines anderen Dinges anerkannt wird. In Beziehung auf das Begehren werden sie zu untersuchen haben, welche Gegenstände wir naturgemäß begehren, und welche Ursachen uns veranlassen, uns ursprünglich gleichgültige, oder sogar unangenehme Dinge zu begehren usw. Es darf bemerkt werden, dass zwischen jenen verwickelteren Geisteszuständen dieselben allgemeinen Gesetze der Assoziation herrschen, wie zwischen den einfacheren Zuständen. Ein Verlangen, eine Emotion, eine Idee von der höheren Art von Abstraktion, sogar unsere Meinungen und unser Wollen, wenn sie zur Gewohnheit geworden sind, werden genau nach denselben Gesetzen durch Assoziation hervorgerufen, wie die einfachen Ideen. . 4. Es wird natürlich und notwendig sein, im Verlauf dieser Untersuchungen zu prüfen, wie weit die Erzeugung eines Geisteszustandes durch den andern durch irgend einen nachweisbaren körperlichen Zustand beeinflusst wird. Die gewöhnlichste Beobachtung zeigt, dass verschiedene Geister für dieselben psychologischen Ursachen sehr verschieden empfänglich sind. Die Idee eines gegebenen wünschenswerten Gegenstandes z.B. wird in verschiedenen Geistern ein Verlangen von sehr verschiedener Intensität erregen. Derselbe Gegenstand der Betrachtung wird, verschiedenen Geistern dargeboten, in denselben einen sehr ungleichen Grad von Geistestätigkeit erregen. Diese Verschiedenheiten der geistigen Empfänglichkeit bei verschiedenen Individuen können erstens sein, ursprüngliche und letzte Tatsachen, oder, zweitens, Folgen der früheren geistigen Geschichte dieser Individuen, oder, drittens und letztens, Folgen einer verschiedenen physischen Organisation. Dass die frühere geistige Geschichte der Individuen einen Antheil in der Herstellung oder in der Modifikation ihres ganzen geistigen Charakters haben muss, ist eine unvermeidliche Folge der Gesetze des Geistes; dass aber Unterschiede im Körperbau ebenfalls mitwirken, ist die durch die gewöhnliche Erfahrung bestätigte Meinung aller Physiologen. Es ist zu bedauern, dass diese Erfahrung, da sie ohne gehörige Prüfung in Bausch und Bogen angenommen wurde, bisher zur Grundlage von empirischen Generalisationen gemacht worden ist, die für den Fortschritt des realen Wissens sehr verderblich waren. Es ist gewiss, dass die in den geistigen Prädispositionen oder Empfänglichkeiten verschiedener Personen wirklich bestehenden natürlichen Verschiedenheiten oft mit Verschiedenheiten in ihrer organischen Konstitution im Zusammenhang stehen. Es folgt aber hieraus nicht, dass diese organischen Verschiedenheiten in allen Fällen die geistigen Phänomene direkt und unmittelbar beeinflussen müssen. Sie affizieren dieselben häufig vermittelst ihrer psychologischen Ursachen. Die Idee eines besonderen Vergnügens z.B. kann auch unabhängig von Gewohnheit und Erziehung bei verschiedenen Personen ein verschieden starkes Verlangen erregen, und dieses kann die Wirkung von verschiedenen Graden oder Arten von nervöser Sensibilität sein; aber wir müssen uns erinnern dass diese organischen Verschiedenheiten die angenehme Sensation selbst in der einen dieser Personen intensiver machen wird, als in der andern; so dass auch die Idee des Vergnügens ein intensiveres Gefühl sein wird,