alle zu seiner Zeit bekannten Pflanzenspezies genau zu bezeichnen.« Und obgleich die Anzahl der Gattungsnamen seitdem sehr vermehrt worden ist, so ist sie doch bei Weitem nicht in demselben Verhältnis gewachsen wie die Anzahl der bekannten Species. . 1. Wir haben bisher die Prinzipien der wissenschaftlichen Klassifikation nur in soweit betrachtet, als sie sich auf die Bildung von natürlichen Gruppen beziehen; und bei diesem Punkte sind die meisten von denjenigen, welche eine Theorie der natürlichen Anordnung aufzustellen unternahmen, Herr Whewell mit inbegriffen, stehen geblieben. Es gibt indessen noch einen anderen und nicht weniger wichtigen Teil der Theorie, der jedoch, so viel mir bekannt, von keinem Schriftsteller als Herrn Comte systematisch behandelt worden ist. Es ist die Anordnung von natürlichen Gruppen in natürliche Reihen.166 Der Zweck der Klassifikation als eines Mittels der Naturforschung ist, wie bemerkt, uns zu veranlassen, uns diejenigen Gegenstände vereinigt zu denken, welche die größte Anzahl von wichtigen gemeinschaftlichen Eigenschaften besitzen, und die wir daher im Laufe unserer Induktionen am häufigsten Gelegenheit haben zusammen zu betrachten. Auf diese Weise werden unsere Ideen von den Gegenständen in eine Ordnung gebracht, die unsere induktiven Forschungen am meisten fördert. Wenn aber der Zweck ist, eine besondere induktive Untersuchung zu erleichtern, so ist mehr erforderlich. Um diesem Zwecke zu dienen, muss die Klassifikation diejenigen Gegenstände vereinigen, deren gleichzeitige Betrachtung der Wahrscheinlichkeit nach am meisten Licht auf den besonderen Gegenstand werfen wird. Da dieser Gegenstand aus den Gesetzen irgend eines Phänomens oder einer Reihe von zusammenhängenden Phänomenen bestellt, so muss das Phänomen selbst oder die Reihe von Phänomenen als Unterlage der Klassifikation gewählt werden. Die Erfordernisse einer Klassifikation, welche das Studium eines besonderen Phänomens erleichtern soll, sind, erstens, alle Arten, welche das Phänomen in irgend einer Weise oder in irgend einem Grade darbieten, in eine Klasse zu bringen; zweitens, diese Arten nach dem Grade, in welchem sie es darbieten, in eine Reihe zu ordnen, indem man mit den Arten beginnt, welche es am meisten darbieten, und mit denjenigen endet, welche es am wenigsten zeigen. Das vorzüglichste Beispiel einer solchen Klassifikation bieten bis jetzt die vergleichende Anatomie und die Physiologie, denen wir daher unsere Erläuterungen entnehmen werden. . 2. Wir wollen annehmen, der Gegenstand der Untersuchung wäre, die Gesetze des tierischen Lebens zu erforschen. Nachdem wir uns eine so deutliche Idee von dem Phänomen selbst gemacht haben, als der Zustand unserer Kenntnisse es erlaubt, ist der erste Schritt, alle bekannten Arten von Wesen, bei welchen sich dieses Phänomen darbietet, in eine große Klasse (die der Tiere) zu bringen; in welchen verschiedenen Kombinationen mit anderen Eigenschaften, oder in welchen verschiedenen Graden sich auch das Phänomen bei ihnen zeigt. Da einige von