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in Beziehung auf ihre Stellung ändert; - überdies verändert sich das Bestreben in der Intensität in einem gewissen numerischen Verhältnis zur Entfernung der Sonne von der Erde, d.h. also nach einem andern Verhältnis zur Sonne. Wir sehen also, dass zwischen der Sonne und der Gravitation der Erde nicht allein ein unveränderlicher Zusammenhang besteht, sondern dass auch zwei von den Beziehungen der Sonne, ihre Stellung zur und ihre Entfernung von der Erde, unveränderlich als Antecedentien mit der Quantität und Richtung der Gravitation der Erde verbunden sind. Die Ursache der Gravitation der Erde schlechtweg ist einfach die Sonne; aber die Existenz der Sonne in einer gegebenen Richtung und einer gegebenen Entfernung ist die Ursache, dass sie mit einer gegebenen Intensität und in einer gegebenen Richtung gravitiert. Es ist nicht auffallend, dass eine modifizierte Ursache, die in Wahrheit eine verschiedene Ursache ist, eine verschiedene Wirkung hervorbringen kann; da aber die Ursache nur in ihrer Quantität oder in einigen ihrer Beziehungen verschieden ist, so wird die Wirkung gewöhnlich auch nur in der Quantität oder in ihren Beziehungen geändert. Obgleich es meistens wahr ist, dass einer Modifikation der Ursache eine Modifikation der Wirkung folgt, so setzt dies doch die Methode der sich begleitenden Veränderungen nicht als ein Axiom voraus. Sie verlangt nur den umgekehrten Satz, dass irgend ein Ding, auf dessen Modifikationen Modifikationen einer Wirkung unveränderlich folgen, die Ursache (oder mit ihr verknüpft) der Wirkung Bein muss, ein Satz, dessen Wahrheit einleuchtend ist: denn wenn das Ding selbst keinen Einfluss auf die Wirkung hätte, so könnten auch die Modifikationen des Dinges keinen Einfluss haben. Wenn die Sterne keine Gewalt über das Glück der Menschen haben, so ist hierin auch inbegriffen, dass die Konjunktionen und Oppositionen der verschiedenen Sterne keinen solchen Einfluss haben können. Obgleich die auffallendsten Anwendungen der Methode der sich begleitenden Veränderungen in Fällen stattfinden, in denen die streng sogenannte Differenzmethode unmöglich ist, so ist ihr Gebrauch doch nicht auf solche Fälle beschränkt, sie kann oft mit Nutzen nach der Differenzmethode angewendet werden, um einer nach jener Methode gelösten Frage eine größere Genauigkeit zu verleihen. Nachdem durch die Differenzmethode zuerst erforscht worden ist, dass ein bestimmter Gegenstand eine bestimmte Wirkung hervorbringt, kann die Methode der sich begleitenden Veränderungen mit Nutzen angewendet werden, um zu bestimmen, nach welchem Gesetz die Quantität oder die verschiedenen Beziehungen der Wirkung denen der Ursache folgen. . 7. Die letzte Methode findet eine ausgedehnte Anwendung in dem Falle, wo die Veränderungen der Ursache Veränderungen der Quantität sind. Wir können von solchen Veränderungen mit Sicherheit behaupten, nicht allein dass sie von Veränderungen, sondern auch dass sie von ähnlichen Veränderungen der Wirkung begleitet sind; indem der Satz, dass einem Mehr der Ursache ein Mehr der Wirkung folgt, ein