welche Wirkung wir bei allen unseren Versuchen auch gefunden haben mögen, dieselbe die Wirkung von A sein. Nehmen wir z.B. an, wir hätten A mit B und C untersucht, und dass die Wirkung a b c wäre; nehmen wir ferner an, A sei zusammen mit D und E, aber ohne B und C geprüft worden, und die Wirkung sei a d e. Wir müssen nun in folgender Weise schließen: b und c sind nicht die Wirkungen von A, denn sie wurden bei dem zweiten Experiment nicht von ihm hervorgebracht, auch nicht d und e, denn sie fehlten in dem ersten Versuch. Die wahre Wirkung von A muss in beiden Fällen hervorgebracht worden sein, und diese Bedingung wird durch keinen Umstand außer a erfüllt. Das Phänomen a kann nicht die Wirkung von B oder C gewesen sein, indem es da hervorgebracht wurde, wo jene nicht vorhanden waren; noch von D oder E, da es eintrat wo diese nicht waren. Es ist also die Wirkung von A. Lassen wir z.B. das Antezedens A den Kontakt einer alkalischen Substanz mit einem Öl sein. Wenn diese Kombination unter verschiedenen Veränderungen von Umständen, die sich in nichts Anderem gleichen, untersucht wird, so wird man als Resultat jedesmal eine fettige und reinigende, oder seifige Substanz finden; man schließt daher, dass die Verbindung eines Öls mit einem Alkali die Erzeugung einer Seife verursacht. Auf diese Weise forschen wir durch die Methode der Übereinstimmung nach den Wirkungen einer gegebenen Ursache. In einer ähnlichen Art können wir nach der Ursache einer gegebenen Wirkung forschen. Es sei a die Wirkung. Wie in dem vorhergehenden Kapitel gezeigt wurde, besitzen wir hier kein anderes Mittel, als die Beobachtung ohne Experiment; wir können keine Naturerscheinung, deren Ursprung uns unbekannt ist, nehmen und nach ihrer Entstehungsart suchen, indem wir sie selbst hervorbringen; wenn uns dies bei einem solchen Versuche aufs Geradewohl gelingt, so ist es eben nur ein Zufall. Wenn wir dagegen a in zwei verschiedene Verbindungen a b c und a d c beobachten können, und wenn wir wissen oder entdecken können, dass die vorhergehenden Umstände in diesen Fällen beziehungsweise A B C und A D E waren, so können wir durch einen ähnlichen Schluss wie in dem vorhergehenden Beispiel schließen, dass A das durch das Kausalgesetz mit der Wirkung a verbundene Antezedens ist. B und C, dürfen wir sagen, sind nicht die Ursachen von a, denn bei seinem Eintreffen waren sie nicht gegenwärtig; D und E sind sie ebenfalls nicht, denn sie fehlten bei dem ersten Eintreffen. Von allen fünf Umständen wurde in beiden Fällen a allein unter den Antecedentien gefunden. Die Wirkung a sei z.B. die Kristallisation.