Ursachen mit irgend welchen Wirkungen verknüpft sind, so wird es einerlei sein, an welchem der Endpunkte des, dieselben verbindenden, Weges wir die Untersuchung beginnen; wir können nach den Wirkungen einer gegebenen Ursache, oder nach den Ursachen einer gegebenen Wirkung forschen. Die Tatsache, dass Chlorsilber vom Licht geschwärzt wird, wurde entdeckt, entweder durch Versuche über die Wirkung des Lichtes auf verschiedene Substanzen, oder indem man nach der Beobachtung, dass Chlorsilber wiederholt schwarz geworden war, nach der Ursache dieser Umstände forschte. Die Wirkungen des Uraligiftes konnten sowohl dadurch erkannt werden, dass man es Tieren beibrachte, als auch dadurch dass man untersuchte, woher es kommt, dass die Wunden, welche von den Pfeilen der Indianer von Guiana herrühren, so gleichförmig tödlich sind. Aus der bloßen Erwähnung dieser Beispiele ergibt sich ohne theoretische Erörterung, dass ein künstliches Experimentiren nur bei der ersteren dieser Arten von Forschung zulässig ist. Wir können eine Ursache nehmen und erforschen, was sie hervorbringen wird; wir können aber keine Wirkung nehmen und versuchen, wodurch sie hervorgebracht wurde. Wir können nur abpassen bis wir sie hervorgebracht sehen, oder bis wir sie zufällig hervorbringen können. Es wäre dies von geringer Wichtigkeit, wenn wir nach unserer Wahl die Untersuchung an dem einen oder dem andern Ende der Sequenzen (Ursache und Wirkung) beginnen könnten. Wir haben jedoch selten eine Wahl. Da wir nur von dem Bekannten zum Unbekannten fortschreiten können, so müssen wir an demjenigen Ende anfangen, womit wir am besten bekannt sind. Wenn wir mit dem Agens vertrauter sind als mit seinen Wirkungen, so beobachten wir sein Resultat in Fällen, die wir abwarten oder erfinden, und zwar unter uns zugänglichen Veränderungen der Umstände; wenn dagegen die Bedingungen, von denen die Naturerscheinungen abhängig sind, dunkel, das Phänomen selbst aber bekannt ist, so müssen wir unsere Untersuchung bei der Wirkung anfangen. Wenn uns die Tatsache auffällt, dass Chlorsilber geschwärzt wird, und wir vermuten die Ursache nicht, so bleibt uns nichts übrig, als die Fälle, in denen die Tatsache stattfand, mit einander zu vergleichen, bis wir durch die Vergleichung entdecken, dass die Substanz in allen diesen Fällen dem Licht ausgesetzt war. Wenn uns von den Pfeilen der Indier nichts als ihre furchtbare Wirkung bekannt wäre, so könnte nur der Zufall unsere Aufmerksamkeit auf Versuche mit dem Urali leiten; bei einem regelmäßigen Gange der Untersuchung könnten wir nur das erforschen oder suchen zu beobachten, was in besonderen Fällen mit den Pfeilen angefangen worden war. In allen Fällen, wo uns nichts auf die Ursache führt, und wo wir bei der Wirkung anfangen und die Regel »die Umstände zu verändern« auf die Folgen, nicht auf die Antecedentien anwenden müssen, verlässt uns die Hülfe des künstlichen