Es ist nun noch diese Darstellung des Syllogismus aus der einen in die andere der zwei Sprachen zu übersetzen, in denen wie früher bemerkt44 alle Urteile und daher auch natürlich alle Verbindungen von Urteilen ausgedrückt werden können. Wir haben gesehen, dass ein Urteil unter zwei verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet werden kann, nämlich als ein Teil unserer Kenntnis der Natur, und als ein Memorandum, das uns als ein Wegweiser dienen kann. Von dem ersten oder theoretischen Gesichtspunkte aus, ist ein bejahendes allgemeines Urteil die Behauptung einer theoretischen Wahrheit, nämlich die, dass was ein gewisses Attribut besitzt, auch ein gewisses andere Attribut besitzt. Von dem andern Gesichtspunkte aus betrachtet stellt es sich nicht als ein Teil unseres Wissens, sondern als ein Hilfsmittel für unsere praktischen Bedürfnisse dar, indem es uns in den Stand setzt, wenn wir sehen oder erfahren, dass ein Gegenstand eines der zwei Attribute besitzt, zu folgern, dass er auch das andere besitzt, indem wir so das erste Attribut als ein Merkmal oder Beweis des andern gebrauchen. So betrachtet entspricht ein jeder Syllogismus der folgenden allgemeinen Formel: Das Attribut A ist ein Merkmal vom Attribut B, Der gegebene Gegenstand besitzt das Merkmal A, daher Besitzt der gegebene Gegenstand das Attribut B. Auf diesen Typus bezogen, werden die zuletzt als Beispiele von Syllogismen angeführten Argumente in folgender Weise ausgedrückt: Die Attribute des Menschen sind ein Merkmal des Attributs Sterblichkeit, Sokrates besitzt die Attribute des Menschen, daher Besitzt Sokrates das Attribut Sterblichkeit. Ebenso: Die Attribute des Menschen sind ein Merkmal des Attributs Sterblichkeit, Die Attribute eines Königs sind ein Merkmal der Attribute des Menschen, daher Sind die Attribute eines Königs ein Merkmal des Attributs Sterblichkeit. Und zuletzt: Die Attribute des Menschen sind ein Merkmal von der Abwesenheit des Attributs Allmacht, Die Attribute eines Königs sind ein Merkmal der Attribute des Menschen, daher Sind die Attribute eines Königs ein Merkmal der Abwesenheit der durch das Wort allmächtig bezeichneten Attribute (oder sie sind ein Beweis von der Abwesenheit dieser Attribute). Um mit dieser Änderung in der Form des Syllogismus übereinzustimmen, müssen die Axiome, auf welche das syllogistische Verfahren gegründet ist, eine ähnliche Veränderung erfahren. In veränderter Ausdrucksweise können beide Axiome in einen allgemeinen Ausdruck zusammengefasst werden, in den nämlich: was irgend ein Merkmal besitzt, besitzt auch das, wovon es ein Merkmal ist. Oder wenn sowohl die untere als auch die obere Prämisse allgemein ist: Was ein Merkmal von irgend, einem Merkmal, ist auch ein Merkmal von dem, wovon letzteres ein Merkmal ist. Die Identität dieser und der früher aufgestellten Axiome aufzufinden, bleibt dem intelligenten Leser überlassen. Wir werden finden, dass die letzte Ausdrucksweise sehr bequem und besser geeignet ist, als eine jede andere mir bekannte, um genau