Boden früher hin. England, rief hier Electa mit heiligem Eifer, ist arm geworden an dem heil'gen Troste, den ich meine, und darum verwirrt ein irres Suchen dies arme Land. Der Sünder will vom Sünder Schutz, der von derselben irdischen Not belastet seufzt, und der für den Leidenden an seiner Seite nur dieselbe Qual zum Austausch der Empfindung, nicht aber die Kraft zu entsündigen erhalten hat. Alle, die dem neuen Geiste fröhnen, alle die, gleich Euch, Mylady, wie mir däucht, an weltliche Bande denken bei dem, was ich auf jene höheren Geistlichen bezog, die werden welk werden vor der Zeit. Denn es ist zwar noch die Wurzel, die ihrer inneren Natur gemäß Zweige und Ranken treibt, aber die Hand des Gärtners fehlt, die sonst empor das strebende Gewächs gezogen hätte; sich selbst überlassen, überwächst sich der Keim, erstickt in eigener ungeregelter Fülle und welkt am Boden hin. - Dies Gleichniss scheint Ihr, gute Schwester, auf unsere Kirche zu beziehen, und fragen möchte ich Euch dagegen, ob Ihr denn die Eure noch auf dem Standpunkte glaubt, den Ihr so eben schildertet, und der sich allerdings in ihrer früheren Entwickelung vorfand. Nie habe ich ohne Achtung und Verehrung der frommen Männer denken können, welche zuerst die Inbrunst ihrer Liebe und Anbetung unter jenen Formen darzustellen strebten, worin nach ihnen so viele Tausende mit gleicher Inbrunst ihr heißes Andachtsgefühl versenkten, und es heiligten und heilig übertrugen, durch das unschuldige Verlangen, das Höchste, was uns gegeben ward, zu ehren. Sie hatten sicher einen göttlichen Ruf empfangen, und erstaunenswürdig bleibt, was ihnen in einer Welterrschaft gelungen, welche ohne Beispiel in der Geschichte steht, und deren Segensfülle in allen Richtungen nachzuweisen ist. Doch eben sie, die Geschichte, lehrt uns auch die ganze Stiftung als ein Menschenwerk betrachten, das der Welt seine großen Dienste tat, und, des Inhalts entledigt, den das Bedürfnis erheischte, nun leer geworden ist und den Gang alles Irdischen, allmäligem Verfall entgegen geht. Noch sind einzelne Seelen mit ihrer frommen reinen Liebe vermögend, einen Sinn hinein zu legen, dem ihrer ersten Stifter ähnlich. Aber dies ist individuell, es ist nicht mehr das Werk, der Geist der Kirche! Haltbar ist nicht, was Basis einer Weltentwickelung war, die, erreicht, nun ein anderes Bedürfnis sucht und findet; und so, erlaubt es mir zu denken, ist die Reformation entstanden, nicht Menschenwerk dem Menschenwerk entgegen, sondern notwendige Entwickelung der Menschheit in sich, das Bedürfnis eines höheren Lebens im Geiste, unabhängig von dem Verhältnis berechtigter Menschen, der Priester, zu unberechtigten, den Laien: mit einem Wort, ein Leben mit Gott durch den freien