überhungert und keine ordentliche Mahlzeit tun kann, wie wenig Ursache hab' ich, den Wunsch einer gesegneten Mahlzeit anzunehmen und mich ergebenst zu bedanken; ich wollt' anbeissen und nicht mit der Gabel anspiessen. Warum nicht kurz präsentirt: Herr Gott, dich loben mir. Befiehl du deine Wege. Philosophie! Verstandes- und Willensphilosophie, teoretische und praktische, wenn es ja nach der alten Leier gehen soll. Vernunft-und Erfahrungsphilosophie. Empirische und rationale, und damit die Einteilung in Rücksicht des Objekts nicht vernachlässigt werde - Philosophie der engelreinen Vernunft und der menschlichen Sinne. Die Philosophie der Sinne heißt die Naturlehre. Die Sinne sind zweifach, innerlich und äußerlich. Was ich mit dem innerlichen Sinn gewahr werde, ist einzig und allein meine Seele. Also gibt's Seelennaturlehre und Körpernaturlehre. - Empirisch und rational kann jene und diese sein, und was kann nicht alles so sein? - - Ich kann zwar nur mit mir selbst Seelenbetrachtungen anstellen, allein ich kann nach dem Kennzeichen der Übereinstimmung auf andere schließen. Welch ein großes Wort: Lerne dich selbst kennen! - Mancher Philosoph, der sich auf die Seelennaturlehre legt und viel darin philosophirt. kommt endlich zu einer Art nota bene, zu einer Art von Geisterseherei, von Anschauung vom Platonismus und mystischem Wesen. Es wird entzückt, und wenn man gleich mit dem Verstande nicht sehen, sondern nur denken kann, so ist er doch in einer Verfassung, wo es heißen könnte: Es hat kein Auge gesehen, kein Ohr gehört, es ist in keines Menschen Herz kommen, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben. Oft versehen sich diese guten Leute so, dass sie an ihren Ort gestellt werden, der nicht der angenehmste ist. - Biegen oder brechen ist die Losung dieser Seher. Jammer und Schade, dass es gemeinhin bricht! Ist denn in den äußern Sinnen Wahrheit, ihr Sinnengläubige? Gehet die Sonne an, geht oder steht sie? Selbst wenn unser Urteil mit der Erscheinung übereinstimmt, und wenn man sagen kann, die Sache ist wahrscheinlich, ist sie darum so und nicht anders? Gott allein kann die Gegenstände mit dem Verstand anschauen, denn sie sind durch ihn und in ihm. - Er hat alles in originali, wir uns selbst nur so. - Was heißt: Gott schauen und in Gott alle Dinge? - - Durch eine einzelne Vorstellung erkennen, könnte man anschauen nennen, durch allgemeine Begriffe erkennen, würde denken heißen. Man kann physisch und mystisch schauen, durch Körper- und Seelenaugen. Die Seele hat, nach der Mystiker mystischem Dafürhalten, wie die Cyclopen nur ein Auge. Die Logik ist Verstandesgrammatik. Die lehrt uns von keinem Gegenstande etwas - selbst vom Verstande nichts;