Sammlung von Wissen gewöhnlich so beschränkt wie ihre Mittel; ihr Verstand ist nur wenig unterrichtet, da sie alle ihre Zeit und Muße verwenden müssen, um den Hunger ihres Leibes und das Geschrei ihrer Kinder zu stillen. Ein Mensch, welcher sein ganzes Leben in einem Laden hin- und herläuft, kann kaum von den Dingen, die in der Welt geschehen, mehr wissen, als ein Packpferd, was in einer engen Gasse und auf einer schmutzigen Straße zu Markte hin- und hergeht, von der Geographie des Landes weiß. Wem die Müsse, die Bücher, die Sprachkenntnisse und der Verkehr mit mancherlei Menschen abgeht, kann nicht wohl jene Zeugnisse und Beobachtungen sammeln, die vorhanden sind und die zur Begründung der meisten Sätze nötig sind, welche für die menschliche Gesellschaft als die wichtigsten gelten; ebenso wenig kann er genügende Gründe zu einem so starken Glauben auffinden, um darauf weiter zu bauen. Deshalb ist der größte Teil der Menschen, nach der unabänderlichen und natürlichen Lage der Dinge in dieser Welt und nach der Verfassung des menschlichen Verkehrs, der Unwissenheit rücksichtlich der Beweise überliefert, worauf Andere ihre Ansicht gründen und die dazu erforderlich sind. Dieser große Teil der Menschheit hat so viel mit Gewinnung seines Lebensunterhalts zu tun, dass er nicht nach gelehrten und mühsamen Untersuchungen sich umschauen kann. 3. (Antwort auf die Frage, was aus Denen werden soll, Denen dies abgeht.) Was soll man hierzu sagen? Ist der größte Teil der Menschen durch den Zwang ihrer Lage zur Unwissenheit über die wichtigsten Dinge (denn um diese handelt es sich vor Allem) verurteilt? Bleibt der großen Masse der Menschheit nur der Zufall und das blinde Glück als ihr Führer zum Wohle und zum Elend? Sind die herrschenden Meinungen und die zugelassenen Führer in jedem Lande so sicher und zuverlässig, dass Jedermann danach in seinen wichtigsten Angelegenheiten, ja in Bezug auf seine ewige Seligkeit oder Verdammnis sich danach richten kann? Und können. Die als sichere und untrügliche Orakel und Maße der Wahrheit gelten, welche in der Christenheit Dies und in der Türkei Jenes lehren? Oder soll ein armer Bauer in Ewigkeit glücklich werden, bloß weil er zufällig in Italien geboren ist? und der Tagelöhner unwiederbringlich verloren sein, der unglücklicher Weise in England geboren ist? Man pflegt zwar mit solchen Aussprüchen leicht bei der Hand zu sein, allein sicher muss Eines oder das Andere davon wahr sein (wähle man, welches man wolle), oder man muss zugestehen, dass Gott die Menschen mit Vermögen ausgestattet hat, die für ihre Leitung auf richtigem Wege genügen, sofern sie nur ernsten Gebrauch davon machen, so weit ihre gewöhnlichen Geschäfte ihnen die Müsse dazu lassen. Niemand ist mit der Beschaffung seines Lebensunterhalts so in Anspruch genommen, dass