beissend aasartigen Geruch -. Wie sie um den triefenden Phallus gieren und schwärmen -! Ihr Leckerbissen, ihr Ideal - impudicus! Impudice! impudice! Habe ich Recht dazu? Habe ich keine Pflichten gegen andere? - Pflichten gegen andere sind egoistische Forderungen dieser Andern an mich; nur in diesem Sinne haben sie mir »Gutes getan«, und das habe ich nicht verlangt und nur in meiner Schwachheit angenommen, anstatt es zurückzuweisen. Und soll ich für diese Schwachheit jetzt büßen, indem ich in ihr verharre? - Habe ich Grund dazu? Treibt mich nicht ein Selbstbetrug, eine Täuschung? Die könnte nur in der Art liegen, wie ich meine Welt anschaue. Und dass die Welt meine Vorstellung ist, und dass diese schöpferische Vorstellung ihr Eigenartiges verloren hat, das ist die Wahrheit. Und ebenso wahr ist es, dass ich ohne eine eigenartige, ganze Welt nicht lebenswürdig leben kann. - Treibt mich auch keine Feigheit? Nicht das Gespenst: ewig missmutig, nörgelnd und reuegequält, verarmt und hungernd, ein abschreckendes Exempel und leicht zu erreichendes Mitleidsobjekt: ein verbummelter Student? - In einem Jahr könnte mir der Bauchhaarige den Doktor und der Graf die schöne Erbin geben, und wollte ich es anders, so segelte ich noch in dieser Stunde mit ihr und ihrem Geld nach Indien. Schreckt mich nicht das Bild, in einer verknäuelten und verkrümelten Zwitterwelt leben zu müssen, einer Welt, die nur zum Teil, und auch da nur meine verzerrte Schöpfung ist? Nun, so etwas wie einen Grund muss ich doch haben, und diese drohende Zwitterwelt fliehen zu wollen, ist eben mein Grund. Ist das Feigheit? Wo mir ein Zustand winkt, den Tausende mit dem Gefühl, in ihm das Glück zu packen, empfangen würden? Aber das sind alles nur Gegenargumente für euch. Ich bin das Einzig Eine, das was fest steht, in dem Alles lebt und ist; alle Welt, der Friedlos hier und die Abendwolke dort, der Sternennebel im Haupthaar der Berenike - ich bin Raum und Zeit, in mir ist alles verbunden durch Ursache und Wirkung, ich bin der große Namen- und Sprachenschmied, in mir ist Chaos und Dissonanz, Ordnung und Harmonie, ich bin das große Doppelgesetz, ich stelle die Rätsel und Geheimnisse und löse sie auf - ich bin das X, bin Gott, All, ich bin die Welt! Und dann? - Dann ist die Welt tot. - Wer sagt denn, dass zu meinem Ich nur dies Denken nach den drei Formen und vier Prinzipien gehört? Der Körper ist schon gedacht, existiert nur im Denken, jede Zelle ist nur ein ins Sichtbare, »Stoffliche« umgesetzter Gedanke, Wille - woher weiß ich,