wären und der bloße Bodenwert der Güter sehr bedeutend sei. So lass das Geld dort stehen, bat die Freundin. Renatus ist der Sohn meiner teuersten Freundin, meiner unvergesslichen Angelika! Man soll nicht glauben ... Sie hielt inne, und da Paul sie darauf fragend ansah, sprach sie: Es lebt doch eine Anzahl von Personen, die um Deine Herkunft wissen. Ich möchte nicht, dass irgend Jemand Dir den Vorwurf machen könnte, Du habest aus persönlichem Übelwollen die ohnehin nicht günstige Lage der Arten'schen Familie noch verschlimmert. Und wenn Du in Dir selber ungewiss gewesen bist, wie Du handeln solltest, so bitte ich Dich, da mir obenein nach Deiner Meinung kein Nachteil daraus erwächst, ändere nichts in den bis jetzt bestandenen Verhältnissen! Paul gab ihr darin Recht. Ich hatte mich in Bezug auf die Hypothek, sagte er, bereits in Deinem Sinne entschieden; denn wenn es überall töricht ist, sich unnötig einer übelen Nachrede auszusetzen, so hat der Kaufmann doppelt Ursache, sich vor einer solchen zu bewahren. Seine Unternehmungen wie seine Erfolge sind vielfach auf das Vertrauen begründet, dessen er genießt, und es ist nicht der Nachteil, sondern der Vorteil, den wir unseren Geschäftsverbündeten bereiten, welcher uns den eigenen, dauernden Gewinn verbürgt. Darüber also, dass Dein Kapital auf Rotenfeld verbleiben soll, war ich selbst nicht mehr in Zweifel; nur ob ich wohl daran tun würde, das Amt zu übernehmen, welches Renatus Deinem Vater übertragen hatte und das er nun auf meine Schultern legen möchte, das habe ich mir noch nicht klar gemacht. Du meinst, hob Seba an, es stehe Dir nicht zu, Dich zum Berater und Vertrauten eben der Arten'schen Familie herzugeben, weil man vermuten könnte, Du seist in ihren Angelegenheiten nicht völlig unparteiisch? Aber wenn Du wirklich Teil an ihnen nimmst und Renatus die Zuversicht zu Dir hat, dass Du ihm helfen könntest, so weiß ich nicht, warum Du dieser nicht entsprechen solltest? Du pflegtest doch vor dem Urteile der Unverständigen nicht leicht Scheu zu tragen! Paul hatte sie ruhig sprechen lassen. Als sie geendet hatte, sagte er: Ich mache, da ich Dich, Liebe, reden hörte, eine Erfahrung, die sich mir oft bestätigt hat und die sich mir jetzt eben deutlich wiederholt. Man braucht mitunter einen unrichtigen Gedanken, den man selbst gehegt hat, nur von einem Andern aussprechen zu hören, um seine Unrichtigkeit sofort zu erkennen und auch die trübe Quelle zu entdecken, aus der er stammt. Ich habe mich, wie ich eben merke, bisher wirklich mit den Vorstellungen herumgeschlagen, deren Du gedenkst. Nun sehe ich, dass es lauter leere Schemen sind, die man nur fest