auch
Vorkehrungen zum Mittagsbrote machen, die ihnen eine ziemliche Bekanntschaft mit
den feineren Bedürfnissen der Tafel zu verraten schienen, vervollständigt durch
mehrere staubige und wohlverpichte Flaschen, die Master Haxford selbst
sorgfältig auf den Schenktisch niedersetzte.
Eine kurze Pause bis zum Auftragen der Speisen, welche die Diener entfernte,
benutzten die Reisenden zu einem Austausch ihrer Gedanken.
Jetzt, Mylord, redete Brixton Richmond an, der in schwermütiges Hinbrüten
verloren, in die Glut des Kamins starrte, jetzt, wo wir so nah an unserm Ziele
sind, muss ich mit Betrübnis eine Veränderung in Eurer Stimmung wahrnehmen, die,
verzeiht mir, fast mich fürchten lässt, es finden sich Hindernisse in Euch ein,
die Ihr vorher nicht erkannt hattet, oder Euch leuchten Schwierigkeiten ein, die
mir entgangen sind.
Fürchtet dies nicht, teurer Sir, erwiderte Richmond, sich emporraffend und
freundlich zu ihm hinblickend, weder ein Zweifel, noch die kleinste Änderung
meines festen Entschlusses, Euch um jeden Preis in Euerem Vorsatz beizustehen,
ist in mir eingetreten; im Gegenteil, so nah dem Ziele, fühle ich es lebhafter,
als früher, wie nötig es ist, alle unsere Gedanken auf die Erreichung desselben
zu richten. Mir bleibt nur ein Zweifel, doch geht dieser nicht die Sache selbst,
sondern das Verfahren an, das uns durch diesen unbekannten Ratgeber
aufgenötigt und meiner Natur so widerstrebend ist, dass ich für mein Verhalten
fast besorgt sein möchte. Erhält mich etwas bei der Überzeugung, dass wir uns
dieser Vorschrift fügen sollen, so ist es Eure Nachgiebigkeit, bester Sir, da
Ihr allerdings besser, als ich, übersehen könnt, ob dies einem geraden und
offenen Verfahren, wozu ich immer die Neigung behalten werde, vorzuziehen sei.
Nachdenkend hörte Brixton diese Worte an und schien noch ein Mal verständig
die Umstände zu prüfen.
Mylord, hob er darauf an, meine Einsicht ist nicht so klar, wie Ihr denken
mögt. Ich habe dies früher bekannt, ich muss es wiederholen, wie weit die
Entdeckungen sich erstrecken, die durch den Tod ihrer Beschützer über das
Fräulein gemacht sind, weiß ich nicht. Ob Wahrheit oder neue Täuschungen ihre
Verfolgung herbeiführten, ob eine elende Galanterie diesen Lord Membrocke
leitete, oder eine tiefere, von näher Unterrichteten herrührende Absicht, ich
kann es nicht wissen. Jedenfalls ist jedoch hier eine Partei tätig gewesen, die
listiger und mächtiger vielleicht ihm entgegen wirkte, und in deren Gewalt wir
sie uns denken müssen.
Auffallend, erwiderte Richmond, ist das hartnäckige Schweigen des
Jünglings, dessen Wahrhaftigkeit ich übrigens vertrauen muss, und der doch
diejenigen oder den einen nicht nennen will, der ihn uns gesendet; welche
Absicht kann da zum Grunde liegen? Tausend Mal hätte ich Alles für eine Falle
gehalten, in