eine Zukunft erschaffen,
und wenn auch ein durchdringender Geist den Plan dazu fände, wie kann er hoffen,
andere darin einstimmen zu sehen?
Noch würde dies dem einzelnen nicht gelingen; die Zeit, welche die Geister
frei macht, öffnet zugleich ihren Blick ins Weitere, und im Weiteren lässt sich
das Grössere leicht erkennen, und eins der stärksten Hindernisse menschlicher
Handlungen wird leichter zu entfernen. Dieses besteht nämlich darin, dass die
Menschen wohl über die Zwecke einig werden, viel seltener aber über die Mittel,
dahin zu gelangen. Denn das wahre Große hebt uns über uns selbst hinaus und
leuchtet uns vor wie ein Stern; die Wahl der Mittel aber ruft uns in uns selbst
zurück, und da wird der einzelne gerade, wie er war, und fühlt sich ebenso
isoliert, als hätt' er vorher nicht ins Ganze gestimmt.
Hier also haben wir zu wiederholen: Das Jahrhundert muss uns zu Hilfe kommen,
die Zeit an die Stelle der Vernunft treten und in einem erweiterten Herzen der
höhere Vorteil den niederen verdrängen.
Hiermit sei es genug, und wär' es zu viel für den Augenblick, in der Folge
werd' ich einen jeden Teilnehmer daran erinnern. Genaue Vermessungen sind
geschehen, die Straßen bezeichnet, die Punkte bestimmt, wo man die Gastöfe und
in der Folge vielleicht die Dörfer heranrückt. Zu aller Art von Baulichkeiten
ist Gelegenheit, ja Notwendigkeit vorhanden. Treffliche Baumeister und Techniker
bereiten alles vor; Risse und Anschläge sind gefertigt; die Absicht ist, größere
und kleinere Akkorde abzuschließen und so mit genauer Kontrolle die
bereitliegenden Geldsummen, zur Verwunderung des Mutterlandes, zu verwenden: da
wir denn der schönsten Hoffnung leben, es werde sich eine vereinte Tätigkeit
nach allen Seiten von nun an entwickeln.
Worauf ich nun aber die sämtlichen Teilnehmer aufmerksam zu machen habe,
weil es vielleicht auf ihre Entschließung Einfluss haben könnte, ist die
Einrichtung, die Gestalt, in welche wir alle Mitwirkenden vereinigen und ihnen
eine würdige Stellung unter sich und gegen die übrige bürgerliche Welt zu
schaffen gedenken.
Sobald wir jenen bezeichneten Boden betreten, werden die Handwerke sogleich
für Künste erklärt und durch die Bezeichnung strenge Künste von den freien
entschieden getrennt und abgesondert. Diesmal kann hier nur von solchen
Beschäftigungen die Rede sein, welche den Aufbau sich zur Angelegenheit machen;
die sämtlichen hier anwesenden Männer, jung und alt, bekennen sich zu dieser
Klasse.
Zählen wir sie her in der Folge, wie sie den Bau in die Höhe richten und
nach und nach zur Wohnbarkeit befördern.
Die Steinmetzen nenn' ich voraus, welche den Grund- und Eckstein vollkommen
bearbeiten, den sie mit Beihilfe der Maurer am rechten Ort in der genauesten
Bezeichnung niedersenken. Die Maurer folgen hierauf, die auf den streng
untersuchten Grund das Gegenwärtige