in B., wie ich glauben muss, entsprang.« »Ach, Bruder Medardus,« fiel Cyrillus ein, »schickte dich unser ehrwürdiger Prior Leonardus nicht im Vertrauen auf deine Treue und Frömmigkeit nach Rom? ... Bruder Medardus! um Christus willen, verleugne nicht länger auf gottlose Weise den heiligen Stand, dem du entronnen.« »Ich bitte Sie, uns nicht zu unterbrechen«, sagte der Richter und fuhr dann, sich zu mir wendend, fort: »Ich muss Ihnen bemerklich machen, wie die unverdächtige Aussage dieses ehrwürdigen Herrn die dringendste Vermutung bewirkt, dass Sie wirklich der Medardus sind, für den man Sie hält. Nicht verhehlen mag ich auch, dass man Ihnen mehrere Personen entgegenstellen wird, die Sie für jenen Mönch unzweifelhaft erkannt haben. Unter diesen Personen befindet sich eine, die Sie, treffen die Vermutungen ein, schwer fürchten müssen. Ja selbst unter Ihren eigenen Sachen hat sich manches gefunden, was den Verdacht wider Sie unterstützt. Endlich werden bald die Nachrichten über Ihre vorgebliche Familienumstände eingehen, um die man die Gerichte in Posen ersucht hat... Alles dieses sage ich Ihnen offener, als es mein Amt gebietet, damit Sie sich überzeugen, wie wenig ich auf irgend einen Kunstgriff rechne, Sie, haben jene Vermutungen Grund, zum Geständnis der Wahrheit zu bringen. Bereiten Sie sich vor, wie Sie wollen; sind Sie wirklich jener angeklagte Medardus, so glauben Sie, dass der Blick des Richters die tiefste Verhüllung bald durchdringen wird; Sie werden dann auch selbst sehr genau wissen, welcher Verbrechen man Sie anklagt. Sollten Sie dagegen wirklich der Leonard von Krczynski sein, für den Sie sich ausgeben, und ein besonderes Spiel der Natur Sie, selbst rücksichts besonderer Abzeichen, jenem Medardus ähnlich gemacht haben, so werden Sie selbst leicht Mittel finden, dies klar nachzuweisen. Sie schienen mir erst in einem sehr exaltierten Zustande, schon deshalb brach ich die Verhandlung ab, indessen wollte ich Ihnen zugleich auch Raum geben zum reiflichen Nachdenken. Nach dem, was heute geschehen, kann es Ihnen an Stoff dazu nicht fehlen.« »Sie halten also meine Angaben durchaus für falsch? ... Sie sehen in mir den verlaufenen Mönch Medardus?« - So frug ich; der Richter sagte mit einer leichten Verbeugung: »Adieu, Herr von Krczynski!« und man brachte mich in den Kerker zurück. Die Worte des Richters durchbohrten mein Inneres wie glühende Stacheln. Alles, was ich vorgegeben, kam mir seicht und abgeschmackt vor. Dass die Person, der ich entgegengestellt werden und die ich so schwer zu fürchten haben sollte, Aurelie sein musste, war nur zu klar. Wie sollt' ich das ertragen! Ich