. Lüne enthält - und noch ein botanischer - mit der vollständigen Flora des Dorfs ist er bewachsen - und ein Bienen- und Hummelgarten - sooft sie gerade hineinfliegen. Indessen sollte man doch solche kleinere Vorzüge gar nicht namhaft machen, wenn ein Garten wie er einmal den hat, dass er der größte englische ist, durch den je ein Mensch schritt. Er verbirgt nicht nur sein Ende - wie jeder Park gleich jeder Kasse tun muss -, sondern auch seinen Anfang und scheint bloß die Terrasse zu sein, von der man in das hineinsehen kann, was man nicht übersehen, aber wohl wie Kook umfahren kann. Im englischen Pfarrgarten sind nicht einzelne Ruinen, sondern ganze zerschlagene Städte, und die größten Fürsten haben sich um die Wette beeifert, ihn mit romantischen Wüsten und Schlachtfeldern und Galgen zu versorgen, an die noch dazu (das treibt die Täuschung höher) wahre Spitzbuben gebunden sind als Fruchtgehänge. - Die Gebäude und Gesträuche verschiedener Weltteile sind darin nicht in eine widersinnige Nachbarschaft zusammengetrieben, sondern durch ordentliche Meere oder Wasserpartien nett auseinander gestoßen, welches bei dessen Größe leicht gewesen, da er über neun Millionen Quadratmeilen hält - und mit welchem Geschmack überhaupt diese Massen aneinander gelagert sind, mögen die Leser daraus ermessen, dass alle Lords und alle Rezensenten der Literaturzeitungen und die Leser selber in den Garten gezogen sind und oft sechzig Jahre darin bleiben. - Der Pfarrer denkt, mit ihm auch als holländischem Garten einige Ehre einzulegen, besonders durch eine Perücke aus Wasser, die nicht an einem Perückenstock, sondern an einem Blechaufsatze hangt, und die so lockig springt, dass schon mehre Stadtpfarrer wünschten, sie könnten sie aufsetzen. Schmetterling-Glaskästen wendeten die Nachtkälte von frühzeitigen Rosen aus Seide ab und von Frühgurken aus Wachs. Gurken, die aus wahren Gurken bestanden, legte er unter allen Pastoren am frühesten ein, um in die Angst zu geraten, sie könnten erfrieren; denn diese Angst musst' er haben, um sich zu freuen, wenn eine Glasflasche in seinem Hause zerbrochen wurde: er konnte dann den Eis- oder Glasberg, der in den Weinen leider jährlich mit unserem Durste steigt, in den Garten tragen und mit dieser Mistglocke die Herzblätter überbauen. - Um wichtigere Beete führte er einen bunten musivischen Scherbenrand; seine Familie war seine Rändelmaschine, ich meine, sie musste ihm die wenigen Porzellantassen zerbrechen, die er brauchte, um mit diesem bunten Streuzucker ansehnlichere Partien zu heben, wie ein Fürst sich mit den bunten, durch die Knopflöcher seiner Vorzimmer gezognen Ordensbändern einfasset und beringet. Da er die Tassen nicht ganz um die Beete setzen konnte, sondern erst durch seine Scheidekünstler zerlegt: so muss ein Rezensent, der bei ihm isset, meinen Wink benutzen, um sichs zu erklären,