Kehlkopf und die übrigen Teile zusammen so
regelmäßig und symmetrisch gebaut. Gesetzt nun, eins der Stimmritzenbänder ist
länger oder kürzer, mehr oder weniger gespannt als das andre Stimmritzenband: so
bewirkt es auch in der nämlichen Zeit eine andre Anzahl von Erzitterungen in der
Luft, als das andre; folglich können auch seine Töne unmöglich mit den Tönen des
andern übereinstimmen.«
3 Sömmerring glaubt in seiner neuesten, wichtigen, noch ungedruckten Schrift
über das Sensorium commune den physischen Grund für die Wahrheit dieser
Behauptung angeben zu können. »Unter allen Nerven nämlich, sagt er, ist keiner,
der so unmittelbar, so nackt und bloß mit der Feuchtigkeit der Hirnhöhlen (worin
er das Organ des Sensorium commune sucht) in Berührung steht; folglich auch so
unmittelbar das gemeinsame Sensorium rührt. Denn der Anfang, oder das äußerste
Hirnende dieses Nerven ist so offenbar und deutlich von der Natur selbst
dargelegt, dass es wahrlich ungereimt sein würde, in Rücksicht der Hirnenden des
Hörnervenpaars noch etwas mehr durch die Kunst entdecken zu wollen.«
4 In Ramlers Tod Jesu.
5 Im Requiem aeternam.
6 Zu Anfang des dritten Bandes wird man dieses deutlicher und mit klassischen
Beispielen erklärt finden.
7 In Händels Messias.
8 Qui nostram disciplinam petit, in monochordi usu manum exerceat, hasque
regulas saepe meditetur, donec vi et natura vocum cognita ignotos vt et notos
cantus suaviter canat. Sed quia voces, quae hujus artis prima sunt fundamenta,
in monochordo melius intuemur, quomodo eas ibidem ars naturam vocum imitata
discrevit, primitus videamus etc. Micrologus, id est, brevis sermo in Musica.
Auffallend ist es, dass er alsdann die diatonische Leiter noch im elften
Jahrhundert, wo er lebte, nach Quarten in denselben Verhältnissen, angibt, wie
Roussier sie den Aegyptiern und Griechen zuschreibt, und mit der letzten Quarte
F beim runden B endigt.
9 Die Griechischen musikalischen Schriftsteller halten ihn einstimmig dafür. Die
wissenschaftlichen Kenntnisse der älteren Aegyptier in dieser Kunst könnten
alsdann nur gering gewesen sein. Doch scheinen schon die Tebanischen Harfen,
die Bruce abgezeichnet hat, dawider Zweifel zu erregen. Gewiss ist das Monochord
der Eingang ins Heiligtum.
10 Mein Abgott, mein Leben, o trübe diese Blicke nicht!
11 Ach, ich Unglückliche! O, ich fühle dich mein armes Herz!
12 Die ganze Hölle will ich gegen dich aufbewegen! Geh nur, geh nur! aber
gedenke, dass du mich als bloßen Geist und Schatten immer hinter dir haben wirst!
13 Du wirst mich bei Namen rufen, und es wird alsdann zu spät sein.
14 Ach, mir bricht das Herz unter so viel Marter.
15 Hört, o Furien, hört! euch rühre meine Pein.
16 Komm, o süße Ruhe, meine