Phantasie? Freund! hast du nie in deinem Leben ein: Steh, Wanderer! ein Halt empfunden, ohne zu sehen? Eilten dir nicht oft Schnellboten von Winken voraus? Ergriffen dich nicht Ahnungen, wo du zum Sterben verlegen warst? Sollten alle die Knoten, die sich in deinem Leben (keins ist ohne Knoten) schürzten, und die sich lösten, lauter Ungefähre sein? Nun, so nenne Ungefähre anders, und der Apostelorden hat sein Spiel gewonnen. Warum sucht man die Sehsüchtigen zuerst zu blenden, ehe man erscheinen lässt? Warum im Rauch? Warum um Mitternacht? Warum berauscht man Körper und Seele? Freilich sind Vorbereitungen dieser Art nichts Wesentliches, und ächte Magier machen es eins, zwei, drei, - (Ein Sprichwort aus dem Innersten der Magie). Hat aber Feierlichkeit nicht Einfluss auf unsere Kräfte? Gehört nicht Anspannung dazu, mit hohern Wesen umzugehen? Bereitet man sich nicht auf Gäste von Bedeutung vor? Ist nicht vielleicht dem Körperchen des Geistes eine gewisse Atmosphäre nötig, und eine Art von Augenschirm? Soll, des Täuschers und Gauklers halber, der ehrliche Mann leiden? War es denn ein Geist, was ich sah? Mein wenigster Kummer! Aus seinen Früchten sollst du ihn erkennen. Ist es möglich, dass ein Geist in dir Vorstellungen erregen und dass du dich davon überzeugen kannst; was willst du mehr? Sind die Wirkungen der Erscheinung von der Art, dass sie nicht von natürlichen Kräften abgeleitet werden konnten, so bist du im Besitz einer Regel für's Haus von der Richtigkeit der Erscheinung, und wendet man dir ein, ob du die Grenzen von den Kräften auf dem Wege der Ordnung kennst, so wirst du wenigstens so lange, bis dir diese Grenzen abgesteckt sind, die Erlaubnis haben, zu glauben. - Und wem? Dem Geiste, der, wenn er ein Mensch wäre, freilich in seiner eigenen Sache kein Zeugnis ablegen könnte. - Ist er aber ein Mensch? Der Allselige sprach: »Und stehe da! es ist alles sehr gut.« Wenn Menschen allselig tun, was denkst du von ihnen? - Oder verdient etwa ein höheres Wesen nicht Glauben, wenn seine Belehrungen dir heilsam waren? Dieser Erkenntlichkeit sollt' es unwürdig sein? Wunder haben keine Beziehung auf das, was sie beweisen sollen. - Kann sein! Wenn aber Wunder nur Wunder sein, und nichts weiter als sich selbst beweisen wollen? - - - Die Vorlesung über das alte, neue und neueste Platonische Testament ist zu weitläuftig, um sie mitteilen zu können. Dass man hier nicht wie in Rosental für das Alte, sondern für das Neue und Allerneueste war, bedarf keiner Bemerkung. Obgleich der Neuplatonismus schon ein Gemisch von Pytagoreischen