als bei den Reizen des Engels, den ich anbete. Himmel! wie mag irgend ein Sterblicher die Gräfin von Toulouse sehen, und doch für eine andere noch Augen haben können? Möchte doch der Himmel eine so übelausgesonnene Verbindung stören! Ferdinand fühlt nichts für Alix, sie nichts für ihn, was kann daraus entstehen! - Möchte man doch Ferdinanden seine Elise geben, und mir meine Geliebte lassen. Man soll, (hast du nichts davon gehört?) am kaiserlichen Hofe sehr darauf denken, eine Prinzessin zur kastilischen Königin zu machen; was man sich doch für Mittel bedienen wird, diesen Entzweck zu erreichen? Wie, wenn ich Philippen einen Ritterdienst erzeigte, und die Gräfin von Toulouse entführte, dass seine Tochter auf dem kastilischen Throne Raum hätte! Alverde, ich hoffe, du glaubst nicht, dass diese Dinge mein Ernst sind; du könntest etwa heimliche Anschläge auf die Gräfin argwohnen, und da du meiner Liebe so entgegen bist, Gegenvorkehrungen zu treffen. - Dies wär lächerlich! Alverde, wahrhaftig, dies wär sehr lächerlich! Unternimm nichts von solchen Dingen, wenn du einen Anteil an meiner brüderlichen Liebe behalten willst! Die Fürstin von Kastelmoro an den Bischof von Kastilien. 1207. Was für einen Posten hat man mir anvertraut? was für einer Person bin ich zur Hüterin gesetzt? - Diese Alix soll Königin von Kastilien werden? - Hier leset die Bücher, die ihre Lieblingsunterhaltung sind, hier die Briefe, die man an ihre Jungfrauen schreibt! - Was wollen wir machen? eine Ketzerin auf den Thron setzen? unserm Prinzen eine Gemahlin geben, die weder ihn liebt, noch von ihm geliebt wird? - Leset, was der Unsinnige, dessen Brief ich hier einschliesse, hievon schreibt. Sollte es möglich sein, dass die kaiserliche Prinzessin dem Prinzen von Kastilien besser behagen würde, als diese Gräfin von Toulouse? - Und wär hier nicht auch ein Ausweg zu finden, eine Änderung in der Sache zu treffen, ohne Wortbrüchig zu scheinen? - Ihr müsst diese Dinge reiflich überlegen! - Man könnte nach Kastilien berichten, dass Alix eine heimliche Waldenserin ist, dass sie von einem Rasenden verfolgt wird, welcher nicht ehe ruhen wird, bis er sich ihrer bemächtigt hat; - doch das geht nicht! - Eilt, gebt mir euren Rat. Was ich tun kann, habe ich getan, das ist, ich habe jene Alverde, deren heimliche Korrespondenz man mir verriet, eilig entfernt, und zwanzig Spione aufgeboten, mir den Verwegenen auszukundschaften, der sich ihren Bruder nennt, ohne sich einen andern Namen zu geben. Ich habe auf jenen Alf von Dülmen, jenen Menschen, mit dem unerklärlichen Ansehen geraten, der sich seit einiger Zeit hier sehen lässt,