, worauf lediglich Euer Eins beruht. Die Frage woher? bleibt so gut bei einem Wesen als bei mehreren; und wie ich Eins notwendig und ewig annehme, kann ich ihrer Zentillionen annehmen. Und denn müsst es sich verzweifelt plagen, eh es die mancherlei Qualitäten nur für unsre Sinne herausbrächte; wer weiß, ob es nicht noch Geschöpfe mit andern Sinnen gibt! mit einem rednerischen Exempel: von Holz in Feuer, Rauch und Asche; und, es lässt sich nicht anders erklären, mit täuschender, selbst wahrhafter Schilderung von dem Regenten in uns ist's nicht genug getan. Was den Verstand oder das Wesen betrifft, das in uns denkt, so könnte Anaxagoras gar wohl recht haben und das feinste Wesen sich nach den andern richten müssen (die, wie Ihr selbst bewiesen habt, nichts weniger als tot sind), wenn es dieselben brauchen will, ohne dass wir eben wissen, wie es zugeht. Man kann freilich das Liebesgeheimnis nicht bis ins Innerste aufdecken, wie Verschiednes ein lebendiges Eins wird, und so fortdauert, und zusammen handelt; aber ebenso schwer lässt sich das Wesen, welches Gedanke und Verstand, und das, welches Körper wird, als Eins erklären. Qualität ist so etwas Sonderbares, dass es bloße verschiedene Art von Ausdehnung und Anziehung nicht überall hervorbringen kann. Der Verstand bleibt dabei ein Blindgeborner, trotz aller möglichen Anwendung von Figur und Dauer; und sie ist allein Gegenstand der Empfindung. Jede voll Majestät in ursprünglicher Reinheit eigne Substanz und Vollkommenheit der Natur, welche Völker von lebhaftem Sinn und scharfem Gefühl, deren Vernunft Ursachen für Augen und Ohren mit Einbildungen nie ganz umtauscht, immer als göttlich verehrten; denn Glaube ohne Empfindung ist Grille. Ihr habt oben, um Eure Gesinnung auch mir so wie andern zu verbergen, aus Scherz gesagt: Wer beweisen will, dass aus Einem Alles sei, muss erst dartun, dass aus Allem Eins werde. Widerlegt Euch nun im Ernste. Und denn behaupten die Spötter, Vorsehung, Plan von einer allmächtigen Regierung in der Welt wäre nicht so auffallend sichtbar, und Propheten, Apostel und Geschichte hätten uns mehr dawider als dafür hinterlassen. Es stünde mit uns nicht besser, weil sie dagewesen wären, und sie selbst möchten lieber in Athen zu den Zeiten des Perikles leben und in dem alten Rom als in dem neueren, wo es auch am frömmsten da zuging. Ihr sagt, der Verstand könne nur in einem einzigen notwendigen unendlichen Wesen, das Alles ist, seine Ruhe finden; und ich weiß nicht, wie es zugeht: mir klopft das Herz vor Angst und sausen die Ohren, je länger ich darüber nachdenke. Es bleibt immer einerlei, es mag werden, was es will (ein Herr ohne