Erde schon viele hun dert Jahre alt ist�, und das hie�e: Ich habe es gelernt. . Die Schwierigkeit ist, die Grundlosigkeit unseres Glaubens einzusehen. . Da� unsre Erfahrungsaussagen nicht alle gleichen Status haben, ist klar, da man so einen Satz festlegen und ihn vom Erfahrungssatz zu einer Norm der Beschreibung machen kann. Denk an chemische Untersuchungen. Lavoisier macht Experimente mit Stoffen in seinem Laboratorium und schlie�t nun, da� bei der Verbrennung dies und jenes geschehe. Er sagt nicht, da� es ja ein andermal anders zugehen k�nne. Er ergreift ein bestimmtes Weltbild, ja, er hat es nat�rlich nicht erfunden, sondern als Kind gelernt. Ich sage Weltbild und nicht Hypothese, weil es die selbstverst�ndliche Grundlage seiner Forschung ist und als solche auch nicht ausgesprochen wird. . Aber welche Rolle spielt nun die Voraussetzung, da� ein Stoff A auf einen Stoff B unter gleichen Umst�nden immer gleich reagiert? Oder geh�rt das zur Definition eines Stoffs? . Man k�nnte meinen, es g�be S�tze, welche aussprechen, da� eine Chemie m�glich ist. Und das w�ren S�tze einer Naturwissenschaft. Denn worauf sollen sie sich st�tzen, wenn nicht auf Erfahrung? . Ich glaube, was mir Menschen in einer gewissen Weise �bermitteln. So glaube ich geographische, chemische, geschichtliche Tatsachen etc. So lerne ich die Wissenschaften. Ja, lernen beruht nat�rlich auf glauben. Wer gelernt hat, der Mont Blanc sei m hoch, wer es auf der Karte nachgesehen hat, sagt nun, er wisse es. Und kann man nun sagen: Wir messen unser Vertrauen so zu, weil es sich so bew�hrt hat? . Ein Hauptgrund f�r Moore anzunehmen, da� er nicht auf dem Mond war, ist der, da� niemand auf dem Mond war und hinkommen konnte; und das glauben wir auf Grund dessen, was wir lernen. . Vielleicht sagt man �Es mu� doch ein Prinzip diesem Vertrauen zugrunde liegen�, aber was kann so ein Prinzip leisten? Ist es mehr als ein Naturgesetz des �F�r-wahr-haltens�? . Liegt es denn in meiner Macht, was ich glaube? oder was ich unersch�tterlich glaube? Ich glaube, da� dort ein Sessel steht. Kann ich mich nicht irren? Aber kann ich glauben, da� ich mich irre? Ja, kann ich es �berhaupt in Betracht ziehen? � Und k�nnte ich nicht auch an meinem Glauben festhalten, was immer ich sp�ter erfahre?! Aber ist nun mein Glaube begr�ndet? . Ich handle mit voller Gewi�heit. Aber diese Gewi�heit ist meine eigene. . �Ich wei� es�, sage ich dem Andern; und hier gibt es eine Rechtfertigung. Aber f�r meinen Glauben gibt es keine. . Statt �Ich wei� es� kann man in manchen F�llen sagen �Es ist