jemand ihre Wahrheit wei�, oder sie zu wissen glaubt, sondern weil sie alle im System unsrer empirischen Urteile eine �hnliche Rolle spielen. . Z. B. gelangen wir zu keinem von ihnen durch eine Untersuchung. Es gibt z. B. historische Untersuchungen und Untersuchungen �ber die Gestalt und auch (�ber) das Alter der Erde, aber nicht dar�ber, ob die Erde in den letzten Jahren existiert habe. Freilich, viele von uns h�ren Berichte, haben Nachricht �ber diesen Zeitraum von ihren Eltern und Gro�eltern; aber k�nnen sich die nicht irren? � �Unsinn� wird man sagen, �Wie sollen sich denn alle diese Menschen irren!� Aber ist das ein Argument? Ist es nicht einfach die Zur�ckweisung einer Idee? Und etwa eine Begriffsbestimmung? Denn rede ich hier von einem m�glichen Irrtum, so �ndert das die Rolle, die �Irrtum� und �Wahrheit� in unserm Leben spielen. . Um eine Praxis festzulegen, gen�gen nicht Regeln, sondern man braucht auch Beispiele. Unsre Regeln lassen Hintert�ren offen, und die Praxis mu� f�r sich selbst sprechen. . Wir lernen die Praxis des empirischen Urteilens nicht, indem wir Regeln lernen; es werden uns Urteile beigebracht und ihr Zusammenhang mit andern Urteilen. Ein Ganzes von Urteilen wird uns plausibel gemacht. . Wenn wir anfangen, etwas zu glauben, so nicht einen einzelnen Satz, sondern ein ganzes System von S�tzen. (Das Licht geht nach und nach �ber das Ganze auf.) . Nicht einzelne Axiome leuchten mir ein, sondern ein System, worin sich Folgen und Pr�missen gegenseitig st�tzen. . Es wird mir z. B. erz�hlt, jemand sei vor vielen Jahren auf diesen Berg gestiegen. Untersuche ich nun immer die Glaubw�rdigkeit des Erz�hlers und ob dieser Berg vor Jahren existiert habe? Ein Kind lernt viel sp�ter, da� es glaubw�rdige und unglaubw�rdige Erz�hler gibt, als es Fakten lernt, die ihm erz�hlt werden. Es lernt, da� jener Berg schon lange existiert habe, gar nicht; d. h. die Frage, ob es so sei, kommt gar nicht auf. Es schluckt, sozusagen, diese Folgerung mit dem hinunter, was es lernt. . Das Kind lernt eine Menge Dinge glauben. D. h. es lernt z. B. nach diesem Glauben handeln. Es bildet sich nach und nach ein System von Geglaubtem heraus, und darin steht manches unverr�ckbar fest, manches ist mehr oder weniger beweglich. Was feststeht, tut dies nicht, weil es an sich offenbar oder einleuchtend ist, sondern es wird von dem, was darum herumliegt, festgehalten. . Man will sagen �Alle meine Erfahrungen zeigen, da� es so ist�. Aber wie tun sie das? Denn jener Satz, auf den sie zeigen, geh�rt